Im Zuge der Energiewende setzt Deutschland verstärkt auf erneuerbare Energien. Mit der Wahl eines Ökostromtarifes kann jeder Verbraucher einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten. Allerdings steckt nicht hinter jedem Ökostromtarif auch tatsächlich ein Nutzen für die Umwelt. Welche Tarife tatsächlich Umweltvorteile bringen und worauf Sie beim Abschluss eines Ökostromtarifes achten müssen, haben wir im folgenden Beitrag zusammengefasst.

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Was ist Ökostrom?

Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien erzeugt, die regenerativ sind und damit keine Umweltbelastung darstellen. Zu den erneuerbaren Energien gehören u.a. Bioenergie aus Biomasse, Energie aus Wasserkraft, Windenergie und Sonnenenergie (Photovoltaik). Guter Ökostrom wird zu 100% aus diesen regenerativen Energien gewonnen und stammt bestenfalls aus modernen und CO²-neutralen Anlagen.

Was ist „echter“ Ökostrom?

Guter oder echter Ökostrom wird nicht nur anteilig, sondern zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen und stammt aus Anlagen, die ökologisch unbedenklich sind. Dadurch kann echter Ökostrom die Energiewende voranbringen. Um zu erkennen, ob es sich um guten Ökostrom handelt, gibt es unterschiedliche Zertifikate und Siegel, die nur dann vergeben werden, wenn der Anbieter strenge Kriterien erfüllt. Welche Auszeichnungen es für Ökostrom gibt, stellen wir Ihnen in einem eigenen Abschnitt vor.

Oekostrom

Seit wann gibt es Ökostrom?

Nach der großen Atomkatastrophe in Tschernobyl und den Ölkrisen der 70er Jahre wurde der öffentliche Druck größer. Die Energiewende wurde ausgelöst und im Zuge dessen 1990 ein neues Stromeinspeisungsgesetz verabschiedet. Als 1998 der Strommarkt liberalisiert wurde, hatten auch Anbieter von grünem bzw. nachhaltig produziertem Strom eine Chance, dauerhaft auf dem Markt zu bestehen. In den Verbrauchern wuchs parallel dazu ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass eine Alternative zu Atom- und Kohlestrom gefunden werden muss, so dass die Ökostromtarife sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuten. Es kamen neue Ökostrom-Anbieter auf den Markt, die sich erfolgreich etablieren konnten.

Das sind die 100% Ökostromanbieter

Der Großteil der Stromanbieter sind keine reinen Ökostromanbieter, da herkömmliche Stromtarife aus fossilen Energieträgern und Atomenergie angeboten werden.

Bei 100% Ökostromanbietern muss genau hingesehen und unterschieden werden. Viele Ökostromanbieter sind Tochtergesellschaften von großen Energiekonzernen, die zwar 100% Ökostrom verkaufen, der Mutterkonzern jedoch meist zum Großteil nicht. Weil die Mutterkonzerne weiterhin Atom- und Kohlekraftwerke betreiben, geraten auch die Tochterfirmen in die Kritik.

Zu den 100% Ökostromanbietern ohne Zugehörigkeit zu einem Konzern gehören

  • Naturstrom
  • Lichtblick
  • Greenpeace Energy
  • Polarstern
  • Elektrizitätswerke Schönau.

Diese komplett unabhängigen und eigenständigen Unternehmen bieten ausschließlich 100 % Ökostrom an.

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Die Erzeugung von Ökostrom

Ökostrom stammt aus nachhaltigen Quellen, die anders als Kohle unbegrenzt verfügbar sind und der Umwelt keinen Schaden zufügen. Sie produzieren weder schädliche Abfälle wie der Atom-Strom, noch leisten sie einen negativen Beitrag zur CO²-Emission.

Ökostrom: Welche Quellen gibt es?

Ökostrom wird aus regenerativen Energiequellen gewonnen. Das sind vor allem Sonnen- und Wasserkraft, Erdwärme, Windenergie und Biomasse. Den größten Anteil davon macht die Windkraft aus, gefolgt von Biomasse, Photovoltaik-Anlagen zum Speichern der Solarenergie sowie Wasserkraft mit etwa 10% Anteil an den erneuerbaren Energien.  All diese Energiequellen stehen unbegrenzt für die Energiegewinnung zur Verfügung.

