Faktencheck und Tipps

innogy Preiserhöhung: So entgehen Sie teureren Preisen

Der Anbieter innogy SE hat regelmäßig seine Preise angepasst, dies den Kunden aber nicht immer transparent mitgeteilt. Im Folgenden gehen wir eine innogy-Preiserhöhung Schritt für Schritt durch und erklären, worauf Sie achten sollten, welche Rechte Sie haben und was in diesem Fall zu tun ist.

Kurzüberblick zur innogy-Preiserhöhung

Alles Wichtige zur Preiserhöhung von innogy auf einen Blick:

  • innogy ist seit Oktober 2020 E.ON. Hier finden Sie Informationen zu E.ON Preiserhöhungen und eine Bewertung zu E.ON.
  • innogy hat regelmäßig die Preise angehoben.
  • Preiserhöhungen sind für Kunden oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich.
  • Kunden konnten bei Preiserhöhungen durch innogy vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.
  • Durch einen Stromanbieterwechsel lassen sich jedes Jahr hunderte Euro sparen.

innogy Preiserhöhung erkennen

Erhöht ein Stromanbieter seine Preise, so ist er gesetzlich dazu verpflichtet, sich an bestimmte Vorgaben zu halten. Dazu gehören u. a. folgende:

  • Kunden müssen mindestens 6 Wochen im Voraus über eine geplante Preiserhöhung informiert werden.
  • Die Information muss schriftlich erfolgen.
  • Kunden müssen im gleichen Schreiben auf das Sonderkündigungsrecht hingewiesen werden.
  • Falls es sich um den örtlichen Grundversorger handelt: Preissteigerungen müssen öffentlich bekannt gemacht werden (meist in der Zeitung).

Ein solches Informationsschreiben sollte Kunden im Idealfall schon in der Überschrift oder in den ersten Sätzen verraten, dass eine Preiserhöhung geplant ist. In der Realität sehen solche Mitteilungen des Stromversorgers jedoch oft anders aus.

Versteckte Preiserhöhungen durch innogy

innogy hielt sich zwar an die gesetzlichen Vorgaben, allerdings versteckte sich die Nachricht zu einer Preiserhöhung oft in einem seitenlangen Brief. So wurde die Preisänderung beispielsweise immer wieder unter dem Vorwand einer neuen Preisgarantie getarnt. Die langen Textpassagen beinhalteten auf den ersten Blick lediglich die Entwicklungen der Stromkosten und andere Analysen zum Strompreis. Kunden war somit nicht auf Anhieb ersichtlich, dass sie eigentlich eine Preiserhöhung erwartet.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei Schreiben des Stromanbieters beispielsweise auf Formulierungen wie „Aufgrund der Vertragsänderung steht Ihnen selbstverständlich ein Sonderkündigungsrecht zu“ zu achten. Zu solchen Klauseln sind Stromversorger gesetzlich verpflichtet, wenn Änderungen an den Vertragsbedingungen ins Haus stehen. Eine Preiserhöhung können Sie so meist sicher entlarven.

Rechte bei einer innogy-Preiserhöhung

Bei einer Preiserhöhung durch innogy (und auch bei einer Senkung) hatten Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Sie konnten dadurch bis zum Tag vor Inkrafttreten der neuen Preise kündigen und mussten die eigentliche Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist nicht berücksichtigen.

Wer einen örtlichen Grundversorgungstarif von innogy genutzt hat, konnte diese jederzeit innerhalb von 14 Tagen kündigen. Der Vertrag ließ sich also schon beenden, bevor die erhöhten Preise in Kraft traten.

Gilt das Sonderkündigungsrecht, wenn die Preisgarantie entfällt?

Viele Stromanbieter bieten ihren Kunden eine Preisgarantie an. Werden allerdings die staatlichen Umlagen und Abgaben erhöht, ist diese oft hinfällig. Eine solche Einschränkung der Preisgarantie lässt den Trugschluss zu, dass Kunden einer Preiserhöhung aus steuerlichen Gründen nicht widersprechen können. Die individuelle Preisgarantie des Stromanbieters beeinflusst das in einem solchen Fall in Kraft tretende Sonderkündigungsrecht allerdings nicht.

In der Vergangenheit haben Stromanbieter zwar immer wieder versucht, durch diese Klausel ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen abzuwenden, sind damit allerdings vor den Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof gescheitert. Das liegt daran, dass der Stromanbieter bei einer Preiserhöhung – aus welchen Gründen sie auch vorgenommen wurde – einseitig entscheidet, die Vertragsbedingungen zu ändern.

Das Gesetz lässt dem Kunden in diesem Fall zwei Möglichkeiten offen: Er kann die Änderung entweder annehmen oder von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

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Der innogy-Preiserhöhung entgehen: Kündigung und Anbieterwechsel

Sich über die Erhöhung zu ärgern und sie dennoch hinzunehmen, ist nicht sinnvoll. Ein Stromanbieterwechsel lohnt sich in diesem Fall enorm, denn Treue zahlt sich auf dem Strommarkt nicht aus: Bestandskunden zahlen die teuersten Preise und sind immer wieder Preiserhöhungen ausgesetzt. Neukunden hingegen können von Rabatten und Bonuszahlungen (z. B. Neukundenbonus) profitieren.

Außerdem sind die Preise in der Grundversorgung meist die höchsten. Dadurch zahlt ein Großteil der deutschen Verbraucher hunderte Euro jährlich zu viel, während sie bei freien Anbietern viel Geld sparen könnten.

Wenn Sie rechtzeitig die Mitteilung über eine Preiserhöhung erhalten und sich entschlossen haben, den Anbieter zu wechseln, sollten Sie möglichst zeitnah reagieren und kündigen. Je länger Sie warten, desto mehr steigt die Gefahr, dass der neue Stromanbieter Sie nicht mehr rechtzeitig beliefern kann. In diesem Fall werden Sie kurzzeitig durch die Ersatzversorgung des Grundversorgers zwischenversorgt. Diese ist vergleichsweise teuer, gewährleistet allerdings die Stromversorgung zu jeder Zeit. Wir empfehlen, den Wechsel des Stromtarifs mit mindestens 4 Wochen Vorlaufzeit vorzunehmen.

Der neue Versorger kann die Sonderkündigung bei einer Preisänderung übrigens nicht übernehmen. In einem solchen Fall muss der Kunde selbst die Kündigung aussprechen. Die Kündigung muss per Post, Fax oder E-Mail erfolgen – je nachdem, ob vom Stromanbieter die Text- oder Schriftform gefordert wird.

Für alle ab dem 01.10.2016 abgeschlossenen Verträge ist Kündigen nach einer Gesetzesänderung inzwischen einfacher. Ein unterschriebener Brief ist somit nicht mehr nötig, die sogenannte Textform (z. B. Mail) reicht aus.

Links & Downloads zur innogy-Preiserhöhung

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