Smarter Verbrauchen mit intelligenten Messgeräten?

Die Digitalisierung der Energiewende

Neue Messgeräte versprechen, den Verbrauch von Strom und Gas in Echtzeit zu messen und so individuell angepasste Tarife zu ermöglichen. Unsere Experten nehmen den Trend unter die Lupe.

Mann in Anzugshose und Hemd mit Aktentasche steht vor einer großen Stadt.

© Sergey Nivens / Fotolia

  • Smart Meter messen den Stromverbrauch minutengenau
  • Dadurch können Einsparpotentiale genau erkannt werden
  • Der Datenschutz der übermittelten Daten ist gesetzlich geregelt

Energiewende durch neue Technologien

Mit intelligenten Messgeräten soll der Strom- und Gasverbrauch in deutschen Haushalten optimiert werden. Die sogenannten Smart Meter messen sowohl die Verbrauchszeit als auch die Verbrauchsmenge und übermitteln diese an den jeweiligen Versorger. Verbraucher können dadurch theoretisch nicht nur Einsparpotentiale ermitteln, sondern auch von tageszeitabhängigen Tarifen profitieren. Schon heute sind Großkunden und Neubauhaushalte zum Einsatz von Smart Metern verpflichtet, bis 2020 sollen auch die privaten Haushalte nachziehen. Die Politik erhofft sich durch den bewussteren Verbrauch jährliche CO2-Einsparungen von bis zu 8,5 Millionen Tonnen in Deutschland.
Aber wie weit ist die Technologie der Smart Meter überhaupt fortgeschritten? Und lassen sich die theoretischen Vorteile so einfach in die Praxis umsetzen? Wir klären auf.

Das Konzept der Smart Meter

Smart Meter messen den Verbrauch im Minutentakt und werden per Funk, Stromleitung oder Internet an den Messstellenbetreiber und anschließend an den Versorger übermittelt. Damit die genaue Messung und Übermittlung funktioniert kommen bei Smart Metern zwei Komponenten zum Einsatz: ein digitaler Stromzähler, der die genaue Verbrauchsmessung nach Zeit und nach Gerät erlaubt, und ein Gateway, dass den Zähler in das Smart Grid einbindet und so die Übermittlung der Daten ermöglicht.
Durch die Aufschlüsselung des Verbrauchs nach der Zeit und auch nach Gerät können Verbraucher ihre Einsparpotentiale im Haushalt genau erkennen, was zu einem bewussteren Verbrauch führen soll. Auch durch tageszeitabhängige Tarife sollen z.B. Stromverbraucher belohnt werden, die ihren Stromverbrauch nach den Stromkapazitäten ausrichten. Wer zum Beispiel in der Nacht die Spülmaschine laufen lässt, kann durchaus von einem günstigeren Tarif profitieren.
Was in der Theorie sehr verlockend klingt, lässt sich leider noch nicht ganz so einfach in die Praxis umsetzen. Tageszeitabhängige Tarife sind noch nicht flächendeckend in Deutschland verfügbar und auch die Technologie für eine tageszeitabhängige Gerätesteuerung ist noch nicht vollends ausgereift.

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Sind die übermittelten Daten geschützt?

Smart Meter können den jeweiligen Geräteverbrauch und die Verbrauchszeit erkennen, wodurch relativ leicht der Tagesablauf des Haushalts rekonstruiert werden könnte. Damit die übermittelten Verbrauchsdaten nicht missbraucht und z.B. für Marketingzwecke genutzt werden, möchte der Gesetzgeber die Datenschutzvorschriften bei Smart Metern deutlich verschärfen. Smart Meter sollen nur die Daten übermitteln dürfen, die für die Erstellung der Jahresabrechnung wirklich notwendig sind. Die restlichen Daten sollen nur dem Verbraucher zur Selbstkontrolle zur Verfügung stehen. Auch der Schutz vor Hackerangriffen soll erhöht werden. Obwohl grundsätzlich jedes an das Internet angeschlossene Gerät einem Hackerangriff ausgesetzt ist, kann das Risiko eines solchen Angriffs durch die Verschlüsselung der Daten eingeschränkt werden.
Um den Missbrauch der Daten zu vermeiden, stellt das Gesetz sehr hohe Anforderungen an die Sicherheit der Geräte und Server der Messstellenbetreiber, deren Einhaltung durch Zertifikate des Bundesamts für Sicherheit nachgewiesen werden müssen.
Datenschützer sind aber immer noch besorgt und fordern daher die Umsetzung eines schlüssigeren Datenschutzkonzepts. Diese Forderungen sind nicht unbegründet, wie eine amerikanische Studie zeigte: Durch Sicherheitslücken gelang es Dritten einzelne Steckdosen abzuschalten und Messwerte zu manipulieren.

Rechnet sich der Einbau eines Smart Meters?

Die Kosten für den Einbau und die Wartung der intelligenten Messgeräte werden den Verbrauchern zunächst in der Jahresabrechnung aufgeschlagen – die Kosten dürfen hier aber einen gesetzlich vorgeschriebenen und verbrauchsabhängigen Höchstbetrag nicht überschreiten. Maximal können Verbraucher für den Zähler 200 Euro pro Jahr zahlen (bei einem Stromverbrauch ab 50.000 kWh). Ansonsten sieht die Preisgestaltung noch sehr unübersichtlich aus. Tarifangebote sind noch nicht überall in Deutschland verfügbar und nur wenige Anbieter haben überhaupt einen smarten Tarif in ihrer Angebotsspanne. Auch die gesetzlichen Regelungen für die Preise der Installation und Wartung der Smart Meter lassen noch viel Spielraum offen, wodurch oft eine Gebühr für die Installation anfällt und der monatliche Messpreis teurer ist als bisher.

Mann hält leuchtende Glühlampe in der Hand. Daneben ein paar Stapel Geldmünzen

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