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Die Vorteile von cheapenergy24

Die Preise für die Energieversorgung im Haushalt waren in den letzten Jahren starken Schwankungen unterworfen. Besonders häufig waren davon die Strompreise betroffen. Für Verbraucher lohnt es sich daher, häufiger Strompreise zu vergleichen: Denn nur so haben sie die Gewissheit, stets den für sich günstigsten Anbieter zu finden.

Durch einen Stromvergleich über gängige Vergleichsportale können sich Verbraucher einen schnellen Überblick über verfügbare Tarife und Tarifmodelle verschaffen. Um nach dem Wechsel jedoch böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man einen ausführlichen Vergleichscheck durchführen: Denn überprüft man beim Stromvergleich nicht die Seriosität des Stromversorgers, kann dieser im Nachhinein viel Ärger bereiten. Vor allem sogenannte Billig-Stromanbieter locken Neukunden mit vermeintlich günstigen Angeboten, hinter denen häufig ein schlechter Service und teure Tarifabrechnungen stehen.

Gute Gründe für einen Stromvergleich

Fast nirgendwo ist der Strom für Privatkunden so teuer wie in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Strompreis sogar nahezu verdoppelt. Ein großer Kostentreiber sind dabei die staatlichen Umlagen und Abgaben. Obwohl die EEG-Umlage auch aktuell weiter sinkt, bleiben die Preise trotzdem auf Rekordniveau. Ein Grund dafür sind die steigenden Netzentgelte, die den Betrieb, und die Wartung des Versorgungsnetzes abdecken. Dabei werden vor allem die Kosten für den Netzausbau im Rahmen der Energiewende in den kommenden Jahren steigen.

Doch nicht nur die steigenden Netzentgelte sind der Grund für eine Fortführung der bisherigen Strompreisentwicklung: Auch bei den Stromanbietern selbst lauern Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent. Vor allem Kunden sogenannter Discount-Anbieter klagen über einen deutlichen Anstieg ihrer Strompreise nach dem Wegfall ihrer Preisgarantie. Deshalb lohnt sich für Verbraucher in jedem Fall ein jährlicher Stromvergleich mit anschließendem Anbieterwechsel.

Im Prinzip können Kunden den Stromanbieter dabei so oft wechseln, wie sie möchten. Solange die tariflich festgelegten Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen eingehalten werden, steht einem Wechsel nichts im Wege. Dass dieser sich sogar im 12-Monats-Rhythmus lohnt, hat viele gute Gründe:

Der Strompreis

Der Wettbewerb unter den Stromanbietern ist seit der Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 enorm gewachsen. Während viele Versorger die Preise für ihre Bestandskunden jedoch regelmäßig erhöhen, versuchen sie, Neukunden mit niedrigen Erstjahrestarifen und attraktiven Bonussystemen zu locken. Wer auf den Wechselwagen aufspringt, kann so von der neukundenorientierten Energielandschaft in Deutschland profitieren und jährlich mehrere hundert Euro sparen.

Der Neukundenbonus hilft, Stromkosten zu sparen

Wer einen Stromvertrag mit Neukundenbonus abschließt, kann sich über deutliche Kosteneinsparungen freuen: Der Bonus wird in der Regel für das erste Jahr der Vertragslaufzeit gewährt und entweder am Ende des ersten Jahres ausgezahlt oder mit der Jahresabrechnung verrechnet.

Die Auszahlung des Neukundenbonus ist in der Regel an gewisse Bedingungen geknüpft. Zum einen müssen Sie, wie der Name es schon verrät, Neukunde bei dem Stromanbieter sein. Das bedeutet, dass Sie innerhalb der letzten sechs Monate keinen Strom von diesem Versorger oder einer seiner Vertriebsmarken bezogen haben. Zum anderen ist eine Vertragslaufzeit von mindestens 12 Monaten verpflichtend, um vom Neukundenbonus profitieren zu können.

Versteckten Preiserhöhungen begegnen

Für das erste Vertragsjahr bieten viele Stromversorger häufig eine Preisgarantie für ihre Kunden. Diese beinhaltet in der Regel alle Preisbestandteile ausschließlich jeglicher Steuern (MwSt., Stromsteuer) sowie staatlicher Abgaben und Umlagen (z.B. EEG-Umlage oder Konzessionsabgabe). Nach Ablauf des zugesicherten Zeitraums für die Preisgarantie erhöhen Versorger dann den Strompreis. Vor allem bei sogenannten Billigstromanbietern sind so Preiserhöhungen von bis zu 30 Prozent nicht selten.

Bei Preiserhöhungen des Stromanbieters haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Datum der Erhöhung. Der Stromanbieter kann dadurch ohne Frist gekündigt werden, auch wenn die vereinbarte Vertragslaufzeit noch nicht vorbei ist. Das gilt auch dann, wenn die Erhöhung nur die staatlichen Umlagen und Steuern betrifft. Um dieses Sonderkündigungsrecht auszubremsen, verstecken Stromanbieter die Preiserhöhungen jedoch gern und rufen damit nicht selten Verbraucherschützer auf den Plan.

So werden Mitteilungen über die geplante Erhöhung des Strompreises beispielsweise als Werbeschreiben getarnt, das für Kunden nicht erkennen lässt, dass es wichtige Informationen über vertragliche Anpassungen enthält. Gerne wird die Mitteilung über eine Preiserhöhung auch in textlastigen Onlinedokumenten versteckt, bei denen der Anbieter darauf setzt, dass der Kunde sie nicht vollständig lesen wird. Häufig wird die Erhöhung auch ohne die Angabe des bisher gezahlten Strompreises angekündigt: Der tatsächliche Preisanstieg ist so nicht transparent einsehbar. Mit einem regelmäßigen Anbieterwechsel, lassen sich diese Preisfallen umgehen.

Unsere Prüfkriterien für Tarifempfehlungen

Damit Ihnen von uns auch garantiert immer genau der Anbieter vorgeschlagen wird, der sowohl kostengünstig als auch seriös ist, arbeiten wir mit einer Vielzahl strenger Auswahlkriterien: Schließlich sollen Sie mit uns dauerhaft und sicher beim Strompreis sparen können.

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So funktioniert der praktische Wechselservice von Cheapenergy24

Ein Stromvergleich sollte möglichst immer gründlich erfolgen. Schließlich wollen Sie nicht von einem teuren Anbieter zum nächsten wechseln. Wer im 12-Monats-Rhythmus wechseln will, muss sich regelmäßig einer wahren Mammutaufgabe stellen: Im Dschungel der vielen verschiedenen Stromanbieter, Preismodelle und Vertragskonditionen verlieren Verbraucher schnell mal den Überblick.

Dazu kommt, dass viele Vergleichsportale im Internet mit undurchsichtigen Sucheinstellungen arbeiten, die regelmäßig von Verbraucherschützern kritisiert werden: So verzerren miteingerechnete Bonus-Zahlungen häufig den tatsächlichen Strompreis. Oftmals bilden die Vergleichsportale auch weitere wichtige Kriterien wie die Qualität des Kundenservice nicht verlässlich mit ab.

Cheapenergy24 nimmt Ihnen den mühseligen Stromvergleich ab

Der Wechselassistent von Cheapenergy24 erspart Ihnen den oftmals sehr aufwändigen Stromvergleich. Sie müssen sich lediglich einmalig bei uns anmelden und Ihre persönlichen Präferenzen zum bevorzugten Strom hinterlegen. Rechtzeitig vor dem Ablauf der Kündigungsfrist kommen wir auf Sie zu und schlagen Ihnen einen neuen Tarif vor. Alles, was Sie dann noch tun müssen, ist die Tarifempfehlung zu bestätigen. Alles andere übernehmen wir! So geht moderner Stromvergleich.

Schaubild Businessmodell

Anders als bei den bekannten Vergleichsportalen ist für uns nicht nur der günstigste Preis ausschlaggebend, um Ihnen einen neuen Anbieter zu empfehlen, sondern auch Service und Transparenz. Aus diesem Grund prüfen und empfehlen wir Ihnen die Stromversorger anbieterunabhängig. Unser Service kostet Sie dabei nur einen kleinen Teil der durch den Wechsel erreichten Ersparnis. Und: Ab der zweiten Tarifoptimierung mit uns sinkt der Provisionsanteil von 30% auf 25%, die dritte Optimierung berechnen wir sogar nur noch mit 20%. Sparen Sie weniger als 100 Euro im ersten Jahr, ist unser Service sogar komplett kostenlos für Sie.

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Damit Ihnen von uns auch garantiert immer genau der Anbieter vorgeschlagen wird, der sowohl kostengünstig als auch seriös ist, arbeiten wir mit einer Vielzahl strenger Auswahlkriterien: Schließlich sollen Sie mit uns dauerhaft und sicher beim Strompreis sparen können.

Alle Preisbestandteile prüfen

Bevor wir Ihnen einen Stromtarif vorschlagen, nehmen wir alle Preisbestandteile genau unter die Lupe. Die häufig sehr günstigen Tarife im ersten Bezugsjahr verschleiern nämlich nur allzu oft versteckte Kostenfallen. So prüfen wir nicht nur die Verbrauchskosten pro Kilowattstunde, sondern beziehen auch den Grundpreis in die Preiskalkulation mit ein.

So sollte dieser nie mehr als ein Drittel der gesamten Jahreskosten betragen: Sparen Sie im ersten Jahr beim Stromverbrauch, kann Ihnen ein zu hoher Fixkostenanteil die Kostenersparnis schnell empfindlich schmälern. Zudem weisen wir Bonuszahlungen immer gesondert aus, da diese häufig von vielen Voraussetzungen abhängig sind und nur im ersten Vertragsjahr gültig sind.

Seriöse Anbieter

Wir möchten Ihnen ausschließlich seriöse Anbieter empfehlen, deshalb prüfen wir neben dem Preis auch die AGB sowie die allgemeine Kundenzufriedenheit jedes Versorgers genau. Fallen hier Unstimmigkeiten oder viele Beschwerden hinsichtlich des Kundenservice oder Vertragsmanagements auf, schlagen wir einen Stromanbieter nicht vor.

Zudem prüfen wir auch, wie lange ein Anbieter bereits am Strommarkt agiert. Ist ein Versorger noch neu am Markt, liegen in der Regel keine ausreichenden überprüfbaren Informationen über ihn vor, sodass wir keine verlässlichen Hinweise zu Kundenservice und Seriosität machen können.

Keine Pakettarife

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich keine Pakettarife. Diese werben mit einem günstigen Festpreis, der unabhängig von Ihrem tatsächlichen Stromverbrauch ist. Das ist insofern gut, wenn Sie Ihren Jahresverbrauch ganz genau einschätzen können. Bei Mehrverbrauch fallen jedoch sehr hohe Zusatzkosten durch hohe Mehrverbrauchsarbeitspreise an, die für den Verbrauch oberhalb des abgeschlossenen Pakets gültig sind. Reduzieren Sie jedoch Ihren Stromverbrauch, können Pakettarife nicht flexibel darauf reagieren: Für Sie entstehen trotz Minderverbrauchs Mehrkosten durch die fixen Paketpreise.

Keine Vorauskasse

Gibt ein Stromversorger an, dass Stromrechnungen nur über Vorauskasse bezahlt werden können, empfehlen wir ihn nicht weiter. Das Risiko des Modells „Zuerst zahlen, dann liefern“ ist in der Regel für Verbraucher viel zu hoch: Zum einen muss darauf gebaut werden, dass der Versorger den Strom auch tatsächlich liefert, zum anderen müssen Ersparnisse im Nachhinein mitunter mühselig zurückerstritten werden.

Monatliche Abschlagszahlungen

Aus diesem Grund bevorzugen wir deutlich die Empfehlung von Tarifen mit monatlicher Abschlagszahlung. Für Kunden ist so vor allem die finanzielle Belastung viel besser planbar. Außerdem minimieren monatliche Zahlungen das Risiko, bei einer Insolvenz des Anbieters finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen.

