Verbraucherfragen

Was passiert, wenn der Stromanbieter insolvent geht?

In den letzten Monaten häuften sich die Nachrichten über Stromanbieter, die Insolvenz anmelden mussten. Bei den Kunden sorgt diese Nachricht meist für große Unsicherheit: Was ist zu tun, wenn der eigene Stromanbieter insolvent geht? Woher kommt der Strom jetzt? Unsere Energie-Experten geben Antworten – und außerdem auch Tipps, wie man das Risiko für einen solchen Fall minimieren kann.

Taschenrechner und Insolvenz-Hammer
  • In den letzten Monaten mussten einige Energieversorger Insolvenz anmelden
  • Kunden rutschen nach Insolvenz ihres Stromanbieters automatisch in die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers

  • Wer bei der Auswahl des Stromanbieters genau hinsieht, kann sein Risiko minimieren

Woher kommt jetzt der Strom?

Erst im Januar schockierte der Energieversorger BEV seine Kunden mit der Nachricht, insolvent gegangen zu sein. Damit reiht sich das Unternehmen in eine ganze Reihe anderer Stromanbieter ein, die in den letzten Monaten Insolvenz anmelden mussten – beispielsweise Econsum, die energycoop eG oder e:veen. Für den Verbraucher wirft eine solche Hiobsbotschaft natürlich erstmal Unmengen an Fragen auf. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Wenn ein Stromanbieter insolvent geht und keinen Strom mehr liefern kann, müssen seine Kunden dennoch nicht befürchten, jetzt auf einmal im Dunkeln zu sitzen. Tatsächlich springt in einem solchen Fall nahtlos der örtliche Grundversorger mit einer sogenannten Ersatzversorgung ein. Diese ist allerdings nicht unbedingt günstig, orientiert sie sich doch an den Tarifen der Grundversorgung. Deshalb sollte so schnell wie möglich ein neuer Anbieter gewählt werden, um dem teuren Grundversorgungstarif zu entkommen.

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Muss ich meinen alten Vertrag kündigen?

Verbraucherschützer raten dazu, im Falle einer Insolvenz dem insolventen Anbieter trotzdem noch ein Kündigungsschreiben zukommen zu lassen und eine bestehende Einzugsermächtigung für Abschlagszahlungen zu widerrufen. So ist der Kunde für alle Fälle abgesichert. Bei der anschließenden Wahl des neues Anbieters sollte nun mit Bedacht vorgegangen werden, denn leider tummeln sich auf dem Markt auch ein paar schwarze Schafe. Dabei lassen sich unseriöse Stromversorger schon im Vorfeld anhand bestimmter Kriterien identifizieren.

Das Risiko minimieren

Um herauszufinden, ob es sich beim gewünschten Anbieter um einen seriösen Stromversorger handelt, bietet sich zunächst ein Blick auf Bewertungsplattformen wie etwa Reclabox an. Finden sich hier viele Beschwerden über schlechten Kundenservice, undurchsichtige Preissteigerungen oder auch Bonuszahlungen, die nie erhalten wurden, sollte man besser die Finger von diesem Anbieter lassen und sich nach einer Alternative umsehen. Außerdem ist es immer gut, wenn ein Stromversorger schon lange auf dem Markt ist und viele Kunden hat. Das macht nicht nur die Bewertungen aussagekräftiger, sondern spricht auch für einen guten Service. Ebenso lohnt sich ein Blick in die Vertragskonditionen des gewünschten Anbieters. Seriöse Stromversorger verzichten auf Tarife mit Vorauskasse und setzen stattdessen auf monatliche Abschlagszahlungen. Auch sollten Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist möglichst kurz gehalten sein – im Idealfall nicht mehr als 12 bzw. einen Monat. Wer auf einen seriösen Anbieter zurückgreifen, sich aber nicht selbst um den Wechsel kümmern will, kann auf den digitalen Wechselassistenten von cheapenergy24 zurückgreifen.  Dieser prüft oben genannte Punkte für den Kunden und kümmert sich auch in Zukunft um den Wechsel –  mit bis zu 900 Euro Einsparpotenzial im Jahr.

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