Der Kilowattstundenpreis: So viel Energie bekommen Sie für Ihr Geld

Wie viel kostet in Deutschland eine Kilowattstunde (kWh) Strom und für was können Sie diese im Alltag nutzen? Der Kilowattstundenpreis ist ein wichtiger Bestandteil des Strompreises und sollte auch bei einem Tarifvergleich bzw. Stromanbieterwechsel berücksichtigt werden. Hier erfahren Sie alles Wichtige zur Kilowattstunde und ihrem Preis!

Wie viel kostet eine Kilowattstunde in Deutschland im Jahr 2020?

Der aktuelle durchschnittliche Preis pro Kilowattstunde liegt in Deutschland bei 31,37 Cent bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden (Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.).

Was ist eine Kilowattstunde?

Elektrische Leistung misst man in Watt – d. h. den Energieumsatz in einer bestimmten Zeitspanne. 1000 Watt sind ein Kilowatt.

Die Einheit Kilowattstunde (kWh) ist eine Messgröße, um eine bestimmte Menge an Energie beschreiben zu können: Eine Kilowattstunde ist die Energiemenge, die von einem Gerät bei einer gleichbleibenden Leistung von einem Kilowatt innerhalb einer Stunde umgesetzt wird, also aufgenommen oder abgegeben.

Beispiel: Wenn Ihr Föhn eine Leistung von 1000 Watt hat, also 1 kW, könnten Sie ihn eine Stunde lang nutzen, bis sie eine kWh verbraucht haben.

Auf vielen Haushaltsgeräten steht, welche Leistung sie haben. Über den Strom- oder Wärmezähler wird der Verbrauch im Haushalt in Kilowattstunden erfasst. Auf der jährlichen Strom- oder Gasrechnung werden dann die Strom- und Gaspreise als Kilowattstundenpreise angegeben.

Was ist der Kilowattstundenpreis?

Der Kilowattstundenpreis ist die Einheit, in der Versorger ihre Tarife anbieten. Somit ist der Kilowattstundenpreis auch die Vergleichsbasis für den Verbraucher, um Angebote von Stromanbietern vergleichen zu können. Dabei gilt, je höher der Kilowattstundenpreis und der Verbrauch, desto höher fällt die Jahresabrechnung aus. Die Preise pro kWh variieren je nach Anbieter und Tarif.

Wie hat sich der Preis pro Kilowattstunde in Deutschland entwickelt?

Der aktuelle Kilowattstundenpreis in Deutschland liegt bei rund 32 Cent. Das war nicht immer so – denn die Strompreise steigen stetig: Seit der Jahrtausendwende ist der Strompreis für Privathaushalte in Deutschland von 13,94 Cent auf 30,43 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, also um 118 %!

Hier sehen Sie die durchschnittlichen Preise pro Kilowattstunde von 2017 bis 2020:

  • Im Jahr 2017 lag der Kilowattstundenpreis in Deutschland durchschnittlich bei 29,16 Cent pro Kilowattstunde.
  • Für 2018 galt bereits ein durchschnittlicher Kilowattstundenpreis von 29,42 Cent pro Kilowattstunde.
  • 2019 war der kWh-Preis auf 30,43 Cent angestiegen.
  • 2020 liegt der Kilowattstundenpreis bereits bei durchschnittlich 31,37 Cent.

Diese Kilowattstundenpreise beziehen sich auf den Grundversorgertarif. Der günstigste konventionelle und der günstigste Ökostromtarif liegen mehrere Cent unter dem Grundversorgertarif, was sich auf Dauer summiert. Daher lohnt sich immer ein Strompreisvergleich. Hier finden Sie einen Überblick über die aktuellen Kilowattstundenpreise 2020 je nach Tarif:

Kilowattstundenpreis 2020 Tabelle je nach Tarif

Stromtarife Unterschiede Kilowattstundenpreis

Wie kommt der Preis für eine Kilowattstunde Strom zustande?

