Verbraucherfragen

Was passiert, wenn der Stromanbieter insolvent geht?

Wenn ein Stromanbieter Insolvenz anmelden muss, sorgt diese Nachricht bei den Kunden meist für große Unsicherheit: Was ist zu tun, wenn der eigene Stromanbieter insolvent geht? Woher kommt der Strom jetzt? Unsere Energie-Experten geben Antworten – und außerdem auch Tipps, wie man das Risiko für einen solchen Fall minimieren kann.

Stromanbieter insolvent

© 9dreamstudio / Adobe Stock

Woher kommt der Strom, wenn der Anbieter insolvent ist?

Eine ganze Reihe Stromanbieter musste in den letzten Jahren Insolvenz anmelden– beispielsweise BEV, Econsum, die energycoop eG oder e:veen. Oft trifft dies Billig- bzw. sogenannte Discountanbieter von Strom.

Für den Verbraucher wirft eine solche Hiobsbotschaft natürlich Unmengen an Fragen auf und die Versorgung mit Informationen ist oft äußerst spärlich.

Doch es gibt keinen Grund zur Panik: Wenn ein Stromanbieter Insolvenz anmeldet und keinen Strom mehr liefern kann, müssen Sie als Kunde dennoch nicht befürchten, durch Stromausfall plötzlich im Dunkeln zu sitzen. Die Stromversorgung ohne Unterbrechung ist sogar gesetzlich geregelt.

Durch die Insolvenzanmeldung des Stromversorgers kommt es zu einem Lieferstopp. Dadurch springt nahtlos der örtliche Grundversorger mit einer sogenannten Ersatzversorgung ein. Oft sind das die Stadtwerke. Die Ersatzversorgung ist allerdings nicht unbedingt günstig, denn sie orientiert sich an den Tarifen der Grundversorgung.

Deshalb sollten Sie, wenn Ihr Stromanbieter insolvent ist, so schnell wie möglich einen neuen Anbieter wählen, um dem teuren Grundversorgungstarif zu entkommen.

 

Das können Sie tun, wenn Ihr Stromanbieter insolvent ist

Mit folgenden Schritten sind Sie bei einer Insolvenz Ihres Stromanbieters auf der sicheren Seite:

  • Kündigen:
    Verbraucherschützer raten dazu, dem insolventen Anbieter trotz angekündigter Insolvenz ein Kündigungsschreiben zukommen zu lassen (am besten per Einschreiben mit Rückschein). Darin sollten Sie auch eine ggf. bestehende Einzugsermächtigung für Abschlagszahlungen widerrufen. So sind Sie für alle Fälle abgesichert.
  • Rechnungen begleichen:
    Falls noch Rechnungsbeträge offen sind und die Forderung des insolventen Anbieters an Sie gerechtfertigt ist, müssen Sie diese begleichen. Die Überweisung sollte allerdings an das Sonderkonto des Insolvenzverwalters gehen, nicht an das Unternehmenskonto des Stromanbieters.
  • Vorauszahlungen zurückfordern:
    Sollten Sie Vorauszahlungen geleistet haben, fordern Sie diese vom insolventen Anbieter zurück bzw. lassen Sie Lastschriften von Ihrer Bank zurückbuchen. Dies ist bis zu acht Wochen nach Einzug möglich.
  • Rückzahlungen einfordern:
    Falls Sie noch eine Rückzahlung bekommen sollten, weil sie zu hohe Abschlagszahlungen gezahlt haben, bleibt nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur die Möglichkeit, den Betrag zur Insolvenztabelle anzumelden. Oft ist hier fraglich, ob der Verbraucher die Summe noch zurückerhält, da in vielen Fällen zahlreiche Forderungen eingehen.
  • Zählerstand ablesen:
    Bei einer Insolvenz des Stromanbieters ist es sinnvoll, die Zählerstände abzulesen und sie an den Netzbetreiber weiterzugeben. Wenn dann der Wechsel zu einem neuen Anbieter erfolgt, sind die Verbrauchszahlen korrekt und Sie sparen sich unnötigen Ärger. Auch der Grundversorger benötigt voraussichtlich Ihren Zählerstand.
  • Neuen Anbieter suchen:
    Bei der anschließenden Wahl des neues Anbieters sollten Sie mit Bedacht vorgehen, denn leider tummeln sich auf dem Markt auch ein paar schwarze Schafe. Dabei lassen sich unseriöse Stromversorger schon im Vorfeld anhand bestimmter Kriterien identifizieren. Alternativ können Sie cheapenergy24 mit dem Stromanbieterwechsel beauftragen, um sich weiteren Stress zu ersparen.

Neuen Stromanbieter auswählen: Risiko einer Stromanbieter-Insolvenz minimieren

Die unangenehme Erfahrung, dass Ihr Stromanbieter Insolvenz angemeldet hat, möchten Sie selbstverständlich kein zweites Mal machen. Um herauszufinden, ob es sich beim gewünschten Anbieter um einen seriösen Stromversorger handelt, bietet sich zunächst ein Blick auf Bewertungsplattformen wie etwa Reclabox an.

Finden sich hier viele Beschwerden über schlechten Kundenservice, undurchsichtige Preissteigerungen oder auch Bonuszahlungen, die die Kunden nie erhalten haben, sollte man besser die Finger von diesem Anbieter lassen und sich nach einer Alternative umsehen.

Grundsätzlich ist es gut, wenn ein Stromversorger schon lange auf dem Markt ist und viele Kunden hat. Das macht nicht nur die Bewertungen aussagekräftiger, sondern spricht auch für einen guten Service.

Ebenso lohnt sich ein Blick in die Vertragskonditionen des gewünschten Anbieters: Seriöse Stromversorger verzichten auf Tarife mit Vorauskasse und setzen stattdessen auf monatliche Abschlagszahlungen. Auch sollten Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist möglichst kurz gehalten sein – im Idealfall nicht mehr als 12 Monate Vertragslaufzeit und ein Monat Kündigungsfrist. Achten Sie außerdem darauf, keinen Vertrag mit kurzer Preisgarantie einzugehen. 12 Monate sind hier ebenfalls empfehlenswert.

Wer auf einen seriösen Anbieter zurückgreifen, sich aber nicht selbst um den Wechsel kümmern will, kann den digitalen Wechselassistenten von cheapenergy24 nutzen. Dieser prüft oben genannte Punkte für den Kunden und kümmert sich auch in Zukunft um den Wechsel – mit bis zu 900 Euro Einsparpotenzial im Jahr.

Unser Rundum-sorglos-Service für Sie!

cheapenergy24 optimiert unabhängig und verbraucherfreundlich jährlich Ihre Tarife. Dabei übernehmen wir die gesamte Vertragsorganisation – von der Tarifprüfung bis zum Wechsel des Strom- oder Gasanbieters. Sie sparen mit unserem automatischen Wechselservice jedes Jahr bis zu 900 Euro und jede Menge kostbare Zeit!

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