Wie wird Ökostrom erzeugt?

Die Energie aus den klimafreundlichen Quellen muss in Strom umgewandelt werden. Wie der Strom erzeugt wird, hängt also maßgeblich von der jeweiligen Energiequelle ab.

Ökostrom aus Windenergie

Für die Erzeugung von Ökostrom aus Windenergie müssen Windkraftanlagen gebaut werden. Man unterscheidet hier zwischen Onshore- und Offshore -Anlagen. Bei den Onshore-Anlagen handelt es sich um die üblichen Windanlagen, die an Land gebaut werden, um dort die kinetische Energie des Windes aufzufangen. Offshore-Anlagen sind Windparks, die auf See vor der Küste gebaut werden. Da an Land bereits viele Plätze für Onshore-Anlagen vergeben sind und der Bau auch immer wieder von Protesten blockiert wird, sehen viele in den Offshore-Anlagen die Zukunft. Das Prinzip der Stromerzeugung ist aber bei allen Anlagen gleich. Die Rotorblätter fangen den Wind ein. Über einen Generator wird der aus der Windenergie erzeugte Strom dann ins Stromnetz gespeist.

Ökostrom aus Biomasse

Biomasse ist ein Sammelbegriff für verschiedene Rohstoffe, die für die Stromerzeugung genutzt werden können. Das sind unter anderem Holz und Stroh aber auch Pflanzenabfälle, Mais oder andere natürlichen Rohstoffe. Aus dem Verbrennungsprozess dieser Rohstoffe entsteht Wasserdampf, der wiederum eine Turbine antreibt. Teilweise kann auch noch die bei der Verbrennung entstandene Abluft verwendet werden, so dass die Effizienz der Biomasse bei über 80% liegt. Bei der Stromerzeugung aus Biomasse wird nur so viel CO² freigesetzt, wie die Pflanzen vorher aufgenommen haben. Daraus ergibt sich eine hervorragende Umweltbilanz.

Ökostrom aus Solarenergie

Solarmodule fangen die Energie der Sonne ein und wandeln sie in elektrische Energie um. Durch den Aufbau der Module aus mehreren Materialschichten entsteht durch die Strahlung der Sonne innerhalb dieser Schichten eine Spannung und der Strom fließt. Über einen Wechseltrichter wird dieser Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt und im Anschluss ins Stromnetz eingespeist.

Ökostrom aus Wasserkraft

Wasserkraftanlagen haben zwei unterschiedliche Höhen-Niveaus. Wasser, das von oben kommt, treibt eine Wasserturbine an. Dadurch entsteht Bewegungsenergie, die über einen Generator in Strom umgewandelt wird. Die Kraftwerke machen sich dabei die natürlichen Strömungen des Meeres zunutze.

Ökostrom aus Erdwärme

Unterhalb der Erdkruste ist Erdwärme gespeichert, die sogenannte Geothermie. Die Temperatur von rund 12°C ist in diesem Bereich immer konstant, weil sie nicht von äußeren Einflüssen verändert werden kann. Über Wärmepumpenheizungen wird diese Geothermie direkt in die Häuser geleitet und dort im Regelfall zur Wärmeerzeugung genutzt. Über eine Kraft-Wärme-Kupplung ist es aber zudem möglich, diese Erdwärme in Strom zu verwandeln. Die Wärme treibt Turbinen an, die über einen Generator die Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandeln.

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Die Ökostromsiegel

Einheitliche Qualitätskontrollen für angebotene Ökostromtarife sind derzeit noch nicht vorhanden. Verbraucher können aber auf Ökostromzertifikate und Gütesiegel achten, die in unterschiedlicher Form am Markt existieren. Diese Auszeichnungen sollen zur Transparenz beitragen und es den Verbrauchern erleichtern, einen passenden Ökostromtarif zu finden.

Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Siegel, dass es für Verbraucher schwierig ist, den Überblick zu behalten. Ökostromzertifikate zeigen den Ursprung des Stroms und geben Aufschluss über die Zusammensetzung der Energiequellen und der Qualität des Ökostromtarifs. Die Bedingung für ein Gütesiegel: Ein Teil der Einnahmen, die aus dem Verkauf eines Ökostromtarif generiert werden, müssen die Anbieter in Projekte zum Ausbau regenerativer Energien investieren. Somit wird der Anteil der erzeugten Menge an „grünem“ Strom gefördert.

Welche Aussagekraft haben Ökostrom-Siegel?

Nicht jedes Siegel setzt den gleichen Standard voraus, was eine Vergleichbarkeit unter den verschiedenen Ökostrom-Labels fast unmöglich macht. Im Gegenteil: Manche Anbieter verzichten auf bestimmte Siegel, da sie nur den Strom und nicht den Einsatz des Unternehmens betrachten. Wer sich um einen grünen Fußabdruck bemüht, der sollte also nicht nur auf die Siegel schauen, sondern am besten auch die einzelnen Unternehmen und Tarife betrachten.

Ökostrom-Siegel: „Grüner Strom“

Cheapenergy24 ökostrom Siegel Grüner Strom Small

Hinter dem ältesten deutschen Grünstrom-Label „Grüner Strom“ stehen eine Vielzahl bekannter Umweltverbände, wie z.B. der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) oder EUROSOLAR – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien. Um Tarife mit diesem Label auszeichnen zu dürfen, muss neben „100% Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen“ auch ein Fixbetrag pro verkaufter Kilowattstunde in den Ausbau der erneuerbaren Energien investiert werden.

Weitere Kriterien sind u.a. keine Mindestabnahmemenge und keine Vorauskasse. Das Siegel „Grüner Strom“ wird nicht an Versorger verliehen, die entweder direkt oder als Konzerntochter an Atom- oder Braunkohlekraftwerken beteiligt sind.

Ökostrom-Siegel: „TÜV Nord: Geprüfter Ökostrom“

Ökostrom Siegel TÜV Nord

Das Siegel „Geprüfter Ökostrom“ des TÜV Nord setzt wie alle anderen Siegel auch eine 100%ige Versorgung mit Ökostrom voraus. Daneben muss mindestens ein Drittel des Stroms aus EE-Anlagen kommen, die nicht älter als sechs Jahre alt sind. Alternativ kann der Versorger auch einen Fixbetrag (pro kWh) zur Förderung der erneuerbaren Energien zahlen.

Ökostrom-Siegel: „TÜV Süd: EE01 und EE02“

Ökostrom Siegel TÜV Süd

Die Ökostrom-Siegel des TÜV Süd (Sitz in München) „EE01“ und „EE02“ setzen beide eine 100%ige Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien voraus, wobei mindestens 30% der Liefermenge aus neuen Kraftwerken stammen müssen (Inbetriebnahme nicht vor 2010). Daneben müssen für das Siegel „EE02“ auch alle Preisaufschläge mindestens zu 75% zur Förderung von erneuerbaren Energiequellen genutzt werden und Versorger müssen zeitgleich genauso viel Ökostrom produzieren, wie sie verkaufen.

Ökostrom-Siegel: „ok-power“

Ökostrom Siegel OK Power

Seit 2016 wurden mit dem Label „ok-power“ des Vereins Energievision e.V. 100 geprüfte Ökostromprodukte für ca. 1,7 Millionen Haushalte in Deutschland zertifiziert. Dabei hat das Label „ok-power“ ähnliche Vorgaben zur Verleihung wie das Siegel „Grüner Strom“.

100% Versorgung mit Ökostrom und eine Umsatzbeteiligung an der Förderung der erneuerbaren Energien, sowie faire und transparente Vertragsbedingungen (keine Mindestabnahmemenge, keine Vorauskasse) gehören auch hier zu den Hauptkriterien. Das Siegel „ok-power“ wird nicht an Versorger verliehen, die entweder direkt oder als Konzerntochter an Atom- oder Braunkohlekraftwerken beteiligt sind.