Flexible Vertragslaufzeiten und kurze Kündigungsfristen

Da sowohl der individuelle Stromverbrauch von Jahr zu Jahr schwanken kann, als auch der Strompreis selbst, ist ein Anbieterwechsel im 12-Monats-Rhythmus empfehlenswert. Damit das unseren Kunden auch möglich ist, schlagen wir grundsätzlich nur Tarifmodelle mit einer maximalen Vertragslaufzeit von 12 Monaten vor, damit sie flexibel auf Veränderungen am Strommarkt reagieren können.

Außerdem empfehlen wir nur Anbieter, bei denen die Kündigungsfrist nicht länger als 6 Wochen beträgt. Verbraucher haben so die Gelegenheit, auch kurzfristig flexibel wechseln zu können.

Preisgarantie

Viele Anbieter locken Verbraucher im ersten Bezugsjahr mit attraktiven Neukundenangeboten. Diese sollten jedoch nicht von versteckten Preiserhöhungen „gefressen“ werden. Aus diesem Grund schlagen wir Ihnen nur Tarife mit einer Preisgarantie vor: Diese schütz vor Preiserhöhungen während des Laufzeit.

Echte Ökotarife

Wir wollen mit unserer Arbeit nach Kräften einen Beitrag zur Energiewende leisten. Deshalb liegt uns die Empfehlung von Ökotarifen natürlich besonders am Herzen. Doch nicht alle Ökotarife sind auch echte Nachhaltigkeitshelden: Vielfach sind die als ökologisch beworbenen Tarife nur „grüne“ Aushängeschilder von konservativen Stromerzeugern.

Deshalb schauen wir bei Ökotarifen ganz genau hin und empfehlen Ihnen nur die, die auch wirklich öko sind. Auf Wunsch empfehlen wir Ihnen natürlich aber auch vorbehaltlos Tarife von nicht-ökologischen Versorgern, sofern Sie unsere übrigen Kriterien erfüllen.

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Worauf Sie beim Stromvergleich achten sollten

Wer dauerhaft sparen möchte, wechselt den Anbieter in aller Regel jährlich, sofern es die Vertragslaufzeiten zulassen. Doch bevor ein neuer Versorger ausgewählt werden kann, müssen Verbrauchspreise und Vertragskonditionen verschiedener Anbieter in einem Stromvergleich gegenübergestellt werden.

Am einfachsten gelingt der Stromvergleich und der anschließende Wechsel in einem günstigeren Tarif mit einem Wechselassistenten, wie ihn Cheapenergy24 bietet. Hier hinterlegen Sie lediglich einmalig Ihre Präferenzen zum Stromanbieter, den aufwändigen Vergleich übernimmt der Wechselassistent für Sie. Nach der Bestätigung des vorgeschlagenen Tarifs müssen Sie nichts mehr tun: Der Wechsel erfolgt automatisch.

Einen Strompreisvergleich können Sie jedoch auch über die bekannten Vergleichsportale durchführen. Diese bieten dazu eine Vorauswahl an Tarifen, die direkt über die Portalseite anwählbar sind. Hier muss sich der Verbraucher jedoch häufig selbst um den Wechsel kümmern. Außerdem sind bei vielen Vergleichsservices nicht immer alle Informationen zum Anbieter transparent einsehbar.

Vorsicht beim Stromvergleich über Vergleichsportale

Der Stromvergleich auf Vergleichsportalen gestaltet sich augenscheinlich zunächst sehr einfach: Verbraucher müssen lediglich ihre Postleitzahl und den aktuellen oder einen geschätzten Stromverbrauch eingeben und bekommen anschließend mehrere Tarife zur Auswahl angezeigt. Doch hier sollten Verbraucher in jedem Fall genau hinschauen:

Meist arbeiten Vergleichsportale mit vordefinierten Einstellungen, die von Verbraucherschützern häufig kritisiert werden. Neben einer möglichst exakten, manuellen Auswahl der Tarif-Filter wie Stromverbrauch, Vertragslaufzeit, Bonuskonditionen, Stromquelle und Preisgarantie, spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle für die Wahl eines geeigneten Stromanbieters.

Die Preisgarantie

Beim Preisvergleich der Stromtarife gilt grundsätzlich, dass alle Tarifmodelle miteinander verglichen werden sollten. Dazu gehören Tarife mit und ohne Grundgebühr, Tarife mit und ohne Bonus sowie sonstige Vertragskonditionen, die auf den Preis Einfluss nehmen können. Entscheidend ist immer der Gesamtpreis am Ende eines Jahres, der sich aus der Mischung der angebotenen Preisparameter ergibt.

Böse Überraschungen lassen sich am ehesten vermeiden, wenn Sie auf die Preisgarantie achten. Diese sollte die gesamte Vertragslaufzeit absichern, mindestens jedoch die ersten 12 Monate. Die Preisgarantie verspricht, je nach Vertragskondition, die Preisstabilität des angegebenen Strompreises. In den meisten Fällen werden jedoch nicht alle Preisbestandteile garantiert. Die staatlichen Umlagen und Abgaben sind in der Regel von der Garantie ausgeschlossen und können im Laufe der Vertragszeit zu empfindlichen Preissteigerungen führen.

Energiepreisgarantie

Besonders schlecht ist die Verlässlichkeit der Preisgarantie bei der Energiepreisgarantie. Darum wissen auch Versorger, weshalb diese Art der Garantie eher selten Bestandteil von Versorgungsverträgen ist. Das Modell sichert lediglich eine Preisstabilität für die Kosten der Stromerzeugung zu. Das sind in der Regel weniger als 20% des gesamten Strompreises.

Die eingeschränkte Preisgarantie

Diese Form der Preisgarantie ist am häufigsten Bestandteil von Stromlieferungsverträgen. Auch hier ist jedoch nur ein kleiner Teil des Strompreises garantiert, nämlich die Kosten der Stromerzeugung sowie die Netzentgelte. Mehrwert- und Stromsteuer sowie die EEG-Umlage und Konzessionsabgaben sind nicht von der Preisgarantie abgedeckt. Steuern, Abgaben und Umlagen hatten im Jahr 2017 bereits einen Anteil von über 50% am Strompreis. Entscheiden sich Verbraucher für einen Tarif mit eingeschränkter Preisgarantie, ist also weniger als die Hälfte des angegebenen Preises abgesichert.

Nettopreisgarantie

Die Nettopreisgarantie sichert, wie der Name schon verrät, den Nettopreis des Stroms während der Vertragslaufzeit zu: In der Garantie sind also alle Kosten bis auf die Mehrwertsteuer (19%) und die Stromsteuer (7%) abgesichert. Da diese Preisgarantie für viele Versorger mit einem gewissen Kostenrisiko verbunden ist, ist die Nettopreisgarantie nur selten Bestandteil von Stromversorgungsverträgen.

Uneingeschränkte Preisgarantie

Nur wenn im Vertrag eine uneingeschränkte Preisgarantie angegeben wird, sind alle Preisbestandteile gegen Preiserhöhungen abgesichert und der angegebene Strompreis garantiert. Eine Preiserhöhung für den Verbraucher ist für den zugesicherten Zeitraum also ausgeschlossen. Für den Fall, dass während der Vertragslaufzeit Steuern, Abgaben oder Umlagen steigen, ist jedoch das Kostenrisiko für den Versorger sehr hoch. Aus diesem Grund geben die Stromlieferanten nur in Ausnahmefällen eine uneingeschränkte Preisgarantie.

Stromtarife ohne Grundgebühr

In vielen Vergleichsportalen werden Verbraucher mit Tarifen ohne Grundgebühr gelockt. Diese werben damit, dass der Strompreis bei ihnen besonders günstig sei, weil die fixe Grundgebühr entfällt und lediglich der Arbeitspreis, also der tatsächlich verbrauchte Strom, berechnet wird. Das kann für Verbraucher, die tendenziell eher wenig Strom verbrauchen, ein attraktives Angebot sein. Doch auch hier lohnt sich genaues Hinsehen:

Entfällt der Grundpreis, müssen Stromversorger ihre Fixkosten anderweitig decken. Das geschieht bei Tarifen ohne Grundgebühr häufig über einen höheren Arbeitspreis als bei anderen Anbietern. Vielverbraucher zahlen so mitunter sogar drauf. Hinzu kommt, dass bei Tarifen ohne Grundgebühr eine Mindestabnahmemenge garantiert werden muss. So kann der scheinbar preiswerte Tarif auch für sparsame Verbraucher zur Kostenfalle werden.

Wann der Tarif ohne Grundgebühr also wirklich beim Sparen hilft, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Entspricht Ihr regulärer Stromverbrauch in etwa der Mindestabnahmemenge, können Sie mit einem solchen Tarifmodell tatsächlich sparen, wenn der Arbeitspreis nicht deutlich höher ist als bei anderen Anbietern. Verbrauchen Sie weniger oder deutlich mehr, bringt Ihnen die eingesparte Grundgebühr mitunter nichts bzw. führt der höhere Arbeitspreis zu Mehrkosten.

Stromtarif mit Bonus

Die meisten Vergleichsportale berücksichtigen beim Stromvergleich auch den Neukundenbonus oder Sofortbonus im Preisranking. Dieser liegt je nach Anbieter, Tarif und Stromverbrauch zwischen 100 und 300 Euro. Dadurch landen auf den ersten Plätzen Tarife, die im ersten Jahr besonders günstig erscheinen. Ob und inwiefern die versprochenen Boni im Gesamtergebnis tatsächlich zu einem günstigen Gesamtstrompreis beitragen, ist dabei aber von den verschiedenen Berechnungsmodellen der Stromversorger abhängig.

Wichtig ist es, den Unterschied zwischen Neukundenbonus und Sofortbonus zu kennen: Während der Sofortbonus in der Regel einige Wochen nach Lieferbeginn ausbezahlt wird, kommen Verbraucher häufig erst nach Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit in den Genuss des Neukundenbonus. Oftmals versuchen Stromanbieter, Kunden mit einer Mischung aus beiden Bonusarten zu einem Vertragsabschluss zu bewegen.

Der Neukundenbonus ist ein fester Betrag: Der Bonus wird mit einem festen Betrag garantiert und ist vom tatsächlichen Stromverbrauch unabhängig.

Der Neukundenbonus ist variabel: Die Höhe der Bonuszahlung ist vom Verbrauch abhängig. Je höher der Stromverbrauch im Jahr ist, desto höher fällt auch die Bonuszahlung aus. Das Angebot lohnt sich für Kunden, die tendenziell viel Strom verbrauchen. Hier sollte jedoch im Vorfeld errechnet werden, ab welcher Verbrauchsmenge der Neukundenbonus tatsächlich ein Vorteil ist.

Der Neukundenbonus ist abhängig von der Jahresrechnung: Bei diesem Bonusmodell wird dem Kunden ein prozentualer Rabatt auf die Jahresrechnung gewährt, also auch erst am Ende des Jahres verrechnet. Der Prozentsatz liegt in der Regel zwischen 10 und 25%.

Wer ist bonusberechtigt?

Bezugsberechtigt für den Bonus sind, wie der Name es schon sagt, nur Neukunden, d.h. Kunden, die in den vergangenen 6 Monaten nicht vom selben Anbieter für den jeweiligen Zähler beliefert wurden. Das gilt auch für dazugehörige Marken des gleichen Anbieters. Und hier wird es kompliziert: Da viele Stromversorger mittlerweile mindestens eine Zweitmarke betreiben, ist für Verbraucher häufig nicht klar, ob sie wirklich zu einem neuen Anbieter wechseln und damit berechtigt sind, den Neukundenbonus zu erhalten.

