Strompreisentwicklung 2021: Werden die Preise weiter steigen?

Fast nirgendwo in Europa ist Strom für Privatkunden so teuer wie in Deutschland. Zudem haben sich die Strompreise seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Kostete eine Kilowattstunde damals noch 14 Cent, lag sie 2020 bereits bei über 31 Cent. Aber warum haben sich die Stromkosten derartig entwickelt und wie kann sich der Preis ab 2020 verändern? Müssen Sie mit einem weiteren Stromkostenanstieg rechnen oder wird Strom 2021 billiger? Hat die Corona-Krise Einfluss auf die Strompreise? All das erfahren Sie hier.

Wie berechnet sich der Strompreis?

Für die Belieferung mit Strom zahlen Sie an Ihren Energieversorger einen bestimmten Kilowattstundenpreis. Dieser kann je nach Anbieter und Bundesland stark variieren. Sie finden ihn in Ihrer Jahresabrechnung als „Arbeitspreis“ oder „Verbrauchspreis“.

Im Jahr 2020 lag der durchschnittliche Arbeitspreis bei 30,01 Cent pro Kilowattstunde für Stromkunden mit einem Verbrauch von 4.000 kWh (4-Personen-Haushalt). Die Kosten betragen in diesem Fall 1.200 Euro. Es sind allerdings auch deutlich günstigere Tarife möglich.

Mit dem Arbeitspreis wird die Zahl der Kilowattstunden, die Sie im Abrechnungsjahr verbrauchen, multipliziert. Zu dieser Summe kommt ein Grundpreis hinzu, der meist zwischen 10 und 30 Euro monatlich liegt.

Strompreisbestandteile: Warum sind die Strompreise so hoch?

Die Stromkosten in Deutschland sind nicht nur im internationalen Vergleich sehr hoch, sie entwickeln sich auch seit Jahren stark nach oben. Woran liegt das?

Die steigenden Strompreise kommen durch die unterschiedlichen Preisbestandteile zustande:

  • Netznutzungsentgelt – fast 25 % des Strompreises
  • Anteil des Stromversorgers (Erzeugung und Einkauf des Stroms, Vertrieb, Gewinnmarge) – fast 25 %
  • Steuern, Abgaben und Umlagen – zusammen mehr als 50 %
Strompreis Zusammensetzung

Stromanbieter sind zwar nur für etwa ein Viertel des Preises verantwortlich, können aber auch selbst die Preise erhöhen – unabhängig von Steuern und Abgaben. Insbesondere Billig-Anbieter locken zunächst mit sehr günstigen Preisen und ziehen diese innerhalb der Vertragslaufzeit um bis zu 35 % an.

Trotzdem wird ein Großteil des Preises nicht vom Anbieter, sondern durch Steuern, Abgaben und Netzentgelte bestimmt. Auch regionale Unterschiede haben Einfluss darauf, wie viel Sie für Strom zahlen: In den neuen Bundesländern sind es bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden etwa 50 Euro mehr als in den alten Bundesländern.

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Überblick: Aktuelle Strompreisentwicklung 2020/2021

Auch zwischen den Jahren 2020 und 2021 kam es für Privatverbraucher wieder zu einer Erhöhung der Strompreise. Hier finden Sie eine Übersicht, welche Faktoren die Kosten aktuell in die Höhe treiben und welche gesunken sind oder unverändert blieben (Quelle: BDEW, Strompreisanalyse 01/2021). Die Werte beziehen sich auf einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

Der Durchschnittspreis ist von 31,81 ct/kWh (2020) auf 31,89 ct/kWh gestiegen.

Zu einer Erhöhung kam es bei…

  • Netzentgelten: durchschnittlicher Anstieg um 0,6 %, d. h. von 7,75 ct/kWh (2020) auf 7,80 ct/kWh (2021)
  • Beschaffung und Vertrieb: durchschnittlicher Anstieg um 2,5 %, d. h. Steigerung um 0,19 ct/kWh

Eine Senkung erfolgte bei…

  • Steuern, Abgaben und Umlagen: Verringerung um 0,5 % bzw. 0,16 ct/kWh, d. h. von 16,55 ct/kWh (2020) auf 16,39 ct/kWh (2021)

Im Folgenden finden Sie die Strompreisentwicklung der letzten 10 Jahre (2010 – 2020) sowie genaue Erläuterungen zu den einzelnen Preisbestandteilen, die Einfluss auf den Gesamtpreis haben.

