Faktencheck und Tipps

Montana Energie Preiserhöhung: Diese Möglichkeiten haben Sie

Momentan erhöhen zahlreiche Energieanbieter Ihre Strom- und Gaspreise. Zu diesen zählt auch Montana Energie, welcher ebenfalls eine Preiserhöhung aufgrund des enormen Anstiegs der Großhandelspreise vorgenommen hat. Wie Sie als Betroffener von der Montana Energie Preiserhöhung erfahren und welche Möglichkeiten Sie haben, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag auf.

Kurzüberblick zur Montana Energie Preiserhöhung

Zur Montana Preiserhöhung gibt es Folgendes zu wissen:

  • Regelmäßig erhöht Montana Energie seine Strom- und Gaspreise
  • Oft wird die Preiserhöhung in langen, unübersichtlichen Informationsschreiben mitgeteilt
  • Bei einer Preiserhöhung besteht immer ein Sonderkündigungsrecht, unabhängig von vertraglichen Kündigungsfristen
  • Mit einem Strom- und Gasanbieterwechsel kann man jährlich mehrere Hundert Euro sparen

So erfahren Sie von der Montana Energie Preiserhöhung

Eine Preiserhöhung ist an gesetzliche Vorgaben gebunden, die Montana wie jeder Energieversorger einzuhalten hat. Darunter zählen unter anderem:

  • Die Preisanpassung muss mindestens 4 Wochen im Voraus bekanntgegeben werden.
  • Die Ankündigung der Preiserhöhung muss schriftlich erfolgen, entweder per Brief oder per Mail.
  • Im Schreiben zur Preisänderung muss auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen werden.
  • Ein klarer Hinweis auf eine Preiserhöhung sollte im besten Fall bereits in der Überschrift, dem Betreff oder in den ersten Sätzen gegeben werden.

Montana Energie Preiserhöhung: Versteckte Mitteilung?

Trotz der Verpflichtung aller Energieanbieter – ebenso Montana Energie – Strom- und Gaspreiserhöhungen mindestens 4 Wochen im Voraus klar und verständlich zu kommunizieren, geschieht das leider nicht immer nach den Vorgaben.

Die Informationen zur Preiserhöhung werden oft in langen unübersichtlichen Schreiben mitgeteilt. Häufig wird der Vorwand einer neuen Preisgarantie der Preiserhöhung vorgeschoben, wodurch die eigentliche Preiserhöhung in den Hintergrund gerät. Durch die langen Textpassagen, in denen über die Entwicklung der Strom- und Gaspreise berichtet wird und Analysen zu den Preisentwicklungen abgebildet werden, wird es zunehmend schwerer für Kunden, eine Preiserhöhung zu erkennen.

So erkennen Sie eine Montana Energie Preiserhöhung

Bei genauerem Hinsehen lässt sich jede Montana Energie Preiserhöhung anhand bestimmter Merkmale sicher enttarnen.

Gesetzlich sind Strom- und Gasanbieter dazu verpflichtet, bei einer Preiserhöhung auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. So könnte eine Formulierung wie folgt klingen: „Aufgrund der Vertragsänderung steht Ihnen selbstverständlich ein Sonderkündigungsrecht zu“. Hier wird das Wort Preiserhöhung zwar nicht genannt, aber die gesetzlichen Vorgaben werden eingehalten.

Zudem sollte in dem Schreiben zur Preiserhöhung die Berechnungsgrundlage für die neuen Preise aufgeführt werden und in Vergleich zu den alten Preisen gestellt werden.

Achten Sie auf diese beiden Aspekte und Sie werden das nächste Schreiben zur Montana Energie Preiserhöhung leicht erkennen können.

Kündigung mit Verlängerungsangebot von Montana Energie

Auf dem Energiemarkt werden Lieferstopps, Kündigungen oder intransparente und überzogene Preiserhöhungen immer häufiger.

Eine der neusten Maschen – auch von Montana Energie – ist, Bestandskunden aufgrund der hohen Gas- und Strompreise zu kündigen und gleichzeitig einen Link zu einem Verlängerungsangebot zu schicken. Auf den ersten Blick wirkt das Verlängerungsangebot besser, da ein niedrigerer Grundpreis angeboten wird. Allerdings wird der Arbeitspreis dementsprechend angepasst, sodass man in Summe auf viel höhere Gesamtkosten kommt. So versuchen Energieanbieter, die aktuell massiv ansteigenden Großhandelspreise auf die Kunden umzulegen.