Wechselt beispielsweise ein Verbraucher von Meisterstrom zu IdealEnergie, kommt er nicht in den Genuss eines Neukundenbonus, weil beide Marken zum Anbieter 365 AG gehören. Häufig fällt das aber erst auf, wenn am Ende der Vertragslaufzeit der erhoffte Bonus ausbleibt.

Um bonusberechtigt zu bleiben, ist es außerdem wichtig, nicht vor Ablauf der Erstvertragslaufzeit zu kündigen. Neukunden sollten also immer zum Ende der vereinbarten Laufzeit kündigen, um in den Genuss des Neukundenbonus zu kommen.

Stromtarif mit Prämien

Stromanbieter werben nicht nur gern mit Boni für ihre Tarife, sondern in letzter Zeit auch mit Sachprämien. Bei den angebotenen Prämien handelt es sich meist um technische Geräte oder praktische Haushaltshelfer wie Waschmaschinen, Smartphones, Rasenmäher, Staubsauger oder Spielkonsolen. Auch Einkaufsgutscheine für bekannte Onlineshops oder Zeitschriften-Abos sollen Kunden zum Abschluss eines Stromvertrags überreden.

Ganz nach dem Motto „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ lohnen sich die Tarife mit Prämie aber nur in wenigen Fällen. Denn was auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen wirkt, kann sich auch schnell als Kostenfalle entpuppen. Wie die Zentrale für Verbraucherschutz ermittelte, gewinnen viele Kunden den Eindruck, bei der Prämie handle es sich um ein Geschenk. Bei genauer Betrachtung ist dem jedoch meist nicht so, denn der Stromtarif mit Prämie ist im Vergleich zu anderen Angeboten oftmals deutlich teurer.

Ungünstige Vertragskonditionen und minderwertige Prämien

Ob sich der Stromtarif am Ende für den Verbraucher als vorteilhaft herausstellt, hängt vor allem von den übrigen Konditionen des Vertrags ab. Und die sind in aller Regel eher schlecht: Häufig liegt nicht nur der Strompreis deutlich über dem anderer Tarife ohne Prämie. Bei vielen Verträgen mit Sachprämie ist eine Mindestvertragslaufzeit von mitunter 2 Jahren Voraussetzung. Das fesselt den Verbraucher an einen unflexiblen Vertrag, der einen frühzeitigen Wechsel in einen günstigeren Tarif verhindert.

Hinzu kommt, dass der angegebene Sachwert der Prämien oftmals nicht der Realität entspricht. Statt sich also die versprochene Prämie für einen deutlich geringeren Betrag selbst zu kaufen, werden Kunden mit unrealistischen Wertversprechen in einen teuren Stromvertrag gelockt. Wer sich für einen Prämientarif entscheidet, sollte deshalb vorher die Angebote vergleichen und auch den Wert der Prämie überprüfen. Generell sind Angebote mit Neukundenbonus zu bevorzugen.

Seriosität und Verbraucherfreundlich-keit

Ein Stromtarif ist nicht per se nur deshalb vorteilhaft, weil er mit besonders günstigen Preisen lockt. Schneidet der Versorger nämlich bei Kundenservice, Vertragsgestaltung oder Transparenz schlecht ab, kann der vermeintlich unschlagbar günstige Tarif schnell zu einem langwierigen Ärgernis werden. Um die schwarzen Schafe unter den Stromanbietern zu vermeiden, sollte man die Seriosität des Anbieters also direkt beim Stromvergleich unter die Lupe nehmen.

Hinweise dazu, wie seriös ein Anbieter ist, zeigen Kundenbewertungen auf Portalen wie Stiftung Warentest oder Reclabox. Hier lässt sich schnell ein Überblick zur Qualität und Seriosität des Stromanbieters gewinnen. Je mehr positive Bewertungen es zur Kundenfreundlichkeit, Erreichbarkeit und AGB gibt, desto eher können Verbraucher davon ausgehen, es mit einem seriösen Stromanbieter zu tun zu haben.

Woran erkennt man unseriöse Stromanbieter?

Auch wenn die Bewertungen anderer Kunden auf überwiegend subjektiven Erfahrungen mit dem jeweiligen Stromanbieter beruhen, gibt es dennoch verlässliche Parameter, an denen Verbraucher erkennen, dass sie es mit einem unseriösen bzw. verbraucherunfreundlichen Stromanbieter zu tun haben.

Am deutlichsten ist das an der Gestaltung der Vertragskonditionen zu erkennen. Seriöse Stromversorger bieten weder Tarife mit Vorauskasse an noch locken sie mit günstigen Pakettarifen. In beiden Fällen geht der Verbraucher ein hohes Kostenrisiko ein: Diese Vertragskonditionen erlauben es nicht, flexibel auf Schwankungen im Stromverbrauch einzugehen, noch bieten sie dem Verbraucher Schutz bei einer Anbieterinsolvenz.

Auch lange Vertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen deuten eher auf einen wenig verbraucherfreundlichen Anbieter hin. Grundsätzlich gilt für beides: Je kürzer, desto besser. So sollten Vertragslaufzeiten von mehr als 12 Monaten generell vermieden werden, da eine flexible Reaktion auf Preisänderungen nicht möglich ist. Auch die Kündigungsfrist sollte nicht länger als einen Monat betragen.

Besonders hellhörig sollten Verbraucher werden, wenn es gehäufte Beschwerden über intransparente Preiserhöhungen gibt. Weil Kunden bei Preissteigerungen ein Sonderkündigungsrecht zusteht, verstecken Anbieter diese gern in textlastigen Werbeschreiben oder machen sie anderweitig uneindeutig. Seriöse Anbieter teilen Preisänderungen hingegen offen und rechtzeitig mit.

Top 5 der Gasanbieter mit den meisten Beschwerden und Nennung der häufigsten Probleme

Kundenbewertungen auf Vergleichsportalen mit Vorsicht genießen

Viele Vergleichsportale wissen bereits darum, dass der Strompreis allein nicht ausschlaggebend ist, um einen Anbieter empfehlen zu können. Deshalb bilden sie ebenfalls Kundenbewertungen mit ab, diese sind jedoch häufig verzerrt. Die Kunden werden meist zu Vertragsbeginn zu einer Bewertung ihres Stromanbieters aufgefordert, ohne jedoch genug Erfahrung mit dem Dienstleister gesammelt zu haben. Wer solche Bewertungen einmal genauer unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass oftmals vier oder sogar fünf Sterne mit dem Hinweis vergeben wurden, dass man den Versorger noch nicht richtig beurteilen könne.

Vorsicht ist auch dann geboten, wenn der Anbieter erst seit kurzer Zeit am Strommarkt agiert, denn dann sind wenig bis gar keine aussagekräftigen Informationen zu Kundenservice, Vertragsgestaltung oder Preisanpassungen zu finden.

Regional und nachhaltig

Die Regionalität bzw. nachhaltige Erzeugung von Produkten wie Lebensmittel oder Kleidung erfreut sich bei immer mehr Verbrauchern großer Beliebtheit. Nicht selten werben die Versorger deshalb mit regional erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien.

Dieser ist nicht nur umweltfreundlich, sondern unterstützt auch die jeweilige Region: Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort, unterstützen viele Anbieter nicht selten auch soziale Initiativen in der Region. Dafür nehmen Verbraucher auch einen etwas höheren Strompreis in Kauf. Damit Kunden aber nicht Stromanbietern auf den Leim gehen, die sich nur mit einem guten Zweck tarnen, sollte beim Stromvergleich auf zertifizierte Siegel geachtet werden, die die Nachhaltigkeit und Regionalität des Anbieters zweifelsfrei belegen.

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Den richtigen Stromanbieter finden

Haben Sie noch nie den Stromanbieter gewechselt bzw. nach einem Umzug noch keine Zeit für einen ausführlichen Stromvergleich und Anbieterwechsel gefunden, werden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach über die Grundversorgung mit Strom beliefert. Diese garantiert in Deutschland die unterbrechungsfreie Stromversorgung durch den örtlichen Grundanbieter.

Der springt übrigens auch bei Wechselverzögerungen und Problemen mit dem Stromanbieter ein – ein Vertragsabschluss ist dafür nicht notwendig. Vergleicht man alle verfügbaren Tarife wird allerdings deutlich, dass die Grundversorgung in der Regel oftmals hunderte Euro teurer ist. Deshalb sollten Verbraucher, die sich in der Grundversorgung befinden, so schnell wie möglich zu einem neuen Anbieter wechseln.

Spätestens seit der Liberalisierung des Strommarkts können Verbraucher jedoch zwischen unzähligen Stromanbietern und hunderten verschiedenen Tarifmodellen wählen. Die Stromversorgung selbst steht jedoch in jedem deutschen Haushalt in der gleichen Qualität zur Verfügung – unabhängig davon, welcher Anbieter den Strom zu welchem Preis liefert. Bei der Suche nach dem richtigen Stromanbieter sollte dennoch nicht nur der Preis die wichtigste Rolle spielen. Für viele Verbraucher ist auch wichtig, wie der Strom erzeugt wird und ob der Anbieter seriös und kundenfreundlich am Markt agiert.

Die Art der Stromgewinnung ist für viele Kunden ein wichtiges Entscheidungskriterium

Der Strom, mit dem Haushalte in Deutschland versorgt werden, kann auf drei verschiedene Arten hergestellt werden:

  • durch fossile Brennstoffe wie Erdgas, Erdöl und Kohle
  • durch Kernenergie (Atomstrom)
  • mittels erneuerbarer Energien wie Solar-, Wind- und Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie (Ökostrom)

Die Anbieter konventionell erzeugten Stroms stellen dabei häufig einen Strommix aus fossilen Brennstoffen und Kernenergie bereit. Von allen Erzeugungsarten wird jedoch Ökostrom immer stärker nachgefragt, denn viele Verbraucher wollen nicht länger Strom aus der emissionsintensiven Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen beziehen.

Und obwohl Atomstrom von den Erzeugern nach wie vor als sauberer Strom beworben wird, sind die Verbraucher auch hier skeptisch geworden: Grund dafür sind intransparente Auskünfte über die Sicherheit der Kraftwerke und vor allem das nach wie vor ungelöste Problem der jahrhundertelangen sicheren Einlagerung von radioaktivem Abfall.

Unabhängig davon, für welche Art der Stromerzeugung sich Verbraucher entscheiden, wird der Strom im Anschluss in ein einheitliches Stromnetz eingespeist und steht den Haushalten in gleicher Versorgungsqualität zur Verfügung.

Beim Stromvergleich unseriöse Stromanbieter erkennen und meiden

Die meisten Stromanbieter agieren seriös und kundenfreundlich. Nichtsdestotrotz haben sich ein paar schwarze Schafe in die Energielandschaft geschlichen und bereiten ihren Kunden Kopfschmerzen. Dabei ist zu beobachten, dass immer wieder dieselben Anbieter bzw. Ihre Tochterfirmen und Zweitmarken für Unmut bei den Verbrauchern sorgen.

Doch wie lassen sich unseriöse Anbieter zweifelsfrei erkennen? Zum einen können Bewertungsplattformen und auch Verbraucherverbände einen Einblick geben, ob Stromversorger seriös agieren. Häufen sich hier die Beschwerden über hinausgezögerte oder verweigerte Bonuszahlungen, intransparente Preissteigerungen oder steht der Kundenservice in der Kritik, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handelt.

Tabelle zu den Top 6 Stromanbietern mit den meisten Beschwerden

Wie die Übersicht zeigt, ist dabei das am häufigsten auftretende Problem eine verspätete oder eine ausbleibende Auszahlung von Guthaben oder Bonuszahlungen. Betroffene Kunden haben so über die Erstjahreslaufzeit einen Strompreis gezahlt, der sich erst mit der Auszahlung des Bonus gerechnet hätte. Durch den Wegfall des Bonus wird der ursprünglich vermeintlich günstige Tarif sehr teuer.