Der Strompreis, abgerechnet pro Kilowattstunde, setzt sich aus zwei Bestandeteilen zusammen:

  1. Einem festen Grundpreis, ähnlich einer monatlichen Grundgebühr und
  2. einem Arbeitspreis, der abhängig vom individuellen Verbrauch im Haushalt ist. Er enthält außerdem Abgaben, Steuern und Umlagen (z. B. EEG-Umlage). Diese machen einen Großteil der Einnahmen aus, die der Stromversorger hat, allerdings muss er diese Abgaben abführen: Ca. 55 % des Strompreises gehen an den Staat und 26 % erhält der Netzbetreiber. Der Stromanbieter nimmt somit nur ca. 19 % selbst ein.

Die Strompreise sind im europäischen Vergleich u. a. durch die EEG-Umlage besonders hoch.

Stromkosten mit Kilowattstundenpreis berechnen

Während man den Kilowattstundenpreis seiner jährlichen Stromrechnung entnehmen kann, ist Verbrauchern oft unklar, welche Kosten die einzelnen Geräte im Haushalt verursachen. Um die tatsächlichen Stromkosten eines Geräts herauszufinden, benötigen Sie folgende Einheiten:

  1. Die Leistung des Geräts
  2. die Dauer, wie lange die Leistung vom Gerät erbracht wird
  3. den Kilowattstundenpreis Ihres Stromtarifs.

Zum einfacheren Verständnis hier eine Beispielrechnung:

Wir gehen von einem durchschnittlichen Kühlschrank mit 150 Watt Leistung und einem Kilowattstundenpreis von 0,29 Euro aus.

Wichtig bei der Berechnung der Stromkosten: Die Leistung von Geräten ist meistens in Watt und nicht in Kilowatt angegeben. Um mit dem Kilowattstundenpreis rechnen zu können, muss also die Leistung auch in Kilowatt umgerechnet werden.

Das geht ganz einfach, indem man die Wattstunde durch 1000 teilt. In unserem Beispiel: 150 Watt = 0,15 Kilowatt.

Anschließend kann man mit folgender Formel rechnen:

Leistung in kWh x Kilowattstundenpreis
= Stromkosten des Geräts pro Stunde

In unserem Beispiel 0,15 kWh x 0,29 Euro/kWh = 0,0435 Euro pro Stunde. Somit kostet die Nutzung dieses Kühlschranks knapp 4 Cent pro Stunde.

Auf den gesamten Verbrauch in Kilowattstunden in Ihrem Haushalt hat die Anzahl der Personen im Haushalt einen maßgeblichen Einfluss. Um den jährlichen Verbrauch einzuschätzen, können Sie folgende Durchschnittswerte nutzen:

  • 1 Person = 2.000 kWh
  • 2 Personen = 3.500 kWh
  • 3 Personen = 4.250 kWh
  • 4 Personen = 5.000 kWh

So viel Energie steckt in einer Kilowattstunde: Wie Sie eine kWh nutzen können

Was kann man im Alltag mit einer Kilowattstunde machen? Beispielsweise könnte man damit entsprechend den durchschnittlichen Verbrauchswerten…

  • …sieben Stunden lang am Stück fernsehen.
  • …eine bis eineinhalb Ladungen Wäsche waschen
  • …eine Stunde lang staubsaugen
  • …lediglich einen Kuchen backen
  • …zwei Tage lang den Kühlschrank nutzen (bei einem Volumen von 300l)
  • …100 Mal das Smartphone aufladen.

Besonders interessant für alle Umweltschützer und jene, denen auch der globale Stromverbrauch am Herzen liegt: Alleine eine einzige Google-Suche verbraucht so viel Strom wie eine Glühbirne, wenn sie eine Stunde lang brennt. Allerdings verbraucht die Google-Suche nur deshalb enorme Mengen an Strom, weil die Server beim Durchsuchen des Internets viel Strom benötigen. Der Einzelne zahlt beim Googlen nur den Strom, den er für seinen Computer, seinen Laptop oder sein Handy benötigt.

Kilowattstunde wird immer teurer: Hilft ein Anbieterwechsel?

Der Strompreis in Deutschland steigt seit vielen Jahren stetig an und die Prognose besagt, dass dies so weitergehen soll. Ab 2021 will die Bundesregierung zwar die EEG-Umlagen senken – das wirkt sich allerdings nicht unbedingt auf den Kilowattstundenpreis aus. Ein Wechsel zu einem günstigeren Stromtarif macht also insbesondere mit Blick auf die nächsten Jahre Sinn.

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