Ökostrom-Siegel: „EKOenergie“

Ökostrom Siegel Ekoenergie

„EKOenergie“ ist ein europäisches Ökostrom-Siegel, hinter dem über 40 verschiedene Umweltschutzorganisationen und Forschungsinstitute aus verschiedenen Ländern stehen. Es bescheinigt, dass der Ökostrom nur aus naturverträglichen Anlagen stammt. Dafür müssen alle Kraftwerke, die Strom für Tarife mit einem „EKOenergie“-Siegel liefern und Neubauten, die in Natur- oder Vogelschutzgebieten oder in UNESCO-Welterbe-Stätten liegen, einzeln überprüft und genehmigt werden. Wasserwerksbetreiber müssen nachweisen, dass sie die natürlichen Lebensräume der Tiere und das Wasserökosystem wiederherstellen. Außerdem müssen Produkte, die dieses Siegel haben, einen Fixbetrag (pro kWh) in den Ausbau und die Förderung erneuerbare Energiequellen investieren und die Versorger müssen ihre Kunden über die Herkunft und die Produktionsweise des Stroms informieren.

Ökostrom-Siegel (für Anbieter): „TÜV Süd: EWU“

Ökostrom Siegel TÜV Süd EWU

Das Anbieterlabel „Energiewendeunternehmen“ des TÜV Süd zeichnet keine einzelnen Grünstrom-Produkte, sondern Unternehmen aus, die bereits heute den Erfordernissen der Energiewende in besonderem Maße gerecht werden. Um dieses Siegel zu erhalten, müssen alle angebotenen Ökostromtarife des Unternehmens bereits ein Qualitätslabel tragen. Der Energieanteil aus erneuerbaren Energiequellen muss um ein Drittel höher ausfallen als der nationale Durchschnitt und das Unternehmen darf keinen Atomstrom vertreiben. Sollte das Unternehmen selbst Strom produzieren, muss der Grünstromanteil bei mehr als 80% liegen, die Beteiligung an Kohle- und Atomkraftwerken darf nicht ausgebaut werden und der Eigenstrombedarf des Unternehmens muss mit mindestens 75% Ökostrom abgedeckt werden.

Was sind Regionalnachweise für Ökostrom?

2019 wurden in Deutschland die Regionalnachweise für Ökostrom eingeführt. Über diese Nachweise können Verbraucher den Erzeugungsort von Strom nachvollziehen, der über die EEG-Zulage gefördert wird. Anbieter können „Strom aus der Region“ vermarkten, der im Umkreis von 50km um die Verbrauchsstelle herum erzeugt wurde.

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Wie gut ist Ökostrom?

Ökostrom oder grüner Strom klingt auf den ersten Blick gut, jedoch muss stark zwischen den einzelnen Tarifen unterschieden werden. Ökostrom, der aus 100% erneuerbaren Energien stammt, ist wesentlich seltener auf dem Markt vertreten als Gemische aus Atom- bzw. Kohlestrom und Ökostrom. Daher sind Verbraucher aufgefordert, ganz genau zu prüfen, wie gut der angebotene Strom tatsächlich ist.

Ist Ökostrom CO2-neutral?

Echter Ökostrom, der zu 100% aus erneuerbaren Energien entsteht, ist weitgehend CO²-neutral. Bedacht werden muss bei der Energiebilanz der Faktor, dass beispielsweise für den Bau von Windkraft- oder Solaranlagen ein entsprechender CO²-Beitrag anfällt.

Ist Ökostrom wirklich besser?

Ökostrom wird hauptsächlich in Windparks, Solarparks und Wasserkraftwerken erzeugt. Der auf diese Weise erzeugte Strom wird bei den meisten Ökostrom-Tarifen zusammen mit Atom- und Kohlestrom in das Stromnetz eingespeist, wodurch der Anteil an echtem Ökostrom am Ende erheblich sinkt. Daher stellt sich für viele Verbraucher die Frage, ob Ökostrom wirklich besser ist. Auch wenn in einigen Tarifen nur anteilig Strom aus erneuerbaren Energien steckt, leisten Verbraucher damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass der Ökostromanteil im deutschen Stromnetz immer weiter steigt. Und je höher der Anteil am Ökostrom ist, desto geringer wird der Anteil von Kohle- und Atomstrom sein.

Was ist die Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage)?