Darüber hinaus kommunizieren unseriöse Stromanbieter ihre Preiserhöhungen sehr undurchsichtig, beispielsweise mittels zweiseitigen Fließtexten oder sehr werblich gehaltenen Darstellungen. Dadurch bemerken Kunden die Preiserhöhungen nicht gleich und machen nicht oder verspätet von ihrem Recht auf eine Sonderkündigung bei Preiserhöhungen Gebrauch: Ist die Frist zum Widerspruch verstrichen, hat der Kunde die Preiserhöhung bereits stillschweigend akzeptiert.

Die Vertragsbedingungen des Anbieters unter die Lupe nehmen

Checkliste, um seriöse Anbieter zu erkennenNeben der Recherche auf Bewertungsportalen können auch die vertraglichen Rahmenbedingungen wie Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie Aufschluss darüber geben, inwiefern ein Anbieter als seriös einzustufen ist.

Anbieter, die ihre Stromlieferungsverträge mit einer Mindestlaufzeit von mehr als 12 Monaten abschließen, gelten allgemein als wenig seriös. Kommen noch lange Kündigungsfristen für den Kunden hinzu, muss von einem unseriösen Tarifmodell ausgegangen werden: Kunden können nicht flexibel zu günstigeren Anbietern wechseln und sind für lange Zeit an einen im Vergleich zu anderen Anbietern teuren Tarif gebunden.

Ein weiteres Augenmerk sollte beim Stromvergleich auf die gegebene Preisgarantie gelegt werden. Diese sichert über den gesamten Vertragszeitraum, mindestens aber für die ersten 12 Monate, eine weitestgehende Stabilität des Strompreises zu. Je nach Vertragskondition kann der Umfang dieser Garantie jedoch variieren. Im mindesten Fall sollte ein Anbieter aber die Kosten für die Stromerzeugung und die Netzentgelte garantieren.

Welche Anbieter gehören zusammen und wie schneiden sie im Vergleich ab?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Strom von einem der großen Stromanbieter wie E.ON, RWE oder 365 AG kommt, ist gar nicht so gering – auch wenn laut Vertragsunterlagen Ihr Strom doch eigentlich von immergrün! oder SorglosStrom geliefert wird. Obwohl es mehr als 1000 Stromanbieter in Deutschland gibt, werden dennoch nach wie vor große Strommengen von den Stromriesen RWE, Vattenfall, E.ON und EnBW geliefert. Immerhin verwalten sie noch 73% der Kapazitäten zur konventionellen Stromerzeugung.

Warum das für Stromkunden oftmals unklar ist und auch beim Stromvergleich zunächst nicht auffällt, liegt nicht nur an der schieren Masse der verschiedenen Anbieter: Viele der großen Stromkonzerne vertreiben ihren Strom über Tochterfirmen oder über mindestens eine oder mehrere Zweitmarken. Mit der Preisdifferenzierung über die Zweitmarke werden Kunden zu einem günstigeren Tarif gebunden und in dem Glauben gelassen, den Strom von einem kleinen Anbieter zu beziehen.

Übersicht verschiedener Stromanbieter Marken wie Stromio oder Entega

Außerdem nutzen in die öffentliche Kritik geratene Konzerne ihre Tochterfirmen oftmals dazu, das angeschlagene Image aufzuwerten. So werben zu einem Konzern gehörende Tochterunternehmen mit 100% Ökostrom, während das Mutterunternehmen jedoch hauptsächlich mit einem Strommix aus Atom- und Kohlekraft am Markt agiert. Verbraucher, die einen kompromisslos echten Ökostrom beziehen und bezahlen möchten, sollten deshalb beim Stromvergleich genau hinschauen.

Auch hinsichtlich des Neukundenbonus laufen Verbraucher häufig in die Stolperfalle „Zweitmarke“. Ein Neukundenbonus wird nämlich nur dann gezahlt, wenn in den vergangenen 12 Monaten vor Vertragsabschluss kein Strom vom selben Anbieter bezogen wurde. Wechseln Kunden zwischen zwei unternehmenseigenen Marken, entfällt der Bonus. Der Tarif erweist sich so im Nachhinein als wesentlich teurer.

Ist Ökostrom gleich Ökostrom?

Die Nachfrage nach Stromanbietern mit Ökostrom wächst stetig. Waren es 2010 noch 650 verschiedene Anbieter mit einem Ökostromtarif im Angebot, sind es mittlerweile schon über 900. Derzeit haben rund sechs Millionen Privat- und Gewerbekunden einen Ökostromtarif in Deutschland, Tendenz steigend. Mit der Ausweitung des Marktes werden so auch die Preise für Ökostromtarife immer attraktiver.

Doch nicht überall, wo Öko draufsteht ist auch Öko drin. Das mag auch daran liegen, dass es noch keine einheitlichen Qualitätskontrollen für Ökostromtarife gibt. Ein Großteil der Stromanbieter mit Ökostromtarifen sind so oftmals keine reinen Anbieter ökologisch erzeugten Stroms. Häufig bietet ein Versorger gleichzeitig Tarife an, die Strom aus konservativer Herstellung mit fossilen Energieträgern oder Atomenergie liefern. Der Ökostromtarif verleiht hier nur mehr oder weniger ein grünes Label, mit dem ein umweltbewusstes Angebot suggeriert werden soll.

Doch auch, wenn der Stromanbieter zu 100% ökologisch ist, muss weiterhin im Stromvergleich geprüft werden, ob er nicht eine Tochtergesellschaft eines großen Energiekonzerns ist. Während die Tochtergesellschaft Strom aus ökologischer Erzeugung bietet, tut das der Mutterkonzern in aller Regel nicht: Der Verbraucher zahlt so weiterhin für konventionell erzeugten Strom. Nicht umsonst werden solche Unternehmensstrukturen immer wieder von Verbraucherverbänden kritisiert.

Zu den verlässlich unabhängigen Ökostromanbietern gehören

  • Naturstrom
  • Lichtblick
  • Greenpeace Energy
  • Polarstern
  • Elektrizitätswerke Schönau

Diese komplett eigenständigen Unternehmen bieten ausschließlich 100 % Ökostrom an. Die Tarife sind hier jedoch teurer im Vergleich zu anderen Anbietern. Diese kann sich nicht jeder umweltbewusste Verbraucher leisten.

Ökostromzertifikate und -siegel helfen dabei, den richtigen Anbieter zu finden

Um im Dschungel der Tarifangebote trotzdem einen günstigen und echten Ökotarif zu finden, sollten Verbraucher beim Stromvergleich auf Ökostromzertifikate und -gütesiegel achten. Die Zertifikate und Siegel zeigen dabei den Ursprung des Stroms und die Zusammensetzung der jeweiligen Energiequellen an.

Zusätzlich geben sie Auskunft über die Qualität des Tarifs: So muss ein Teil der Einnahmen in Projekte zum Ausbau regenerativer Energien investiert werden. Die Siegel und Zertifikate sollen somit nicht nur einen gewissen Standard auszeichnen, sondern auch dem Qualitätsvergleich verschiedener Anbieter und Tarife dienen. Dennoch lohnt es sich immer, nicht nur die Siegel als Auswahlkriterium im Stromvergleich zu nutzen, sondern auch das Unternehmen selbst unter die Lupe zu nehmen.

Ökostrom-Siegel „Grüner Strom“

Cheapenergy24 ökostrom Siegel Grüner Strom SmallHinter dem ältesten deutschen Grünstrom-Label „Grüner Strom“ stehen eine Vielzahl bekannter Umweltverbände, wie z.B. der BUND oder EUROSOLAR. Um Tarife mit diesem Label auszeichnen zu dürfen, muss neben 100% Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen auch ein Fixbetrag pro verkaufter Kilowattstunde in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden.

Weitere Kriterien sind unter anderem, dass der Tarif keine Mindestabnahmemenge verlangt und ohne Vorauskasse abrechnet. Das Siegel „Grüner Strom“ wird außerdem nicht an Versorger verliehen, die entweder direkt oder als Konzerntochter an Atom- oder Braunkohlekraftwerken beteiligt sind.

Ökostrom-Siegel „TÜV Nord: Geprüfter Ökostrom“

Ökostrom Siegel TÜV NordDas Siegel „Geprüfter Ökostrom“ des TÜV Nord setzt wie alle anderen Siegel auch eine hundertprozentige Versorgung mit Ökostrom voraus. Daneben muss mindestens ein Drittel des Stroms aus EE-Anlagen kommen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Alternativ kann der Versorger auch einen Fixbetrag (pro kWh) zur Förderung der erneuerbaren Energien zahlen.

Ökostrom-Siegel „TÜV Süd: EE01 und EE02“

Ökostrom Siegel TÜV SüdDie Ökostrom-Siegel des TÜV Süd (Sitz in München) „EE01“ und „EE02“ setzen beide eine hundertprozentige Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien voraus, wobei mindestens 30% der Liefermenge aus neuen Kraftwerken stammen müssen (Inbetriebnahme nicht vor 2010).

Daneben müssen für das Siegel „EE02“ auch alle Preisaufschläge mindestens zu 75% zur Förderung von erneuerbaren Energiequellen genutzt werden und Versorger müssen zeitgleich genauso viel Ökostrom produzieren, wie sie verkaufen.

Ökostrom-Siegel „ok-power“

Ökostrom Siegel OK PowerSeit 2016 wurden mit dem Label „ok-power“ des Vereins Energievision e.V. 100 geprüfte Ökostromprodukte für ca. 1,7 Millionen Haushalte in Deutschland zertifiziert. Dabei hat das Label „ok power“ ähnliche Vorgaben zu erfüllen wie das Siegel „Grüner Strom“. Dazu gehören neben transparenten Vertragsbedingungen die hundertprozentige Versorgung mit Ökostrom und die Unabhängigkeit von Konzernen mit konventioneller Stromerzeugung.

Ökostrom-Siegel „EKOenergie“

Ökostrom Siegel Ekoenergie„EKOenergie“ ist ein europäisches Ökostrom-Siegel hinter dem über 40 verschiedene Umweltschutzorganisationen und Forschungsinstitute aus verschiedenen Ländern stehen. Das Siegel bescheinigt, dass der Ökostrom nur aus naturverträglichen Anlagen stammt.

Dafür müssen alle Kraftwerke, die Strom für Tarife mit einem „EKOenergie“-Siegel liefern und Neubauten, die in Natur- oder Vogelschutzgebieten oder in UNESCO-Welterbe-Stätten liegen, einzeln überprüft und genehmigt werden. Wasserwerksbetreiber müssen außerdem nachweisen, dass sie die natürlichen Lebensräume der Tiere und das Wasserökosystem wiederherstellen.

Außerdem müssen Anbieter mit diesem Siegel einen Fixbetrag (pro kWh) in den Ausbau und die Förderung erneuerbare Energiequellen investieren und ihre Kunden über die Herkunft und die Produktionsweise des Stroms informieren.

Ökostrom-Siegel (für Anbieter) „TÜV Süd: EWU“

Ökostrom Siegel TÜV Süd EWUDas Anbieterlabel „Energiewendeunternehmen“ des TÜV Süd zeichnet keine einzelnen Grünstrom-Produkte, sondern Unternehmen aus, die bereits heute den Erfordernissen der Energiewende in besonderem Maße gerecht werden.

Um dieses Siegel zu erhalten, müssen alle angebotenen Ökostromtarife des Unternehmens bereits ein Qualitätslabel tragen, der Energieanteil aus erneuerbaren Energiequellen muss um ein Drittel höher ausfallen als der nationale Durchschnitt und das Unternehmen darf keinen Atomstrom vertreiben. Sollte das Unternehmen selbst Strom produzieren, muss der Ökostromanteil bei mehr als 80% liegen und der Eigenstrombedarf des Unternehmens muss mit mindestens 75% Ökostrom abgedeckt werden.