Strompreisentwicklung von 2010 bis 2020

Durchschnittlich sind die Strompreise für Privatkunden zwischen den Jahren 2010 und 2020 um ca. 25 % angestiegen – und das trotz sinkender Erzeugerkosten. Diese machen aktuell auch nur weniger als ein Viertel des Gesamtpreises aus.

Während ein weiteres Viertel des Preises auf die Netzentgelte zurückgeht, haben Steuern, Umlagen und Abgaben den größten Anteil an den Kosten – im Jahr 2020 ca. 52,4 Prozent des Gesamtpreises.

Strompreisentwicklung 2010-2020

Über 629 Versorger, also ca. drei Viertel aller deutschen Anbieter, haben laut Strom-Report.de 2020 die Strompreise erhöht. Der durchschnittliche Anstieg beträgt dabei 6,8 Prozent, die sich auf der Stromrechnung deutlich bemerkbar machen.

In der Grafik sehen Sie die Entwicklung der einzelnen Bestandteile des Strompreises in den Jahren 2010-2020 laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Während der Anteil an Steuern, Abgaben und Umlagen über die Jahre angestiegen ist, ist der Teil für Beschaffung und Vertrieb geringer geworden. Die Werte beziehen sich auf einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

Strompreisentwicklung Bestandteile 2010 bis 2020

Einkaufspreis der Stromanbieter vs. Preis für Privatkunden

Die meisten deutschen Stromanbieter erzeugen nicht selbst Strom, sondern kaufen diesen ein. Das ist entweder über Stromproduzenten (z. B. große Erzeuger wie E.ON oder Vattenfall) oder über die Strombörse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig möglich.

An der Strombörse können Versorger Strom anbieten (wenn sie zu viel Strom produziert haben) oder einkaufen (wenn sie nicht genug Strom für die Belieferung aller Kunden haben).

Die Stromanbieter der Börse legen Preise für ihren Strom fest. Stromkäufer geben wiederum Preisgebote ab. Der tatsächliche Verkaufspreis wird dann auf Basis aller Angebote und Nachfragen ermittelt.

Was hat Einfluss auf die Einkaufspreise an der Strombörse?

Folgende Aspekte können die Preise an der Strombörse beeinflussen:

  • Schwankendes Angebot, z. B. durch unregelmäßige Stromproduktion. Beispiel: Windkraftanlagen produzieren nicht kontinuierlich die gleiche Menge Strom, sondern sind stark witterungsabhängig. Energieversorger, die auf Windkraft angewiesen sind, müssen daher an windstillen Tagen Strom zukaufen und können an windintensiven Tagen durch eine Überproduktion Strom verkaufen.
  • Politische und wirtschaftliche Ereignisse. Beispiel: Corona-Krise

Strompreisentwicklung durch Netznutzungsentgelte

Rund ein Viertel des Strompreises wird aktuell durch Netznutzungsentgelte bestimmt: Stromanbieter müssen diese Entgelte an Netzbetreiber zahlen, um deren Verteilernetze für die Strombelieferung nutzen zu können. Auch der Betrieb, die Wartung und der Ausbau der Netze werden über die Netzentgelte finanziert.

In Deutschland sorgen vier große Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Tennet, Amprion und TransnetBW) dafür, dass der Strom über hohe Distanzen in Deutschland transportiert wird. Für die Stromlieferung zum Endkunden sind wiederum 875 Verteilnetzbetreiber zuständig.

Auch 2021 werden die Netznutzungsentgelte wieder steigen – laut BDEW durchschnittlich um 0,6 %. Allerdings sind die Veränderungen stark vom Standort abhängig: Während die Entgelte in einigen Bundesländern sogar sanken, steigen sie in anderen um mehr als 10 Prozent (Quelle: CHECK24).

Die Preisentwicklung nach oben kommt dadurch zustande, dass die Stromnetze in Deutschland und über die Grenzen hinaus im Rahmen der Energiewende stets aus- bzw. umgebaut werden. Zudem fallen umfassende Netzsanierungen an. So entstehen hohe Kosten, die an die Verbraucher weitergegeben werden.

Der Betrag kann von den Netzbetreibern nicht beliebig hoch angesetzt werden, sondern unterliegt der Kontrolle durch die Bundesnetzagentur.

Preisentwicklung durch Umlagen, Abgaben und Steuern

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Strompreis für private Haushalte fast verdoppelt. Gleichzeitig sind die Kosten für Stromerzeuger nur um 35 Prozent angestiegen. Vor allem höhere Umlagen und Steuern haben zur großen Preissteigerung beigetragen.