Der Bau von Wind- und Wasserkraftanlagen oder Solarparks kostet Geld. Um Betreibern aber einen Anreiz für den Bau dieser Anlagen zu geben und damit den Energiewandel voranzutreiben, wurde das Erneuerbare-Energie-Gesetz verabschiedet. Darin ist unter anderem eine Bezuschussung für den Bau dieser Anlagen enthalten. Die Zuschüsse werden auf jeden Haushalt umgelegt, unabhängig davon, ob er Ökostrom bezieht oder nicht. Die Höhe dieser Umlage macht etwa 20% des gesamten Strompreises aus. Für Anbieter wird es durch diese Umlage attraktiv, Ökostrom anzubieten.

Warum fördert nicht jeder Ökostromtarif die Energiewende?

Strom kommt immer aus einem Kraftwerk zu Ihnen nach Hause, unabhängig davon, um welche Art von Strom es sich handelt. Wer Ökostrom anbietet, muss dafür entsprechende Herkunftsnachweise kaufen, die belegen, wo und wie dieser Strom erzeugt wurde. Durch die EEG-Umlage gibt es aus Deutschland allerdings nur wenige Herkunftsnachweise, denn Ökostrom, der bereits durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz gefördert wurde, darf nicht gesondert als Ökostrom angeboten werden. Da sich die meisten Betreiber von Anlagen aber für eine staatliche Förderung entscheiden, können sie ihren Strom nicht als Ökostrom verkaufen – sie würden durch den Zuschuss und die Verkaufserlöse doppelt kassieren.

Ökostrom, der als solcher gekennzeichnet ist, wird daher häufig aus dem Ausland bezogen. Dort wäre er ohnehin produziert worden, kann aber vom Käufer in Deutschland als Ökostrom ausgewiesen werden. Es handelt sich hier lediglich um einen „grünen Anstrich“, der aber keinen realen Beitrag zur Energiewende leistet. 

Wie entwickelt sich Ökostrom in Deutschland?

Immer mehr Verbraucher steigen auf Ökostrom um. Nach der Verabschiedung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes lag der Anteil von Ökostrom im deutschen Stromnetz 2002 bei 8%. Im Jahr 2017 lag dieser Anteil bereits bei 29%. Für das Jahr 2022 ist die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke geplant und 2025 sollen 40 bis 45% der Energie aus erneuerbaren Energien stammen.

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Ökostrom Vergleich

Seit der Öffnung des Strommarktes 1998 haben die Verbraucher die Möglichkeit, sich innerhalb ihres Liefergebietes frei für einen Stromanbieter zu entscheiden. Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Anbieter, die jeweils damit werben, den besten Stromtarif zu haben. Im Zuge des wachsenden Klimabewusstseins kommen auch immer mehr Ökostrom-Tarife auf den Markt. Doch welcher davon ist wirklich der beste? Das finden Sie mithilfe eines Ökostrom Vergleiches heraus.

Achten Sie beim Ökostrom-Vergleich auf die Vertragsdetails

Ihr neuer Ökostrom-Tarif sollte Sie sowohl in qualitativer als auch in preislicher Hinsicht überzeugen. Daher ist es beim Abschluss eines neuen Vertrages wichtig, auf die Vertragsdetails zu achten.

Beim Ökostrom-Tarif auf die Laufzeiten achten

Stromanbieter haben natürlich ein Interesse daran, neue Kunden so lange wie möglich an sich zu binden. Sie werben mit besonders günstigen Konditionen und setzen die Laufzeiten dabei auf 24 Monate herauf. In dieser Zeit sind Sie als Kunde an diesen Tarif gebunden und verpassen mit hoher Wahrscheinlichkeit währenddessen neue und bessere Angebote. Dadurch zahlen Sie bei Langzeittarifen meistens drauf. Finden Sie einen Ökostrom-Tarif mit einer Laufzeit mit nicht mehr als 12 Monaten. Je kürzer die Vertragslaufzeit, desto flexibler sind Sie.