So läuft der Anbieterwechsel nach dem Stromvergleich ab

Wer nach einem Stromvergleich den für sich passenden neuen Anbieter gefunden hat, kann nun alles Notwendige für den Anbieterwechsel in die Wege leiten. Laut der Bundesnetzagentur sollte der gesamte Wechselprozess dazu nicht mehr als 3 Wochen in Anspruch nehmen. Damit dieser so reibungslos wie möglich ablaufen kann, sind einige Vorbereitungen zu treffen, die wir im Folgenden näher erläutern.

1. Beim alten Anbieter kündigen

Bevor der Wechsel vorgenommen werden kann, müssen Sie zunächst den Vertrag bei Ihrem alten Stromanbieter kündigen. Dazu ist es in der Regel nur nötig, einen Versorgungsvertrag beim neuen Anbieter zu schließen: Dieser erhält mit Vertragsabschluss die Berechtigung dazu, Ihrem alten Anbieter zu kündigen. Unter bestimmten Umständen ist es jedoch vorteilhafter, wenn Sie selbst bei Ihrem alten Anbieter kündigen:

  • wenn die vereinbarten Kündigungsfristen sehr kurz sind und dadurch die Gefahr besteht, dass der neue Anbieter die Kündigung nicht rechtzeitig einreichen kann,
  • wenn die Vertragslaufzeiten bei Ihrem alten Anbieter sehr lang, die Kündigungsfristen jedoch sehr kurz sind,
  • wenn der Anbieter eine Preiserhöhung mitteilt und ein Anspruch auf ein Sonderkündigungsrecht besteht.

Sollten Sie selbständig eine Kündigung bei Ihrem alten Versorger vorgenommen haben, ist es wichtig, dass Sie Ihren neuen Anbieter darüber informieren.

Kündigung im Grundversorgungstarif

Wenn Sie Ihren Strom bisher vom örtlichen Grundversorger bezogen haben, sind Sie nicht an vertragliche Mindestlaufzeiten gebunden. Hier ist es möglich, den Stromvertrag jederzeit mit einer Frist von 14 Tagen zu kündigen. Deshalb ist es hier völlig ausreichend, einfach einen neuen Versorgervertrag mit einem neuen Anbieter abzuschließen; dieser übernimmt dann automatisch die Kündigung beim Grundversorger für Sie, sodass ein nahtloser Übergang gewährleistet ist.

Kündigung im Sondertarif

Als Sondertarif gelten alle Tarife, die nicht dem örtlichen Grundversorgungstarif entsprechen. Auch ein Sondertarif beim Grundversorger gilt als Sondervertrag, da er vom Grundversorgertarif abweicht. In diesem Fall kann die Kündigungsfrist deutlich länger sein bzw. ist eine vertragliche Mindestlaufzeit vereinbart.

Möchten Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Anbieterwechsel vornehmen, sollten Sie deshalb die Kündigungsfrist prüfen. Wurde eine Mindestvertragslaufzeit vereinbart, ist eine Kündigung vor deren Ablauf nicht möglich. Lediglich bei Preiserhöhungen oder Änderungen der AGB haben Sie ein Sonderkündigungsrecht innerhalb der Mindestlaufzeiten.

Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen

Das Sonderkündigungsrecht ermöglicht die Kündigung des Stromvertrags außerhalb der vereinbarten Kündigungsfristen. Sobald Ihr Stromanbieter die Preise erhöht, muss er Ihnen darüber 6 Wochen vor Eintritt der Erhöhung Mitteilung machen und Sie auch über Ihr Sonderkündigungsrecht informieren. Selbst bei einer Mindestvertragslaufzeit können Sie den Stromvertrag anschließend fristlos kündigen.

Die Kündigung muss dazu beim Versorger jedoch spätestens zum Eintreten der Preisanpassung eingegangen sein. Das Sonderkündigungsrecht umfasst dabei auch Preisveränderungen, die nur die staatlichen Umlagen (z. B. EEG-Umlage) betreffen und schließt sogar Preissenkungen ein: Trotz eines geringeren Abschlagspreises können Sie bei einem anderen Anbieter mitunter noch mehr sparen, sodass Sie durch das Sonderkündigungsrecht schneller zu Ihrem Wunschanbieter wechseln können.

Kündigung bei Umzug

Spätestens bei einem Umzug bzw. Auszug muss über einen Stromanbieterwechsel nachgedacht werden. Sind Sie Kunde im Grundversorgungstarif, ist hier jederzeit eine Kündigung innerhalb von 14 Tagen möglich. Anders sieht es bei der Stromversorgung in Sondertarifen aus. Hier liegt es allein in der Kulanz des Anbieters, ob er Ihnen im Falle eines Umzugs ein Sonderkündigungsrecht einräumt.

Informationen zu diesem Recht finden Sie immer in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Stromvertrags. Ist eine Sonderkündigung oder eine Kündigung zum Umzugstermin nicht möglich, muss gegebenenfalls eine Weiterversorgung zu gleichen Konditionen am neuen Wohnort vereinbart werden. Ist eine Versorgung an Ihrem neuen Wohnsitz nicht möglich – etwa weil Ihr Versorger nur in bestimmte Regionen liefert – muss der Anbieter Sie vorzeitig aus dem Vertrag entlassen.

In jedem Fall sollte der Stromanbieter unverzüglich über den Wohnsitzwechsel informiert werden. Unser Tipp: Teilen Sie Ihrem Stromanbieter mit, dass Sie umziehen und kündigen Sie den Stromvertrag zum Tag des Auszugs, auch wenn Sie keinen Anspruch auf ein Sonderkündigungsrecht haben. Willigt der Stromanbieter nicht ein, muss er Ihnen am neuen Wohnort eine Stromversorgung zu den gleichen Konditionen anbieten.

Wie setze ich ein Kündigungsschreiben auf?

Sowohl bei einer regulären Kündigung als auch bei einer Sonderkündigung bedarf es der Schriftform. Um sicherzustellen, dass der Anbieter das Schreiben erhält, empfiehlt sich hier immer, das Schriftstück per Einschreiben zu versenden. So haben Sie im Zweifelsfall einen Beweis über das fristgerechte Eingehen der Kündigung.

Das Kündigungsschreiben sollte dazu immer die folgenden Informationen enthalten:

  • Kundennummer beim Stromanbieter: Um den reibungslosen Anbieterwechsel zu unterstützen, helfen Sie mit der Angabe Ihrer Kundennummer mit, Ihren Vertrag in der Kundendatenbank schnell zu finden und zweifelsfrei zuordnen zu können.
  • Zählernummer des Stromzählers: Auch hiermit unterstützen Sie eine reibungslose und fristgerechte Kündigung und stellen sicher, dass Abschlagszahlungen bzw. die Abschlussrechnung korrekt erfolgen kann.
  • Kündigungstermin: In Ihrem Kündigungsschreiben darf natürlich nicht der Termin fehlen, zu dem die Kündigung wirksam werden soll. Entweder können Sie hier das Datum des Auszugs wählen (bei einem bestehenden Sonderkündigungsrecht) oder den nächstmöglichen Termin nach Kündigungsfrist nennen.
  • Bitte um Kündigungsbestätigung: Teilen Sie Ihrem Anbieter im Kündigungsschreiben auch unbedingt mit, dass Sie eine schriftliche Bestätigung der Kündigung wünschen. Diese sollte immer sowohl den Eingang des Schreibens selbst und auch die Kündigung zum gewünschten bzw. nächstmöglichen Zeitpunkt bestätigen.
  • Einzugsermächtigung kündigen: Gleichzeitig mit der Vertragskündigung sollten Sie auch eine eventuell genehmigte Einzugsermächtigung kündigen bzw. widerrufen. So hat Ihr alter Anbieter keine Möglichkeit mehr, auf Ihr Konto zuzugreifen.

2. Strom anmelden

Wenn Sie einen neuen Stromtarif gefunden und die Kündigung bei Ihrem alten Stromanbieter fristgerecht in Schriftform eingereicht bzw. der neue Stromanbieter diese für Sie übernehmen kann, müssen Sie fast nichts mehr tun. Für eine erfolgreiche Stromanmeldung nach einem Anbieterwechsel oder Umzug, benötigt der neue Versorger lediglich folgende Angaben von Ihnen:

  • Ihre aktuelle bzw. neue Adresse
  • Ihren prognostizierten Stromverbrauch: Um die Höhe Ihrer monatlichen Abschlagszahlungen zu bestimmen, müssen Sie Ihren voraussichtlichen jährlichen Stromverbrauch angeben. Dabei können Sie sich entweder an dem Jahresverbrauch Ihrer letzten Abrechnung orientieren oder Ihren voraussichtlichen Stromverbrauch mithilfe von Richtwerten oder Verbrauchsrechnern abschätzen. Sie sollten Ihren Jahresverbrauch so realistisch wie möglich einschätzen, um eventuelle Nachzahlungen zu vermeiden.
  • Ihre Zählernummer und Ihren aktuellen Zählerstand: Damit Ihr neuer Anbieter weiß, über welchen Stromzähler Ihr Verbrauch erfasst wird, benötigt er Ihre Zählernummer (bei einem Umzug die Zählernummer der neuen Adresse). Anhand des Zählerstands wird Ihr Verbrauch in Kilowattstunden gemessen. Auch diesen sollten Sie an Ihren Anbieter, zusammen mit dem Ablesedatum, weitergeben.
  • Ihre Bankverbindung: Ihre monatlichen Abschlagszahlungen werden in der Regel durch ein Lastschriftverfahren automatisch eingezogen. Aus diesem Grund benötigt Ihr neuer Anbieter Ihre Bankverbindung und eine Einzugsermächtigung.
  • Datum des Einzugs: Erfolgt der Anbieterwechsel aufgrund eines Umzugs, müssen Sie Ihrem neuen Anbieter mitteilen, ab wann Ihre neue Adresse beliefert werden soll. Sollte eine Versorgung zum Einzugsdatum nicht sofort möglich sein, werden Sie über die Grundversorgung mit Strom beliefert.

Stromanbieter rückwirkend wechseln

Im Stress der Umzugsvorbereitungen passiert es häufiger: Man vergisst, sich um einen neuen Stromanbieter zu kümmern und landet an der neuen Adresse plötzlich in der teuren Grundversorgung. Und auch wenn Sie sich vorab um den Anbieterwechsel gekümmert haben, kann es aufgrund längerer Bearbeitungszeiten zu einer verzögerten Belieferung im Wunschtarif kommen.

Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass auch 6 Wochen nach dem Einzugsdatum der Stromanbieter rückwirkend gewechselt werden kann. Hierbei gilt jedoch nicht erst der Tag des Einzugs als Beginn der 6-wöchigen Frist, sondern bereits der Termin der Schlüsselübergabe zu Ihrer neuen Wohnung. Halten Sie hierzu entsprechende Unterlagen bereit (bspw. den neuen Mietvertrag) und teilen Sie dem neuen Versorger dazu auch die Zählernummer und den voraussichtlichen Stromverbrauch mit.

Ich habe meine Kündigungsfrist verpasst – und jetzt?

Sollten Sie die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist bzw. auch die Frist einer Sonderkündigung bei Ihrem alten Anbieter verpasst haben, sind Sie zunächst bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin an Ihren alten Versorger gebunden. Ihre einzige Möglichkeit, vorzeitig aus dem alten Vertrag entlassen werden zu können, ist hier eine Kulanz von Seiten des alten Anbieters oder der Umstand, dass Sie an einem neuen Wohnort nicht oder nicht zu den gleichen Konditionen mit Strom beliefert werden können.

Damit Sie Ihre Kündigungsfrist nicht wegen eines Fehlers des neuen Anbieters verpassen, sollten Sie vor allem bei kurz bevorstehenden Fristen lieber selbst kündigen. Das betrifft auch das Sonderkündigungsrecht. Unser Tipp: Notieren Sie sich schon bei Vertragsabschluss alle wichtigen Fristen im Kalender. So können Sie den Wechsel im Normalfall frühzeitig (ca. 4 Monate vor Ende der Vertragslaufzeit) einleiten.

