Tipps für den Ernstfall

Die Preisgarantie

So ziemlich alle Stromanbieter bewerben ihre Tarife mit einer Preisgarantie für einen bestimmten Zeitraum oder sogar uneingeschränkt. Was halten die Versprechen wirklich?

Mann im Anzug schützt sich mit einem Regenschirm vor einprasselndem Hagel

© ra2 studio / Fotolia

  • Vollständige Preisgarantie schützt auch vor steuerlichen Umlagen
  • Eingeschränkte Preisgarantie sollte genau geprüft werden
  • Sonderkündigungsrecht gilt immer bei Preiserhöhungen

Die Versprechen unter der Lupe

Als Verbraucher denkt man beim Stichwort Preisgarantie in Verbindung mit Strom- und Gasanbietern an konstante Preise ohne Schwankungen. Doch es gibt Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Preisgarantien. Die uneingeschränkte Preisgarantie oder auch vollständige Preisgarantie enthält alle Preisbestandteile. Eine Änderung des Strom- oder Gaspreises während der Laufzeit für die Preisgarantie ist vertragswidrig und nicht erlaubt. Jedoch taucht in den Energie-Verträgen der deutschen Haushalte vorwiegend die eingeschränkte Preisgarantie auf. Dahinter verbirgt sich lediglich eine Garantie für einen gleichbleibenden Preis der Energiekosten und Netzentgelte. Steuern und Abgaben, also auch Umlagen (EEG, Offshore, etc.) können auf den Endverbraucher verteilt und so trotz Preisgarantie zu Erhöhungen des Strom- oder Gaspreises führen. Noch weniger Anteile vom Preis schützt die Energiepreisgarantie. Durch sie wird nur der Energiekostenanteil des Gesamtpreises im Garantiezeitraum gesichert. Neben Steuern und Abgaben sind auch die Netzentgelte nicht in der Energiepreisgarantie enthalten und können so den endgültigen Preis variieren.

Uneingeschränkte Preisgarantie – lohnt sich der teure Schutz?

Die vollständige Preisgarantie schützt den Verbraucher vor Preisschwankungen, die durch Erhöhungen von Preisbestandteilen entstehen, auf die der Strom- oder Gasanbieter keinen Einfluss hat. Denn sowohl Steuern als auch Netzentgelte werden vom Gesetzgeber bestimmt. Lediglich die Mehrwertsteuer kann manchmal ausgenommen sein. In der Regel sind Tarife mit einer vollständigen, bzw. uneingeschränkten Preisgarantie teurer als solche ohne diesen Schutz. Wie viel mehr der Verbraucher für diesen Schutz auf den Tisch legen muss, variiert sehr stark. Deshalb sollten Verbraucher mehrere Tarife mit vollständiger Preisgarantie vergleichen. Wirklich Geld einsparen lässt sich dennoch nur durch die Wahl von kurzen Vertragslaufzeiten und einen regelmäßigen Anbieterwechsel.

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Eingeschränkte Preisgarantie – Abzocke und Risiko?

Ca. 95 Prozent der Versorgungsverträge von deutschen Haushalten enthalten eine eingeschränkte Preisgarantie. Manchmal wird diese auch als Preisfixierung benannt, was natürlich so nicht stimmt. Denn die sogenannten „hoheitlichen“ Abgaben in Form von Steuern und Umlagen, verteilen die Energieversorger geschickt auf ihre Verbraucher. Durch die Einschränkung der Garantie ergeben sich aber auch Lücken, die von den Strom- und Gasanbietern genutzt werden. So lohnt es sich für die Verbraucher das Kleingedruckte im Vertrag genauer zu lesen, denn dort findet sich meist eine nähere Bestimmung für die Einschränkungen der Preisgarantie. Neben den gängigen Steuern und Umlagen können sich hier auch Klauseln finden, dass zum Beispiel nur ein gewisser Prozentsatz des Preises garantiert wird. Sind zusätzlich die Netzentgelte in den Erläuterungen ausgeschlossen, handelt es sich auch oft um Energiepreisgarantien, die nicht als solche gekennzeichnet sind.

Preisgarantie und Kündigung

Das Sonderkündigungsrecht bei Preisanpassungen (Erhöhung und Senkung der Preise) und die Preisgarantie sind nicht miteinander gekoppelt. Werden im Rahmen einer eingeschränkten oder nach Ablauf einer uneingeschränkten Preisgarantie die Strom- oder Gaspreise angehoben, hat der Endverbraucher trotzdem ein Sonderkündigungsrecht, auch wenn Mehrwertsteuer oder bestimmte Abgaben an den Gesetzgeber für die Änderung verantwortlich sind. Das Sonderkündigungsrecht ermöglicht es den Verbrauchern, aus noch bestehenden Verträgen auszusteigen. Auch wenn eine Preisgarantie nur für einen bestimmten Teil der Erstvertragslaufzeit besteht und die Preise dann meist vom Anbieter nach Ende der Garantie angehoben werden, kann der Kunde von diesem Recht Gebrauch machen. Der Versorger muss grundsätzlich 6 Wochen vorab über eine Preisanpassung informieren und der Kunde bis zum Eintreten der Preisanpassung die Kündigung einreichen.

Mann hält leuchtende Glühlampe in der Hand. Daneben ein paar Stapel Geldmünzen

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