Fallen Sie nicht auf Lockangebote herein

Wenn Sie ein besonders günstiges Angebot auf dem Markt finden, sollten bei Ihnen immer die Alarmglocken läuten. Es gibt einige Fallen, die die Ökostrom-Anbieter in die Verträge einbauen können und die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Dazu gehören beispielsweise Prämien-Versprechen. Sie bekommen zu Ihrem Stromvertrag kostenlos ein neues E-Bike dazu? Dann prüfen Sie genau, welche Bedingungen Sie erfüllen müssen. Manchmal steht dazu in den AGB, dass die Prämie erst im zweiten Vertragsjahr herausgegeben wird oder an einen Mindestverbrauch gekoppelt ist. Natürlich sind die Konditionen im zweiten Jahr dann auch wesentlich schlechter, so dass Sie Ihr E-Bike am Ende durch den teureren Tarif selbst bezahlen.

Ökostrom Paketangebote genau prüfen

Einige Stromanbieter werben mit günstigen Pakettarifen. Sie kaufen dabei bestimmte Verbrauchspakete für Ihren Ökostrom ein, die günstiger sind, als wenn Sie für die kWh den Einzelpreis zahlen würden. Diese Tarife lohnen sich aber nur dann, wenn Sie wirklich sehr gut einschätzen können, was Sie verbrauchen. Sobald Ihr Verbrauch über dem vereinbarten Paket liegt, werden meistens horrende Preise für den Mehrverbrauch fällig. Schließen Sie nur einen Pakettarif ab, wenn Ihr Stromverbrauch in den vergangenen 3 Jahren immer konstant war und es keine Schwankungen von mehr als 10% bis 15% gab.

Anbieter vor dem Vertragsabschluss auf Seriosität prüfen

Leider gibt es auch unter den Stromanbietern Schwarze Schafe. Sie verstecken Klauseln in den AGB, die Sie als Verbraucher überlesen und dadurch am Ende benachteiligt sind. Insbesondere neue Anbieter können Gefahr laufen, in Konkurs zu gehen. Gerade dann, wenn Sie bei diesen Anbietern einen Pakettarif mit Vorkasse abgeschlossen haben, sehen Sie Ihr Geld nicht wieder. Doch woran erkenne ich einen seriösen Anbieter? Das ist für Laien meistens auf den ersten Blick nicht transparent. cheapenergy24 überprüft für Sie vorab alle Anbieter und deren AGB, denn wir nehmen ausschließlich seriöse Ökostrom-Anbieter in unser Portal auf. Wenn Sie von uns einen Tarifvorschlag erhalten, können Sie davon ausgehen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt.

Achten Sie auf den richtigen Energiemix

Wie wir weiter oben bereits detailliert geschildert haben, steckt nicht in jedem Ökostrom-Tarif auch wirklich Ökostrom. Wenn Sie mit Ihrer Tarifwahl der Umwelt etwas Gutes tun wollen, dann achten Sie auf den Energiemix. Je größer der Anteil an der EEG-Zulage, desto weniger Öko steckt tatsächlich im Tarif. Die qualitativ besten Tarife sind diejenigen, die Ihre Energie zu 100% aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft, Solar- oder Windenergie beziehen.

Nehmen Sie Preisgarantien genau unter die Lupe

Eine Preisgarantie ist für den Verbraucher auf den ersten Blick sehr attraktiv. Er braucht während der Laufzeit des Vertrages nicht mit Preiserhöhungen zu rechnen und kann seine anfallenden Stromkosten gut kalkulieren. Allerdings kann es sich bei einer Preisgarantie auch um eine eingeschränkte Garantie handeln. Das bedeutet, dass nur bestimmte Preisbestandteile wie Steuern, Umlagen oder Abgaben von einer Preisgarantie ausgeschlossen sind. Alle anderen Bestandteile machen aber meist mehr als 50% des Gesamtpreises aus, wodurch es am Ende doch zu einer erheblichen Strompreiserhöhung kommen kann. Eine Form der eingeschränkten Preisgarantie ist zum Beispiel die Energiepreisgarantie.

Wie führe ich einen Ökostrom Vergleich durch?