Was kann ich tun, wenn sich der Wechsel des Stromanbieters verzögert?

Eines der häufigsten Probleme beim Stromanbieterwechsel ist eine Verzögerung des Wechselprozesses. Grund dafür ist in vielen Fällen die Laufzeit des alten Vertrags, sodass der Wechsel nicht sofort eingeleitet werden kann. Häufig sind auch falsche oder fehlende Angaben wie z. B. ein Zahlendreher in der Zählernummer Grund für eine Wechselverzögerung. Bei Vertragsabschluss sollten Sie deshalb alle benötigten Angaben gründlich auf Vollständigkeit und Richtigkeit prüfen.

Was kann ich tun, wenn der Stromanbieterwechsel abgelehnt wurde?

Wird der Wechsel zum neuen Anbieter abgelehnt, kann das verschiedene Ursachen haben: Falsche Angaben, technische Probleme, keine örtliche Verfügbarkeit oder auch eine schlechte Schufa. In der Regel werden Ihnen diese Gründe aber durch den Stromanbieter erläutert und Sie können passende Schritte einleiten.

Grundsätzlich haben Sie aber immer die Möglichkeit, sich an eine Schlichtungsstelle oder die Verbraucherzentrale zu wenden. Diese können Ihnen in der Regel nähere Informationen oder auch hilfreiche Tipps zum weiteren Vorgehen geben.

Was kann ich tun, wenn die monatlichen Abschlagszahlungen höher sind, als vereinbart?

Ihre monatlichen Abschlagszahlungen werden von Ihrem Stromversorger auf Basis Ihres prognostizierten Jahresverbrauchs berechnet. Diesen geben Sie bei Vertragsantritt an. Übermittelt der Netzbetreiber aber eine andere Verbrauchsmenge, passt Ihr Stromversorger in der Regel Ihre Abschläge nochmal an. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Preiserhöhung im klassischen Sinne.

Um sicher zu gehen, dass die Verbrauchsmenge stimmt, notieren Sie sich beim Wechsel am besten den exakten Zählerstand. Des Weiteren kann eine möglichst genaue Einschätzung des zukünftigen Stromverbrauchs helfen, böse Überraschungen und Nachzahlungen zu vermeiden.

Ist die durchgehende Stromversorgung bei einem Anbieterwechsel gegeben?

Die Angst vieler Verbraucher, bei einem Stromvergleich mit anschließendem Wechsel plötzlich ohne Strom dazustehen, ist völlig unbegründet. Im Gegenteil: Die durchgehende Stromversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben und muss vom örtlichen Grundversorger garantiert werden. Sollte es bei einem Stromanbieterwechsel zu Problemen kommen, springt automatisch der lokale Grundversorger als Stromlieferant ein. Da der Grundversorgungstarif jedoch vergleichsweise teuer ist, sollte der Wechsel so schnell wie möglich erledigt werden.

Stromverbrauch berechnen und Stromkosten sparen

Aufgrund steigender Stromkosten, aber auch aus Rücksicht auf die Umwelt, versuchen immer mehr Verbraucher, ihren Stromverbrauch im Haushalt zu verringern. Im folgenden Abschnitt erklären Ihnen unsere Stromexperten:

  • Welche Faktoren den Stromverbrauch maßgeblich beeinflussen
  • Wie Sie Ihren Stromverbrauch ermitteln können
  • Wie Sie Strom im Haushalt sparen können

So setzt sich der Strompreis zusammen

Der Strompreis ist das Entgelt, das der Stromanbieter für die Belieferung mit elektrischer Energie verlangt. Dieses Entgelt wird auf dem deutschen Strommarkt maßgeblich durch vier Komponenten beeinflusst:

  • der Beschaffung des Stroms (u.a. an der Strombörse)
  • den Netznutzungsgebühren
  • den staatlich veranlassten Steuern und Abgaben
  • sowie insgesamt fünf verschiedenen Umlagen

Aus diesem Grund ist die Strompreisentwicklung auch nicht auf eine Komponente zurückzuführen, sondern immer von mehreren Faktoren abhängig.

Der durchschnittliche Stromverbrauch nach Stromspiegel

Der durchschnittliche Stromverbrauch nach Stromspiegel

Doch welcher Stromverbrauch liegt noch im Durchschnitt und ab wann verbraucht man zu viel? Dazu bietet der sogenannte Stromspiegel einen guten Anhaltspunkt. Dieser wird jährlich vom Bundesministerium für Umwelt veröffentlicht und stellt den durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Haushalts in Deutschland dar. Die Besonderheit: Der Stromspiegel berücksichtigt neben der Personenzahl im Haushalt auch weitere Einflussfaktoren, wie den Gebäudetyp und die Art der Warmwasseraufbereitung.

Der durchschnittliche Stromverbrauch nach Stromspiegel

Wann verbraucht man am meisten Strom?

Einen noch besseren Einblick in den eigenen Stromverbrauch gewinnt man, wenn man den Jahresverbrauch nach Monaten aufschlüsselt. In der folgenden Tabelle haben unsere Stromexperten einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zugrunde gelegt. Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass in den Wintermonaten mehr Strom verbraucht wird. Die Erklärung dafür ist einfach: Das Licht brennt länger, Verbraucher verbringen mehr Zeit zuhause und sitzen länger vor dem Fernseher oder anderen Entertainment-Geräten und verbrauchen durch Vollbäder mehr heißes Wasser.

MonatVerbrauch in kWhVerbrauch in %
Januar3269,32
Februar3008,57
März3128,92
April2828,06
Mai2747,83
Juni2657,56
Juli2727,77
August2667,61
September2777,92
Oktober2988,52
November3119,04
Dezember2928,33

Welches Gerät verbraucht wieviel Strom?

Die Anzahl der elektrischen Geräte im Haushalt ist in den letzten Jahren zwar stetig gestiegen, doch immer energieeffizientere Geräte gleichen diesen Anstieg verhältnismäßig aus. Während TV-, Audio- und Kommunikationsgeräte mittlerweile mehr als ein Viertel des Gesamtverbrauchs ausmachen, ist der prozentuale Anteil von Kühlschränken und Gefriertruhen am Stromverbrauch leicht gesunken.

Welches Gerät verbraucht wieviel Strom?

Den eigenen Stromverbrauch ermitteln

In fast jedem Haushalt kann der Stromverbrauch optimiert werden. Dafür muss der Verbrauch allerdings erst einmal bekannt sein. Verbraucher finden diesen in aller Regel auf der letzten Jahresabrechnung. Ist diese nicht zur Hand, kann der Verbrauch auch selbst berechnet werden. Der Bund für Energieverbraucher e.V. hat dazu eine Formel entwickelt, die die drei wichtigsten Parameter (Wohnfläche, Anzahl der Personen im Haushalt, Anzahl der Elektrogeräte im Haushalt) mit einbezieht.

Der durchschnittliche Stromverbrauch nach Stromspiegel

Nach der Berechnung des jährlichen Stromverbrauchs kann man diesen mit dem durchschnittlichen Jahresverbrauch (passende Haushaltsgröße beachten) des Bundesumweltministeriums vergleichen. Liegt der eigene Verbrauch mehr als 30 Prozent unter dem durchschnittlichen Jahresverbrauch, zählt der Haushalt zu den sparsamen Verbrauchern.

Liegt der errechnete Stromverbrauch allerdings mehr als 50 Prozent über dem durchschnittlichen Jahresverbrauch, ist von einem Vielverbraucher-Haushalt auszugehen. Das kann unter anderem an der Nutzung veralteter Elektrogeräte liegen oder an einer wenig energieeffizienten Haushaltsführung. Um hier deutlich an Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen, sollten umfangreiche Stromsparmaßnahmen ergriffen werden.

Strom sparen leicht gemacht – unsere Tipps für Ihren Haushalt

Unabhängig davon, ob Ihr durchschnittlicher Jahresverbrauch hoch oder niedrig ist: Jeder Haushalt kann stromsparende Maßnahmen ergreifen und so seinen Verbrauch senken. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern macht sich vor allem im Geldbeutel bemerkbar. Meistens helfen dabei schon Kleinigkeiten, die schnell und kostengünstig umsetzbar sind. Bevor wir Ihnen zeigen, wie Sie elektrische Haushaltsgeräte täglich energieeffizient nutzen können, hier zunächst die 4 Basis-Tipps unserer Energieexperten:

1. Standby-Modus vermeiden

Viele Fernseher, Kaffeemaschinen oder Computer sind mit einem sogenannten Standby-Modus ausgestattet: Obwohl das Gerät nicht eingeschaltet ist, befindet es sich in Bereitschaftsfunktion und verbraucht weiter Strom. Auch wenn dieser Verbrauch deutlich unter dem des eingeschalteten Modus liegt, kann der Stromverbrauch von Standby-Geräten so bis zu 10 Prozent der Gesamtstromrechnung ausmachen. Bei Geräten, die nur selten im Jahr aktiv genutzt werden, kann der Standby-Modus sogar den eigentlichen Stromverbrauch des Aktiv-Modus übersteigen.

Hier Strom sparen: Nicht alle Geräte sollten vom Standby-Modus genommen werden, da sie dauerhaft im Bereitschaftsbetrieb sein müssen. Dazu gehören z. B. Telefonanlagen, netzbetriebene Uhren oder Alarmanlagen. Alle anderen Geräte, bei denen ein Standby-Betrieb nicht notwendig ist, können mit einer Schaltersteckdose verbunden werden, die den Standby-Modus ausschaltet.

Diese Schaltersteckdosen kosten in der Anschaffung nur wenige Euro, helfen aber, jährlich bis zu 100 Euro an unnütz verbrauchtem Strom zu sparen.

2. Auf die Energieeffizienzklasse achten

Verbraucher sollten beim Kauf von Elektrogeräten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Energieeffizienzklasse achten. Egal ob Fernseher, Waschmaschine, Kühlschrank oder Wasserkocher: Jedes elektronische Haushaltsgerät ist heutzutage einer Energieeffizienzklasse zugeordnet, die den Verbrauch auf einer Skala von A+++ bis G angibt, wobei A+++ die höchste Energieeffizienz bezeichnet (ab dem Jahr 2020: A= höchste Energieeffizienz, G= niedrigste Energieeffizienz).

Hier Strom sparen: Das Gerät mit der höchsten Energieeffizienzklasse kann in einigen Fällen teurer sein als eines mit schlechterem Effizienzergebnis. Häufig gleicht sich der etwas höhere Anschaffungspreis jedoch schon nach einem Jahr mit den eingesparten Stromkosten aus. So lassen sich mit einem Kühlschrank der Effizienzklasse A+++ bis zu 65 Euro im Jahr einsparen.

3. LED- und Energiesparlampen nutzen

So beliebt klassische Glühbirnen nach wie vor sind: Sie verbrauchen sehr viel Strom, moderne Energiesparlampen hingegen deutlich weniger. So werden für die Helligkeit, die eine 60-Watt-Glühbirne verbreitet (Verbrauch hier 60 Watt), von einer Energiesparlampe bei gleicher Brenndauer nur 11 Watt benötigt. Das Problem liegt hier vor allem darin, dass eine Glühbirne einen Großteil der benötigten Energie (95 Prozent) als Abwärme in den Raum abgibt.

Hier Strom sparen: Energiesparlampen sind in der Anschaffung teurer als herkömmliche Glühbirnen. Auch die Nutzung seltener Erden und zum Teil giftiger Rohstoffe wie Quecksilber für die Herstellung lassen die Energiesparhelfer immer wieder in die Kritik geraten. Hier kann auch die wesentlich längere Lebensdauer und ein deutlich geringerer Stromverbrauch häufig nicht überzeugen.

