Faktencheck und Tipps

Stadtwerke München Preiserhöhung

Die Stadtwerke München erhöhen immer wieder ihre Preise. Der Kunde kann solche Preisänderungen nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Im Folgenden gehen wir eine Preiserhöhung Schritt für Schritt durch und erklären, worauf Sie achten sollten, welche Rechte Verbraucher haben und was in diesem Fall zu tun ist.

Mann sieht sich nach einer STadtwerke München Preiserhöhung grübelnd seine Stromrechnung an
  • Die Stadtwerke München nehmen regelmäßig Preiserhöhungen vor
  • Steigende Preise werden dem Kunden oft versteckt und intransparent mitgeteilt
  • Bei Preiserhöhungen der Stadtwerke München können Kunden von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen

Stadtwerke München Preiserhöhung: Fakt I

Die Preiserhöhung erkennen

Hebt ein Stromanbieter seine Preise an, dann verpflichtet ihn das Gesetz dazu, sich an bestimmte Vorgaben zu halten. Unter anderem gilt es, die Kunden mindestens 6 Wochen im Voraus schriftlich über eine geplante Preiserhöhung zu informieren und gleichzeitig auch auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Das Informationsschreiben zur Preisänderung verrät dem Kunden im Idealfall schon in der Überschrift oder in den ersten Sätzen, dass ihn eine Preiserhöhung erwartet. Allerdings sehen solche Mitteilungen in der Realität oft anders aus. Die Stadtwerke München halten sich so zwar an die gesetzlichen Vorgaben, allerdings verstecken sich Nachrichten zu einer Preiserhöhung immer wieder in langen Briefen. Oftmals sind Preisänderung beispielsweise unter dem Vorwand einer neuen Preisgarantie getarnt. In den langen Textpassagen geht es so auf den ersten Blick lediglich um die Entwicklungen der Stromkosten und andere Analysen zum Strompreis. Der Kunde kann nicht auf Anhieb erkennen, dass hier eigentlich eine Preiserhöhung angekündigt wird. Bei Schreiben des Stromanbieters sollten Sie deshalb beispielsweise immer auf Formulierungen wie „Aufgrund der Vertragsänderung steht Ihnen selbstverständlich ein Sonderkündigungsrecht zu“ achten. Stromversorger sind gesetzlich zu solchen Klauseln verpflichtet, wenn Änderungen an den Vertragsbedingungen ins Haus stehen. So wird eine Preiserhöhung meist sicher entlarvt.

Mann hält leuchtende Glühlampe in der Hand. Daneben ein paar Stapel Geldmünzen

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Stadtwerke München Preiserhöhung: Fakt II

Rechte als Verbraucher

Viele Stromanbieter locken ihre Kunden mit einer Preisgarantie an. Diese ist allerdings oft hinfällig, wenn staatliche Umlagen und Abgaben erhöht werden. Diese Einschränkung der Preisgarantie verleitet viele Kunden zu der Annahme, dass sie einer Preiserhöhung aus steuerlichen Gründen nicht widersprechen können. Dabei wird das in einem solchen Fall in Kraft tretende Sonderkündigungsrecht nicht von der individuellen Preisgarantie des Stromanbieters beeinflusst. In der Vergangenheit wollten Stromanbieter durch diese Klausel zwar immer wieder ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen abwenden, sind damit allerdings vor den Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof gescheitert. Die Begründung liegt darin, dass der Stromanbieter bei einer Preiserhöhung – aus welchen Gründen auch immer – einseitig entscheidet, die Vertragsbedingungen zu ändern. Das Gesetz bietet dem Kunden in diesem Fall zwei Möglichkeiten: Er kann die Änderung akzeptieren, oder aber sein Sonderkündigungsrecht nutzen.

Stadtwerke München Preiserhöhung: Fakt III

Mitteilung zur geplanten Preiserhöhung

Kunden steht mindestens 6 Wochen im Voraus eine Mitteilung von ihren Stromanbietern über die geplante Preisveränderung zu. Änderungen im Grundversorgertarif müssen außerdem öffentlich bekannt gemacht werden.

Stadtwerke München im Grundversorgertarif:

Grundversorger stehen in der Pflicht, dem Kunden die Preiserhöhung mindestens 6 Wochen vor einer Erhöhung mitzuteilen. Außerdem muss die Preiserhöhung auch öffentlich bekannt gemacht werden – beispielsweise in der Zeitung.

Stadtwerke München im Sondertarif:

Stromanbieter sind verpflichtet, auch Kunden in Sondertarifen mindestens 6 Wochen im Voraus eine Mitteilung über die Preisänderung zukommen zu lassen.

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Ein rosa Sparschwein. Vor ihm mehrere Stapel Geldmünzen.

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Stadtwerke München Preiserhöhung: Fakt IV

Kündigung und Anbieterwechsel

Wenn Ihr Stromanbieter Sie rechtzeitig über die Preiserhöhung informiert und Sie sich dazu entschließen, den Anbieter zu wechseln, sollten Sie möglichst bald reagieren und kündigen. Wenn Sie länger warten, steigt die Gefahr, dass der neue Stromanbieter die Belieferung nicht mehr rechtzeitig übernehmen kann und Sie kurzzeitig durch die Ersatzversorgung des Grundversorgers zwischenversorgt werden müssen. Diese Ersatzversorgung ist vergleichsweise teuer, gewährleistet allerdings, dass Sie jederzeit mit Strom versorgt werden. Wir empfehlen, einen Wechsel des Stromtarifs mit mindestens 4 Wochen Vorlaufzeit vorzunehmen.

Der neue Versorger kann die Sonderkündigung bei einer Preisänderung übrigens nicht für den Verbraucher vornehmen. Der Kunde muss in einem solchen Fall selbst die Kündigung aussprechen. Diese erfolgt per Post, Fax oder E-Mail – je nachdem, ob vom Stromanbieter die Text- oder Schriftform gefordert wird.

Kündigen ist für alle ab dem 01.10.2016 abgeschlossenen Verträge nach einer Gesetzesänderung inzwischen einfacher. Ein unterschriebener Brief ist nicht mehr nötig, da die sogenannte Textform ausreicht.

Stadtwerke München Preiserhöhung: Fakt V

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