Sinkende EEG-Umlage 2021

Die EEG-Umlage (auch: Ökostrom-Umlage) dient der Förderung von erneuerbaren Energien. Durch diese Umlage bzw. Abgabe soll ermöglicht werden, dass Erzeuger „grünen“ Strom auf wirtschaftliche Weise produzieren können (z. B. Windkraft, Solar, Wasserkraft und Biomasse). Die Erzeuger erhalten über die EEG-Umlage feste Vergütungen.

Energielieferanten müssen für jede an den Verbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber abgeben. Diese Kosten werden an die Kunden weitergegeben und machen einen großen Anteil des Strompreises für Verbraucher aus – nämlich über 21 Prozent.

Im Jahr 2020 lag die EEG-Umlage bei 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Die Höhe der EEG-Umlage hat sich in den letzten acht Jahren beinahe verdoppelt (2012: 3,592 ct/kWh).

2021 sinkt die EEG-Umlage jedoch von 6,756 Cent/kWh auf 6,5 ct/kWh. Dies wird durch Zuschüsse des Bundeshaushalts ermöglicht, um im Rahmen der Corona-Krise eine Entlastung bei den Stromkosten zu schaffen. Die Zuschüsse stammen aus Einnahmen durch die CO2-Steuer und aus dem Corona-Konjunkturpaket. Laut Prognose soll die gedeckelte EEG-Umlage 2022 nur noch 6 ct/kWh betragen.

Ohne diese Zuschüsse läge der Wert für 2021 bei mindestens 8,6 ct/kWh (Quelle: strom-report.de). Verbraucher hätten also deutlich höhere Kosten zu tragen.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt, das Netzbetreiber an Gemeinden zahlen, um im Gegenzug auf öffentlichem Grund Strom- und Gasleitungen  verlegen und betreiben zu dürfen.

Der Anteil der Konzessionsabgabe am Strompreis beträgt im Schnitt 5-6 %. Die Obergrenzen liegen für die meisten Stromkunden zwischen 1,32 und 2,39 ct/kWh. Der Durchschnittsbetrag für die Konzessionsabgabe liegt im Jahr 2021 bei 1,66 ct/kWh.

Die Höhe dieser Abgabe ist nicht frei wählbar, sondern wird durch gesetzlich geregelte Obergrenzen geregelt und von der Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeinde abhängig.

Umsatzsteuer und Stromsteuer

Ebenfalls fast ein Viertel des Strompreises wird durch Umsatz- und Stromsteuer bestimmt. Steuerliche Anpassungen haben demnach einen deutlichen Einfluss auf die Strompreisentwicklung.

  • Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, beträgt für Strom derzeit 19 % (bzw. zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 betrug sie nur 16 % aufgrund der Corona-Krise) und wird auf den Netto-Strompreis aufgeschlagen.
  • Die Stromsteuer, auch Ökosteuer genannt, liegt aktuell bei 6,4 % des Strompreises und ist seit dem Jahr 2003 auf dem gleichen Niveau.
    Entgelte aus der Stromsteuer werden zum Teil für die Senkung der Rentenbeitragssätze verwendet.

Weitere Anteile (Steuern und Abgaben) am Strompreis

Die restlichen Anteile des Strompreises setzen sich aus sonstigen Umlagen zusammen, wie zum Beispiel KWK-Umlage, Stromnetzentgeltverordnung, Offshore-Haftungsumlage und Umlage für abschaltbare Lasten.

Einfluss der Corona-Krise auf die Strompreise

Die Corona-Krise 2020/2021 beeinflusst den Strompreis ebenfalls und wirkt sich auf mehrere Bestandteile des Preises aus: So kommen gesunkene Einkaufspreise, eine streckenweise gesenkte Mehrwertsteuer, eine gedeckelte EEG-Umlage und ggf. ein steigender Verbrauch durch Home Office & Co. zusammen. Was das für Sie als Verbraucher bedeutet, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Änderung des Einkaufspreises: Gesunkene Preise an der Strombörse

Während der Corona-Pandemie ist die Stromnachfrage im Industriebereich stark gesunken, z. B. durch Produktions-Stopps. Die geringere Nachfrage hatte zur Folge, dass sich die Preise an der Strombörse stark reduziert haben.

Vergleich: Mai 2020: ca. 2 ct/kWh vs. Mai 2019: ca. 3 ct/kWh (Quelle: CHECK24).

Viele Stromversorger konnten also günstiger einkaufen. Trotzdem bedeutet dies für viele Privatverbraucher keine Preissenkungen. Woran liegt das?