Dennoch lohnt sich ein Umstieg auf Energiesparleuchten. Mit der neuesten Generation von LED-Leuchten kann nämlich nicht nur die Energieeffizienz gegenüber einer klassischen Glühbirne weiter gesteigert werden, sondern auch die Qualität und Lebensdauer des Leuchtmittels. So lässt sich mit einer einzigen Energiesparlampe bis zu 20 Euro im Jahr an Stromkosten sparen. Generell lohnt sich der Einsatz von Energiesparleuchten vor allem dort, wo täglich über mehrere Stunden Licht gebraucht wird.

4. Laptop statt PC

Damit Laptops oder Tablet-Computer eine lange Akkulaufzeit gewährleisten können, sind sie so konstruiert, dass sie möglichst energieeffizient arbeiten. So verbraucht ein solches Gerät nur 15 Prozent der Energie eines Multimedia-PCs mit vergleichbarer Ausstattung. Im Gegensatz dazu helfen Laptops aber nicht nur beim Stromsparen, sondern sind vielseitig einsetzbar und transportabel: Die Anschaffung mehrerer verschiedener Geräte ist somit überflüssig.

Hier Strom sparen: Laptops helfen dabei, jährlich bis zu 50 Euro Stromkosten zu sparen. Selbstverständlich ist aber auch hier wichtig, dass ein Gerät mit guter Energieeffizienzklasse gekauft wird. Ein wichtiger Energiesparfaktor ist hierbei auch die Lüftung des Geräts: Der Computer sollte so aufgestellt und genutzt werden, dass die erwärmte Luft aus dem Gerät entweichen kann. Eine regelmäßige Reinigung des Lüfters von Staub trägt zusätzlich dazu bei, dass der Laptop nicht überhitzt und mehr Energie für den Betrieb benötigt.

Strom sparen mit der richtigen Haushaltstechnik

Ein Haushaltsgerät mit hervorragender Energieeffizienzklasse kann allein für sich schon viel Strom sparen helfen. Dennoch gibt es weitere Tricks, um die Geräte noch effizienter zu nutzen und mit kleinen Verhaltensänderungen viel Strom und damit Geld im Haushalt sparen zu können.

Kühl- und Gefrierschränke energiesparend nutzen

  • Die richtige Größe: Ein gefüllter Kühlschrank verbraucht weniger Strom, als ein halb gefüllter oder leerer, da Luft Wärme besser leitet als die gelagerten Lebensmittel. Deshalb sollte man auf die richtige Größe des Kühlschranks achten und lieber eine kleinere Größe wählen. Als Richtwert können ca. 60 Liter pro Person im Haushalt gerechnet werden.
  • Der richtige Standort: Kühl- und Gefrierschränke sollten nicht neben Wärmequellen wie Heizung, Geschirrspüler oder Herd positioniert werden. An kühlen Orten können sie die entstehende Wärme besser abgeben und verbrauchen dadurch weniger Strom. Auch eine direkte Sonneneinstrahlung auf die Geräte sollte aus diesem Grund vermieden werden. Die empfohlene Umgebungstemperatur kann häufig dem Typenschild des Geräts entnommen werden.
  • Die richtige Arbeitstemperatur: Ein Kühlschrank sollte eine Temperatur von 6°C, ein Gefrierschrank eine Temperatur von -18°C nicht unterschreiten. Jedes Grad Celsius weniger verbraucht bis zu sechs Prozent mehr Strom.
  • Regelmäßig abtauen: Eine dickere Reif- oder Eisschicht sorgt für einen höheren Stromverbrauch. Kühl- und Gefrierschränke sollten aus diesem Grund ca. zweimal jährlich abgetaut werden. Dabei sollte die Eisschicht nicht dicker als 1cm werden. Wer sich diese aufwendige Prozedur sparen möchte, der kann sich bei einer Neuanschaffung auch einfach ein Gerät mit No-Frost-Technologie (Abtauautomatik) zulegen.
  • Wenig Kaltluft entweichen lassen: Beim Öffnen des Kühl- oder Gefrierschranks sollte darauf geachtet werden, dass so wenig Kaltluft wie möglich entweicht. Je länger die Tür offensteht, desto mehr Strom verbraucht das Gerät. Die Tür sollte also immer so schnell wie möglich wieder geschlossen werden. Dabei hilft, sich eine klare Ordnung im Kühlschrank zuzulegen und vorher schon zu überlegen, was man benötigt.

Strom beim Kochen und Backen sparen

Fast jeder Verbraucher nutzt täglich seinen Herd. Das Kochen macht dabei knapp 8,5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Haushalts aus. Mit ein paar einfachen Tricks kann auch hier der Verbrauch deutlich gesenkt werden:

  • Induktionsherde nutzen: Moderne Induktionsherde bieten gegenüber gusseisernen und auch Ceran-Herden ein großes Stromsparpotenzial. Durch die Induktionstechnik werden die Kochtöpfe nicht nur von unten sondern auch an den Seitenrändern erhitzt und Lebensmittel so schneller und effektiver zubereitet. Je nach vorher genutztem Herd lassen sich so 20 bis 40 Prozent an Strom einsparen.
  • Mit Deckel kochen: Das Energiesparpotenzial von Induktionsherden lässt sich sogar noch weiter ausschöpfen, wenn beim Kochen Deckel auf Töpfen und Pfannen benutzt werden. Bei regelmäßiger Anwendung lassen sich so Speisen bei dreimal geringerem Stromverbrauch zubereiten.
  • Nachwärme nutzen: Herde mit Gussplatten sowie Ceran-Herde und Backöfen geben auch, nachdem sie ausgeschaltet wurden, eine Zeit lang Wärme ab. Diese Restwärme, die ohne Stromverbrauch auskommt, kann man immer noch gut nutzen. Dafür einfach den Herd oder den Backofen zehn Minuten früher ausschalten.
  • Backofen nicht vorheizen: Obwohl es im Rezept häufig empfohlen wird, muss nicht für jedes Gericht der Backofen vorgeheizt werden. Das ist in aller Regel nur für Speisen nötig, die in kurzer Zeit sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sein müssen, um zubereitet werden zu können. Dazu gehören empfindliche Soufflé- oder Biskuitteige sowie Fisch und Fleisch. Bei vielen anderen Gerichten (auch Tiefkühlware) ist ein Vorheizen nicht nötig und spart so bis 20 Prozent Energie. Noch mehr Strom kann durch die Nutzung von Umluft statt Ober- und Unterhitze gespart werden.
  • So wenig Wasser wie möglich verwenden: Beim Kochen von Kartoffeln, Eiern oder anderer Speisen, die in Wasser gekocht werden, sollte darauf geachtet werden, dass nur so viel Wasser wie wirklich nötig verwendet wird. Das Erhitzen benötigt weniger Zeit und verbraucht somit auch weniger Strom.
  • Immer das energieeffizienteste Gerät nutzen: Statt das Frühstücksbrot im Backofen knusprig zu rösten, kann das ein energiesparender Toaster genauso gut. Auch Wasser lässt sich statt auf dem Herd, mit einem Wasserkocher stromsparender erhitzen. Hierzu auch immer auf die wirklich benötigte Füllmenge achten.
  • Gut planen: In der Küche lässt sich auch mit guter Planung viel Strom sparen. So können beispielsweise mehrere Gerichte gleichzeitig im Backofen zubereitet werden, Töpfe mit Dünsteinsatz erlauben es, Kartoffeln und Gemüse zusammen auf einer Platte zu kochen, tiefgekühltes Essen muss nicht unter hohem Energieverbrauch aufgetaut werden, sondern kann mehrere Stunden vor dem Essen aus dem Gefrierschrank genommen und bei Zimmertemperatur und ohne Stromverbrauch aufgetaut werden.

Waschmaschine und Trockner stromsparend nutzen

  • Keine Vorwäsche: In den wenigsten Fällen ist Kleidung so stark verschmutzt, dass eine Vorwäsche für ein sauberes Waschergebnis nötig ist. Ohne die zusätzliche Wäsche ist ein Waschgang kürzer und so deutlich sparsamer im Wasser- und Stromverbrauch.
  • Unnötige Waschvorgänge vermeiden: Auch wenn die meisten modernen Waschmaschinen die Auswahlmöglichkeiten „Mini“ oder „1/2“ bieten, sparen diese Einstellungen nicht wirklich Strom. Es ist besser, die Maschine vollständig zu befüllen und so unnötige Betriebsvorgänge zu vermeiden.
  • Bei niedriger Temperatur waschen: Mehr als 75 Prozent der Energie eines Waschgangs werden für das Erhitzen des Wassers benötigt. Moderne Waschmittel reinigen jedoch zuverlässig bei einer Temperatur von 30°C bis 40°C, sodass Waschgänge mit 60°C nur in seltenen Fällen wirklich nötig sind.
  • Auf den Wäschetrockner verzichten: Wäsche im Wäschetrockner zu trocknen ist auf Dauer weder gut für die Textilien noch für den Stromverbrauch im Haushalt. Gerade wer einen Balkon oder Garten hat, kann hier die Wäsche zu fast jeder Jahreszeit und Wetterlage im Freien trocknen. Gewaschene Kleidung lässt sich darüberhinaus auch in der Wohnung auf Wäscheständern trocknen. Der Verzicht auf den Wäschetrockner kann pro Jahr bis zu 180 Euro an Stromkosten einsparen.

Auf Klimaanlagen verzichten

Besonders an heißen Sommertagen ist die Kühlung einer Klimaanlage in Haus oder Wohnung ein wohltuender Luxus. Leider verbrauchen die Kühlsysteme viel Strom und kühlen in der Regel auch nur so lange, wie sie in Betrieb sind. Eine gute Isolierung der Außenwände und tagsüber geschlossene Fenster und Rollos helfen dabei, dass sich Räume gar nicht erst aufheizen. An kühleren Sommerabenden kräftig durchzulüften, ist ebenso wirkungsvoll wie eine Klimaanlage – ohne Strom zu verschwenden und das Raumklima zu stark auszutrocknen.

Wer dennoch nicht auf elektrisch erzeugte Kühlung verzichten mag, kann auch auf einen Ventilator zurückgreifen.

Wasser sparsam erhitzen

In Haushalten, in denen das Warmwasser über Gasthermen erhitzt wird, ist der Stromverbrauch oft deutlich niedriger als wenn dieselbe Menge über elektrische Boiler bereitgestellt werden müsste. Doch Strom für die Warmwasserbereitung lässt sich nicht nur durch die Wahl des passenden Heizsystems sparen:

Wer beispielsweise statt ein Vollbad zu nehmen, heiß duscht, spart im Schnitt 100 Liter Wasser – und damit auch den Strom, diese 100 Liter erhitzen zu müssen. Unter den passenden technischen Voraussetzungen lassen sich auch Waschmaschine und Geschirrspüler an die Warmwasserleitung anschließen, sodass der Stromverbrauch der Geräte gesenkt werden kann.

Tipps zum Strom sparen

Stromkosten mit dem richtigen Stromtarif sparen

Neben einem bewussten und sparsamen Stromverbrauch ist nicht zuletzt auch der richtige Stromtarif ausschlaggebend, um Kosten für Strom zu sparen. Cheapenergy24 bietet einen unabhängigen Stromvergleich und hilft Ihnen dabei, bis zu 900 Euro jährlich einzusparen.

Dabei übernehmen wir nach der einmaligen Anmeldung die komplette Organisation Ihres Stromtarifs – von der Rechnungsprüfung bis zum Wechsel. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und fangen Sie noch heute damit an, Ihre Stromkosten zu senken.

Wissenswertes zum deutschen Strommarkt

Der deutsche Strommarkt befindet sich seit der Liberalisierung des Energiemarkts im Jahr 1998 im Umbruch: Die Marktöffnung hat nicht nur für eine große Vielfalt an Stromanbietern gesorgt, sondern auch die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien beflügelt. Bei einem Stromvergleich haben Verbraucher so nicht nur eine deutlich größere Auswahl an verschiedenen Versorgern und Preisen, sondern können auch den sogenannten Ökostrom zu immer günstigeren Preisen beziehen.

