SEO: Strompreisentwicklung 2018

Der Strompreis im Faktencheck

Strompreisentwicklung 2018

Fast nirgendwo in Europa ist Strom für Privatkunden so teuer wie in Deutschland. Die Strompreise sind in den letzten zehn Jahren fast um die Hälfte angestiegen, womit vor allem die privaten Haushalte ordentlich zu kämpfen haben. Viele Verbraucher fragen sich daher, was die Ursache für diese Entwicklung ist und wovon die Preisentwicklung abhängig ist.

Strompreisentwicklung | cheapenergy24
  • Strompreisentwicklung abhängig von Umlagen und Steuern
  • Strompreise steigen weiter, trotz günstiger Stromproduktion
  • Tarifwechsel zu einem günstigeren Anbieter als letzte Abhilfe

Strompreisentwicklung

Wie kommt der Strompreis zustande?

Der Strompreis ist das Entgelt, das ein Stromkonzern für die Belieferung mit elektrischer Energie verlangt. Das Entgelt für den Strom wird maßgeblich durch drei Komponenten beeinflusst: der Beschaffung des Stroms (u.a. an der Strombörse), den Netznutzungsgebühren und den staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen. Die Strompreisentwicklung hängt von all diesen Faktoren ab und kann nicht nur auf eine Komponente zurückgeführt werden.

Strompreisentwicklung

Preisbildung an der Strombörse

Ein Teil der Strompreisentwicklung hängt von der Preisbildung an der Strombörse ab. Dort werden Angebot und Nachfrage des Stroms gebündelt. Der deutsche, österreichische und französische Strom wird an der Strombörse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig gehandelt. An der Strombörse können Stromversorger Strom entweder anbieten oder auch einkaufen. Beispielsweise können Stromkonzerne, die zu viel Strom produziert haben, ihren Strom dort zum Verkauf anbieten. So können Versorger, die nicht genug Strom für die Belieferung aller Kunden parat haben, diesen an der Börse einkaufen. Die Stromanbieter der Börse legen fest, für welchen Preis sie ihren Strom verkaufen möchten.
Währenddessen geben die Stromkäufer Angebote ab, wie viel sie aktuell bereit sind, zu zahlen. Der tatsächliche Verkaufspreis wird dann auf der Basis aller Angebote und Nachfragen ermittelt. Diese Komponente des Strompreises ist in der Infografik unter „Strombeschaffung & Vertrieb“ aufgeführt. Somit beeinflusst der an der Börse ausgehandelte Preis den tatsächlichen Strompreis momentan nur zu circa 25%. Den Großteil machen verschiedene staatliche Umlagen sowie die Netznutzungsentgelte aus.

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Strompreisentwicklung

Nutzungsentgelte

Stromanbieter müssen Nutzungsentgelte an Netzbetreiber dafür zahlen, dass sie deren Verteilernetze für die Strombelieferung nutzen können. Doch die Höhe des Nutzungsbetrags kann von den Netzbetreibern nicht beliebig hoch angesetzt werden, da sie der Kontrolle durch die Bundesnetzagentur unterliegt. Wie hoch der Preis für die Nutzung der Verteilernetze angesetzt werden darf, hängt beispielsweise von der Modernität der Infrastruktur ab. Leitungen mit Hochspannungs-Übertragung sind beispielsweise teurer in der Nutzung als Verteilernetze mit Mittel- oder Niedrigspannungen. Von Hochspannung spricht man bei 110 kV, von mittlerer Spannungsebene bei 20 kV und von Niedrigspannung bei 0,2 bis 0,4 kV. Derzeit machen die Kosten für die Nutzungsentgelte 22% des Strompreises aus und haben somit einen nicht unerheblichen Anteil an der Strompreisentwicklung. Die Bundesnetzagentur geht momentan von einem Anstieg der Netzentgelte aus, da umfassende Netzsanierungen anstehen.

Strompreisentwicklung

EEG-Umlage

EEG-Umlage steht für die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und ist im Jahr 2018 auf dem Stand 6,792 Cent pro Kilowattstunde. Ziel der Umlage ist es, den Erzeugern von erneuerbaren Energien feste Einspeisevergütungen zu sichern und so die Stromerzeugung durch nachhaltige Quellen zu fördern. In der Regel werden damit die Energieerzeugungsformen durch Windkraft, Solar, Wasserkraft und Biomasse unterstützt. Laut dem Gesetz müssen Energielieferanten für jede an den Verbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber abgeben. Die Höhe der EEG-Umlage hat sich in den letzten Jahren fünf Jahren verdoppelt, von 3,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2012 auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2018. Damit trägt die EEG-Umlage inzwischen zu einem beträchtlichen Anteil zum Strompreis bei. Laut Marktexperten soll die EEG-Umlage erst ab Mitte der 2020er Jahre dauerhaft sinken.

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Strompreisentwicklung

Abgaben und Steuern

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgaben sind Entgelte, die Energieversorger an Gemeinden zahlen, dafür dass diese ihnen das Recht einräumen, auf öffentlichem Grund Strom- und Gasleitungen zu verlegen und zu betreiben. Deutschland ist bisher das einzige Land mit einem Konzessionsrecht, obwohl dieses insbesondere für Städte und Gemeinden eine beachtliche Einnahmequelle darstellt. Der Anteil der Konzessionsabgabe am Strompreis ist im Schnitt 5-6%, während der Anteil beim Gaspreis mit 0,5% deutlich geringer ist.

Umsatzsteuer und Stromsteuer

Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, beträgt derzeit 19% und wird auf den Netto-Strompreis drauf gerechnet. Damit beeinflusst die Umsatzsteuer den Strompreis deutlich stärker, als beispielsweise die Konzessionsabgabe. Die Stromsteuer beträgt derzeit 7% vom Strompreis und wird auch Ökosteuer genannt. Entgelte aus der Stromsteuer werden zum Teil für die Senkung der Rentenbeitragssätze verwendet. Die restlichen Anteile des Strompreises setzen sich aus sonstigen Umlagen zusammen, wie zum Beispiel KWK-Umlage, Stromnetzentgeltverordnung, Offshore-Haftungsumlage und Umlage für abschaltbare Lasten.

Strompreisentwicklung

Abgaben und Steuern

Über die zukünftige Strompreisentwicklung können auch Experten nur mutmaßen. Denn die zahlreichen Faktoren, die auf den Strompreis Einfluss nehmen, sind zum Teil von politischen Entscheidungen oder marktspezifischen Entwicklungen abhängig. Momentan machen staatliche Abgaben und Steuern fast die Hälfte des Strompreises aus (EEG-Umlage, Konzessionsabgabe, Umsatzsteuer, Stromsteuer). Die EEG-Umlage wird in den nächsten Jahren nicht sinken, da die Investitionen in erneuerbare Energien noch lange nicht abgeschlossen sind und das Thema immer noch ganz oben auf der politischen Agenda steht. Die staatlich verursachten Kostenanteile des Strompreises werden daher vorerst nicht sinken. Stromexperten rechnen daher mit weiter steigenden Preisen und einer Fortführung der bisherigen Strompreisentwicklung. Für Verbraucher wird empfohlen, jedes Jahr den Stromanbieter zu wechseln, um auch bei steigenden Strompreisen jedes Jahr zu sparen.

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