  • Anbieter geben eine Ersparnis (egal welcher Ursache) normalerweise nicht an Bestandskunden weiter, denn sie sind nicht dazu verpflichtet.
  • Stattdessen investieren Stromanbieter meist nur in Neukundenangebote (günstigere Tarife und Bonuszahlungen), während Bestandskunden deutlich mehr zahlen.
  • Nicht alle Anbieter konnten die günstigeren Preise nutzen: Viele Anbieter kaufen nur einen Bruchteil ihres Stroms an der Strombörse. Den Großteil beziehen sie länger im Voraus bei Erzeugern und haben dadurch ggf. höhere Preise für 2020/21 gezahlt.

Senkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Mehrwertsteuersatz vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 gesenkt, was sich auch auf den Strompreis auswirkte. Die Steuer betrug dadurch nur 16 statt 19 Prozent.

Tipp: Kontrollieren Sie sicherheitshalber auf Ihrer Stromrechnung, ob Ihr Stromversorger dies berücksichtigt hat. Verlangen Sie ggf. eine Korrektur.

Senkung bzw. Deckelung der EEG-Umlage ab 2021

Eine weitere Entlastung während der Corona-Krise soll für den Verbraucher die Senkung der EEG-Umlage bewirken. Diese würde ohne eine Anpassung auf 8,6 ct/kWh ansteigen und hätte somit eine Stromverteuerung für den Verbraucher zur Folge (Quelle: strom-report.de). Durch Zuschüsse des Bundes wird die Umlage jedoch im Jahr 2021 auf 6,5 ct/kWh gesenkt und im Jahr 2022 auf 6 ct/kWh.

Steigender Stromverbrauch durch Corona-Krise

Von einem steigenden Stromverbrauch bei Privatkunden durch Home Office, Lockdowns & Co. ist auszugehen. In einer Verivox-Umfrage gab bereits über ein Drittel der befragten Haushalte an, dass ihr Verbrauch während der Pandemie gestiegen sei. Das Portal geht von zusätzlichen Kosten von rund 150 Euro pro Jahr aus, falls im Home Office gearbeitet (1 Arbeitsplatz) und einmal pro Tag zusätzlich gekocht wird.

Gleichzeitig sind 2021 keine günstigeren Stromkosten für Privathaushalte durch die Corona-Krise in Sicht. Daher ist ein Stromanbieterwechsel jetzt für viele Verbraucher besonders lohnenswert, um die guten Neukundenangebote zu nutzen. Wenn Sie nicht selbst nach dem besten Stromanbieter suchen möchten, übernehmen wir dies gerne für Sie.

Prognose zur Strompreisentwicklung: Steigen die Preise weiter?

Über die zukünftige Strompreisentwicklung können auch Experten nur mutmaßen. Denn die zahlreichen Faktoren, die auf den Strompreis Einfluss nehmen, sind zum Teil von politischen Entscheidungen oder marktspezifischen Entwicklungen abhängig. Durch den hohen steuerlichen Anteil des Preises haben diese enorme Auswirkungen. Einige Aspekte zeichnen sich jedoch schon ab:

  • Die staatlich verursachten Kostenanteile des Strompreises (d. h. Steuern und Netzentgelte) werden vorerst nicht sinken bzw. sogar weiter steigen: Ausbau und Sanierung der Stromnetze, Installation und Wartung von modernen Stromzählern sowie Investitionen in die Entwicklung von erneuerbaren Energien werden durch diese Abgaben gedeckt.
  • Die EEG-Umlage sinkt im Jahr 2021 auf 6,5 ct/kWh und im Jahr 2022 auf 6,0 ct/kWh. Diese Deckelung ist nur durch erhebliche Finanzspritzen des Bundes möglich, kann den gesamten Anstieg des Strompreises aber nicht auffangen.
  • Die Mehrwertsteuer beträgt ab dem 01.01.2021 statt 16 % wieder 19 %, wodurch es ebenfalls zu einer leichten Erhöhung kommt.
  • Die CO2-Steuer wird ab 01.01.2021 auf Öl und Gas für Privathaushalte erhoben. Mit diesen zusätzlichen Einnahmen soll langfristig Strom günstiger werden (Quelle: Tagesschau), während fossile Energien für Heizung und Verkehr deutlich teurer werden.

Laut Prognosen steigen die Strompreise somit weiter. Die bisherige Strompreisentwicklung setzt sich also fort. Durch die Senkung der EEG-Umlage wird der Anstieg des Strompreises in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht extrem hoch ausfallen, Deutschland bleibt jedoch weiterhin an der Spitze der europäischen Stromkosten.