Im Folgenden erklären wir, wie sich die Preise auf dem Strommarkt zusammensetzen und mit welchen Entwicklungen Verbraucher in Zukunft rechnen müssen.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Der Strompreis ist das Entgelt, das der Stromanbieter für die Belieferung mit elektrischer Energie verlangt. Dieses Entgelt wird auf dem deutschen Strommarkt maßgeblich durch vier Komponenten beeinflusst:

  • der Beschaffung des Stroms (u.a. an der Strombörse)
  • den Netznutzungsgebühren
  • den staatlich veranlassten Steuern und Abgaben
  • sowie insgesamt fünf verschiedenen Umlagen

Aus diesem Grund ist die Strompreisentwicklung auch nicht auf eine Komponente zurückzuführen, sondern immer von mehreren Faktoren abhängig.

Der durchschnittliche Stromverbrauch nach Stromspiegel

Preisbildung an der Strombörse

An der Strombörse werden Angebot und Nachfrage des Stroms gebündelt. Die führende Börsenplattform ist hier die EEX mit Sitz in Leipzig, die den Stromhandel für mittlerweile 20 europäische Strommärkte bietet. An der Strombörse können Stromversorger Strom zum Kauf anbieten oder auch von anderen Anbietern einkaufen.

So können beispielsweise Stromlieferanten mit einer Überproduktion an Strom diesen Versorgern anbieten, denen nicht genug Strom für die Belieferung aller Kunden zur Verfügung steht.

Der tatsächliche Handelspreis wird dann auf der Basis aller Angebote und Nachfragen ermittelt. In unserer obigen Grafik ist diese Komponente des Gesamtstrompreises unter „Strombeschaffung & Vertrieb“ aufgeführt. Somit beeinflusst der an der Börse ausgehandelte Preis den tatsächlichen Strompreis momentan nur zu circa 25%.

Netznutzungsentgelte

Ein weiterer Bestandteil des Strompreises ist das Netznutzungsentgelt. Dieses müssen Stromanbieter an die Netzbetreiber für die Einleitung von Strom in das Versorgungsnetz zahlen. Wie hoch die jeweiligen Entgelte dabei sein dürfen, bestimmen jedoch nicht die Netzbetreiber selbst: Erlösobergrenzen und die Verwaltung der bundesweiten Netzentgelte übernimmt zentral die Bundesnetzagentur.

Die Preishöhe hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab und wird zentral durch die gesetzlichen Bestimmungen in § 20 des EnWG (Energiewirtschaftsgesetzes) und die Strom- und Gasnetzentgeltverordnung geregelt. Das tatsächliche Netzentgelt darf jeder Netzbetreiber nur nach seiner ihm zugeteilten Erlösobergrenze festlegen, die von verschiedenen Faktoren abhängig ist:

  • Auslastung der Netze
  • Stromlieferung über Hoch-, Mittel- oder Niederspannungsnetze
  • Alter und Qualität der Netzinfrastruktur
  • Integrationskosten für erneuerbare Energien
  • Kostenaufkommen für Netzausbau, -modernisierung und Versorgungssicherheit

Der Stromanbieter sammelt das Netznutzungsentgelt von den Endverbrauchern ein und leitet sie an den Netzbetreiber weiter. Im Jahr 2018 haben die Netznutzungsentgelte zirka einen Anteil von 23 Prozent am Gesamtstrompreis gehabt. Die Bundesnetzagentur geht aktuell von einem weiteren Anstieg der Netzentgelte aus, da umfassende Netzsanierungen anstehen. Für Verbraucher ist somit für diese Komponente des Strompreises mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage steht für die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ziel der Umlage ist es, den Erzeugern von erneuerbaren Energien feste Einspeisevergütungen zu sichern und so die Stromerzeugung durch nachhaltige Quellen zu fördern. In der Regel werden damit die Energieerzeugungsformen durch Windkraft, Solar, Wasserkraft und Biomasse unterstützt.

Laut dem Gesetz müssen Energielieferanten für jede an den Verbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber abgeben. Die Höhe der EEG-Umlage hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt, von 3,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2012 auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2018.

Damit macht die EEG-Umlage inzwischen zirka 1/4 des Gesamtstrompreises aus. Im Jahr 2019 ist die Umlagehöhe erstmalig wieder leicht gesunken und beträgt 6,405 ct/kWh. Laut Strommarktexperten soll die EEG-Umlage aber erst ab Mitte der 2020er Jahre wieder dauerhaft sinken.

Konzessionsabgaben

Die Konzessionsabgaben sind Entgelte, die Energieversorger dafür an Gemeinden zahlen, dass diese ihnen das Recht einräumen, auf öffentlichem Grund Strom- und Gasleitungen zu verlegen und zu betreiben. Für Städte und Gemeinden stellen diese Konzessionsabgaben eine beachtliche Einnahmequelle dar. Die zulässige Höhe der Abgaben für die Stromversorgung werden wie folgt berechnet:

Für Tarifkunden in Gemeinden:

  • bis 25.000 Einwohner: 1,32 ct/kWh
  • bis 100.000 Einwohner: 1,59 ct/kWh
  • bis 500.00 Einwohner: 1,99 ct/kWh
  • mehr als 500.000 Einwohner: 2,39 ct/kWh

Für Strom im Schwachlasttarif: 0,61 ct/kWh

Für Sondervertragskunden: 0,11 ct/kWh

Die Konzessionsabgaben werden zusammen mit dem Netznutzungsentgelt vom Verbraucher erhoben und an die jeweilige Gemeinde abgeführt.

Umsatz- und Stromsteuer

Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, beträgt derzeit 19% und wird zum Netto-Strompreis hinzugerechnet. Damit hat die Umsatzsteuer einen deutlich größeren Anteil am Strompreis als beispielsweise die Konzessionsabgaben.

Die Stromsteuer hingegen beträgt derzeit rund 7% des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises und stellt mit jährlich rund 7 Milliarden Euro eine wichtige Einnahmequelle für den Bund dar. Zirka 90 Prozent der Einnahmen aus der indirekten Verbrauchssteuer fließen seit 1999 in die Rentenkasse, wodurch die Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gesenkt werden konnten.

Sonstige Preisbestandteile des Strompreises

Die restlichen Anteile des Strompreises setzen sich, neben der EEG-Umlage, aus weiteren vier Umlagen zusammen:

KWKG-Umlage:

Diese Umlage wird auf die Netzentgelte aufgeschlagen und soll die Förderung von sogenannten KWK (Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) fördern, also Anlagen, die durch einen Verbrennungsprozess gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Im Jahr 2016 war die KWKG-Umlage mit 0,455 ct/kWh am höchsten, seitdem ist eine stetige Preisminderung zu beobachten (2019: 0,280 ct/kWh).

Offshore-Netzumlage:

Auch diese Umlage wird auf die Netzentgelte aufgeschlagen und ist im Jahr 2019 auf 0,416 ct/kWh angestiegen. Das liegt darin begründet, dass die Umlage nicht wie bisher nur die Entschädigungszahlungen an die Betreiber von Offshore-Windkraftanlagen abdecken (etwa für Verzögerungen im Netzanschluss oder bei Übertragungsstörungen), sondern seit 2019 auch die Kosten für die Errichtung und den Betrieb von Offshore-Netzanschlüssen.

Umlage für abschaltbare Lasten:

Diese Umlage beträgt für das Jahr 2019 0,005 ct/kWh und soll beispielsweise Industriebetriebe wie Aluminium- oder Chemiewerke, die Strom in großen Verbrauchseinheiten für die Produktion beziehen dann entschädigen, wenn sie freiwillig für einen bestimmten Zeitraum auf die Stromentnahme aus dem Netz verzichten. Das soll vor allem zur Versorgungssicherheit beitragen.

Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV):

Auf Grundlage des genannten Paragraphen haben bestimmte Letztverbraucher das Recht, niedrigere Netzentgelte zu zahlen. Das betriftt vor allem Verbraucher mit dauerhaft hohem Stromverbrauch, etwa aus der Industrie oder dem Schienenverkehr, die jährlich mehr als 10 Gigawattstunden bei mehr als 7.000 Benutzungsstunden beziehen. Die dadurch entgangenen Erlöse für den örtlichen Netzbetreiber werden über die Umlage finanziert und zurückgezahlt. Im Jahr 2019 beträgt die Umlagehöhe für Haushaltskunden 0,305 ct/kWh und ist damit im Vergleich zu 2018 leicht gesunken.

Zukünftige Strompreisentwicklungen

Mit der Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 versprachen sich die Verantwortlichen eine ähnliche Preisentwicklung wie auf dem Markt für Telekommunikation: Mit einer Fülle neuer Anbieter sollte der Konkurrenzkampf beflügelt werden und somit deutlich günstigere Strompreise für Verbraucher möglich sein.

Diese Entwicklung ist aber aufgrund verschiedener Gegebenheiten (noch) nicht so eingetreten, wie gewünscht. Tatsächlich hat sich der Strompreis seit der Liberalisierung für viele Haushalte in Deutschland sogar nahezu verdoppelt und belegt aktuell mit durchschnittlich 30 ct/kWh einen der Spitzenplätze im europäischen Vergleich. Das liegt unter anderem an der EEG-Umlage und weiteren Subventionen, vor allem der Einspeisevergütung, die für den Ausbau ökologisch erzeugten Stroms für 20 Jahre garantiert wurden – unabhängig vom tatsächlichen Marktgeschehen.

Die EEG-Umlage gilt hier häufig als der Hauptverursacher des Preisanstiegs. Stromanbieter begründen Preissteigerungen oftmals damit, dass die Abgabepflicht staatlich verordnet ist und den Anbietern deshalb die Hände gebunden wären. Tatsächlich sind Stromanbieter aber gar nicht dazu verpflichtet, die Umlage an Ihre Kunden weiterzugeben. Oftmals wurden auch die Subventionshöhen für einige Erzeugungsarten, vor allem im Bereich des Solarenergie, in den letzten Jahren gesenkt – nur wenige Stromanbieter haben diese Ersparnis in der EEG-Umlage an ihre Kunden weitergegeben.

Regelmäßiger Stromvergleich und Anbieterwechsel kann langfristig den Strompreis senken

Energieexperten vermuten dahinter auch das bisherige Kundenverhalten: So geht die Bundesnetzagentur davon aus, dass nahezu die Hälfte aller Stromkunden noch nie ihren Stromanbieter gewechselt hat, also seit Jahren mit Strom aus der teuren Grundversorgung beliefert wird. Verbraucher üben so zu wenig Wettbewerbsdruck auf die Stromanbieter aus, die bisher noch wenig Anreiz sahen, die Strompreise zu senken. Abgesehen von Beschaffungskosten, Umlagen und Steuern könnte der Strom so deutlich günstiger sein.

Dennoch hat bei vielen Verbrauchern inzwischen ein Umdenken eingesetzt. Das ist verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass trotz umweltbewussten Verbrauchsverhaltens und Energiesparmaßnahmen die Abschlagzahlungen für Strom unverändert hoch bleiben oder sogar noch steigen. So lange die Strompreisentwicklung wie bisher anhält, lohnt sich in jedem Fall ein jährlicher unabhängiger Stromvergleich und Anbieterwechsel.

Energiemarktexperten gehen bis zum Jahr 2020 noch einmal von bis zu 20 Prozent Preissteigerung aus. Dennoch sehen sie für die Zeit nach dem Atomausstieg (2022) und dem Auslaufen eines Großteils der Subventionen für erneuerbare Energien eine Anpassung des Strompreises an das Marktgeschehen. So werden Kunden nicht nur von der kostengünstigen Erzeugung von Ökostrom profitieren, sondern können durch regelmäßige Anbieterwechsel einen weiteren Preisdruck auf die Stromanbieter ausüben.

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