Daher raten wir dazu, die Schreiben Ihres Energieversorgers immer sehr sorgfältig durchzulesen und vermeintlich billigere Angebote nachzurechnen. Versteckte Preiserhöhungen in Form von Werbebriefen/Mails oder undurchsichtige Angebote werden immer häufiger, wodurch die Gefahr steigt, Tarife mit unnötig hohen Preisen abzuschließen.

Diese Rechte haben Sie bei einer Montana Energie Preiserhöhung

Wichtig zu wissen: Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie immer, wenn Montana eine Strom- oder Gaspreiserhöhung vornimmt. Das Sonderkündigungsrecht steht Ihnen in der Regel bis zum Datum der Preiserhöhung zu. Die eigentliche Vertragslaufzeit und die damit verknüpfte Kündigungsfrist bleiben bei der Ausübung des Sonderkündigungsrechts unbeachtet. Somit müssen Sie eine Preissteigerung nicht unbedingt akzeptieren.

Der Montana Energie Preiserhöhung entgehen: Kündigung und Anbieterwechsel

Sobald Sie sich nach Erhalt einer Preiserhöhung von Montana dazu entschieden haben, den Anbieter zu wechseln, sollten Sie sich der Kündigung annehmen. Je schneller man auf eine Preiserhöhung reagiert, desto sicherer ist ein Strom- oder Gasanbieterwechsel zum gewünschten Datum zu gewährleisten.

Sollte der Anbieterwechsel zu kurzfristig sein und der gewünschte Anbieter nicht pünktlich den Lieferbeginn starten können, ist das allerdings auch kein großes Problem. In der Zwischenzeit werden Sie durch die Ersatzversorgung des Grundversorgers beliefert. Allerdings ist die Grundversorgung vergleichsweise teuer, jedoch ist dadurch eine Versorgungssicherheit immer gewährleistet. Wir empfehlen für einen reibungslosen Anbieterwechsel mindestens 4 Wochen Vorlaufzeit einzuplanen.

Wichtig: Zu beachten ist, dass das Sonderkündigungsrecht bei einer Preiserhöhung nicht vom neuen Versorger ausgeübt werden kann. Die Kündigung muss in diesem Fall vom Kunden selbst vorgenommen werden.

Gilt das Sonderkündigungsrecht auch, wenn die Preisgarantie nicht greift?

Immer wieder wird fälschlicherweise mit einer Preisgarantie geworben, durch welche Kunden vor Gas- und Strompreiserhöhungen geschützt werden. Jedoch greift die Preisgarantie bei einer Erhöhung der staatlichen Umlagen und Abgaben in den meisten Fällen nicht. Aufgrund dessen gehen Kunden häufig davon aus, dass sie einer Preiserhöhung aus steuerlichen Gründen nicht widersprechen können. Dies ist allerdings ein Irrtum.

Eine individuelle Preisgarantie durch den Anbieter hat keinen Einfluss auf das Sonderkündigungsrecht. In der Vergangenheit versuchten zwar verschiedene Energieversorger mit einer Preisgarantie das Sonderkündigungsrecht abzuwehren, was jedoch vom Oberlandesgericht und dem Bundesgerichtshof verhindert wurde.

Für Sie heißt das im Klartext: Ihren Vertrag bei Montana Energie können Sie kurzfristig beenden, sollten Sie von einer Preiserhöhung durch Steuern, Abgabe oder Umlagen betroffen sein.

Die Erklärung dafür ist, dass bei einer Erhöhung der Strom- und Gaspreise – unabhängig vom Grund der Anpassung – einseitig vom Anbieter entschieden wird, die Vertragsbedingungen zu verändern. Kraft Gesetzes werden dem Kunden in diesen Fällen zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder können die Änderungen der Preise angenommen oder der Vertrag mit dem Sonderkündigungsrecht gekündigt werden.

Ist eine Kündigung bei Montana Energie per Mail gültig?

Eine Kündigung kann bei Montana Energie per Mail erfolgen, sollte der Vertrag nicht vor dem 01.10.2016 abgeschlossen worden sein. Aufgrund einer Gesetzesänderung gilt für alle Verträge, die ab dem 01.10.2016 abgeschlossen wurden, dass kein unterschriebener Brief für eine Kündigung erforderlich ist. Die sog. Textform reicht aus, z. B. eine E-Mail. Selbstverständlich bleibt die Kündigung per Fax oder Brief möglich.

Sollte der Vertrag allerdings vor dem 01.10.2016 abgeschlossen worden sein und Ihr Versorger eine Kündigung in Schriftform fordern, sind Sie dazu verpflichtet, die Kündigung in Form eines unterschriebenen Briefes vorzunehmen.

Links und Downloads zur Montana Energie Preiserhöhung

Verbraucherzentralen:

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