Was können Verbraucher gegen steigende Strompreis­e tun?

Auch wenn die Strompreise zukünftig eher ansteigen werden, können Verbraucher etwas tun, um ihre Kosten zu senken. Bei über 1.000 Stromanbietern auf dem Markt lohnt es sich, regelmäßig einen Stromtarifvergleich durchzuführen und jedes Jahr den Stromanbieter zu wechseln.

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Steigende Strompreise: Sonderkün­digungs­recht nutzen

Bei einer Strompreiserhöhung ist es immer möglich, den laufenden Stromvertrag vorzeitig zu beenden. Diese Chance können Sie nutzen, um sich nach einem neuen Anbieter mit besseren Konditionen umsehen.

Dabei kommt es darauf an, ob Sie sich aktuell in der örtlichen Grundversorgung oder bei einem freien Versorger in Belieferung befinden.

  • Die Grundversorgung (Grundversorgungsvertrag) können Sie mit einer Frist von zwei Wochen schnell kündigen (auch wenn keine Preiserhöhung erfolgt).
  • Bei einem freien Anbieter (Sondervertrag) können Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und den Vertrag vor dem Inkrafttreten der neuen Preise beenden. Das gilt auch, wenn Sie einen Sondervertrag beim Grundversorger abgeschlossen haben.

Natürlich unterstützen wir Sie gerne bei der Wahl Ihres neuen Anbieters: Fordern Sie einfach eine unverbindliche Tarifempfehlung an. Wir übernehmen für Sie alle unangenehmen Aufgaben (z. B. Tarifvergleich, Rechnungsprüfung sowie Kündigungen und Neuanmeldungen). Durch unseren Wechselservice sparen Sie jedes Jahr ohne Aufwand und müssen sich keine Sorgen mehr um die Strompreisentwicklung machen.

Häufige Fragen zur Strompreisentwicklung

Durch die komplexe Zusammensetzung des Strompreises und viele weitere Entwicklungen (z. B. Corona-Krise), die den Strompreis beeinflussen, ergeben sich zu diesem Thema bei Verbrauchern zahlreiche Fragen. Hier haben wir für Sie einige zusammengestellt.

Ende der 1990er Jahre ging man davon aus, dass die Strompreise in Zukunft sinken werden. Dafür sollten das neue Energiewirtschaftsgesetz und die Liberalisierung des Strommarktes sorgen. Und tatsächlich sanken zwischen 1998 und 2000 die Strompreise merklich.

Doch im Jahr 2000 fand diese Entwicklung ein Ende. Folgende Faktoren waren für einen Anstieg der Strompreise verantwortlich:

  • Konkursanmeldung einiger neuer Stromversorger
  • Konsolidierung, bei der viele regionale Versorger zu großen Unternehmensverbänden wie z. B. E.ON zusammengefasst wurden
  • Einführung der Ökosteuer
  • Fokussierung auf die Förderung erneuerbarer Energien
  • Erhöhung der Mehrwertsteuer

Die Preisentwicklung nach oben setzte sich in den nächsten Jahren fort.

Die Höhe des Netznutzungsentgelts hängt u. a. von den folgenden Aspekten ab:

  • Wie modern ist die Infrastruktur? Leitungen mit Hochspannungs-Übertragung sind z. B. teurer in der Nutzung als Verteilernetze mit Mittel- oder Niedrigspannungen.
  • Welche Region ist betroffen? Verbraucher im Nordosten des Landes – wie in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – zahlen mehr, weil dort mit der Entstehung vieler Windkraftanlagen der Netzausbau stärker ausfällt.
  • Wie hoch ist die Besiedlungsdichte? In dünn besiedelten Gebieten Deutschlands zahlen die Verbraucher höhere Netznutzungsentgelte und damit deutlich mehr als in dichter besiedelten Teilen.

Während der Corona-Pandemie kam es zu einer sinkenden Strom-Nachfrage durch die Industrie. Diese verringerte Nachfrage verursachte wiederum einen Preissturz im Großhandel.

Die daraus resultierenden Einnahmen treffen auch Stromanbieter, die mit erneuerbaren Energien wirtschaften. Somit ist eine höhere Förderung nötig, damit die Erzeugung wirtschaftlich bleibt. Die Differenz wird normalerweise durch das EEG-Konto (EEG-Umlage) ausgeglichen, also mithilfe der Stromzahlungen von Privatkunden. Dieser Ausgleich wäre 2020/21 um einiges teurer als bisher. Um die Mehrkosten nicht an den Verbraucher weiterzugeben, sorgt der Bund für einen Ausgleich.

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