Über cheapenergy24 können Sie einen kostenlosen Tarifvergleich durchführen unter spezieller Berücksichtigung der Ökostrom-Tarife. Dazu rufen Sie zunächst die Seite „Kostenloser Tarifvergleich“ auf und gehen dann wie folgt vor:

  1. Stromvergleich wählen
    Sie können im ersten Feld wählen, ob Sie Strom, Gas oder Kombitarife suchen. Klicken Sie für die Suche nach einem guten Ökostrom-Anbieter das Feld „Strom“ an.
  2. Aktuelle Angaben
    Um für Sie die passenden Tarife zu finden, benötigen wir zwei wichtige Angaben: Ihren aktuellen Anbieter und Ihren jährlichen Stromverbrauch. Beides sind Pflichtangaben im Ökostrom Vergleich.
  3. Nur Ökostrom-Tarife
    In das Freifeld „Individuelle Angaben“ tragen Sie jetzt noch die Information ein, dass Sie nur Ökostrom-Tarife abschließen möchten.

Nach der Eintragung Ihrer persönlichen Daten schicken Sie das Formular ab. Wir finden für Sie innerhalb kurzer Zeit den besten Ökostrom-Anbieter und senden Ihnen unseren Vorschlag schriftlich zu. Sie können selbstverständlich frei entscheiden, ob Sie zu diesem Anbieter wechseln wollen. Gerne übernehmen wir für Sie sämtliche Formalitäten und überprüfen im Anschluss jeweils zum Vertragsende automatisch, ob es mittlerweile einen besseren Tarif für Ökostrom auf dem Markt gibt.

Wie oft sollte ich einen Ökostrom-Tarif durchführen?

Wir empfehlen Ihnen, jedes Jahr einen Ökostrom-Tarif durchzuführen bzw. immer rechtzeitig dann, wenn der aktuelle Vertrag ausläuft. Im ersten Vertragsjahr ist die Ersparnis meistens am größten, während die Vorteile wie ein vergünstigter Grundpreis oder eine Prämie ab dem zweiten Jahr nicht mehr gelten. Am besten führen Sie den Ökostrom-Vergleich immer spätestens 3 Monate vor dem Ablauf des alten Vertrages durch. Macht Ihnen das zu viel Arbeit? Dann bieten wir Ihnen gerne unseren kostenlosen Service zum Tarifvergleich an. Wir behalten Ihre Vertragsdaten im Blick und melden uns immer rechtzeitig vor Vertragsende mit einem neuen Tarifvorschlag. Sie haben keine Arbeit mit dem Ökostrom Tarifvergleich und profitieren immer von den besten Angeboten auf dem Markt.

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Zu Ökostrom wechseln

Der Ökostrommarkt wächst stetig. Waren es 2010 noch 650 verschiedene Anbieter mit einem Ökostromtarif im Angebot, sind es heutzutage schon über 900. Derzeit haben rund sechs Millionen Privat- und Gewerbekunden einen Ökostromtarif in Deutschland (Tendenz steigend). Mit der Ausweitung des Marktes und der Konkurrenz, werden auch die Preise für Ökostromtarife immer attraktiver. cheapenergy24 hilft Ihnen dabei, den besten Ökostromtarif zu finden.

Worauf muss ich beim Abschluss eines Ökostromtarifes achten?

Wer einen Ökostrom-Tarif abschließt, möchte damit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Energiewende leisten. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Sie ganz genau hinsehen und auf folgende Details achten.

  1. Der Anbieter
    Prüfen Sie genau, wer der Anbieter ist und ob er tatsächlich nur Ökostrom anbietet. Hinter vielen Anbietern stehen Tochterfirmen großer Konzerne, die konventionellen Kohle- bzw. Atomstrom verkaufen. Der Mutterkonzern verdient dadurch am Verkauf des Ökostroms, so dass Sie am Ende eher einen Beitrag zum Atomstrom als zum Ökostrom leisten.
  2. Regionales Engagement
    Häufig ist es sinnvoll, einen regionalen Anbieter zu finden, der den Strom in unmittelbarer Nähe zum Verbrauchsort erzeugt. Oftmals investieren regionale Energieunternehmen auch noch in lokale Projekte, was Ihnen wiederum indirekt wieder zugutekommt
  3. Herkunft des Stroms
    Stammt der Strom tatsächlich aus Deutschland oder hat der Anbieter lediglich mit Herkunftsnachweisen aus dem Ausland gehandelt? Es kann passieren, dass ein Anbieter 100% Kohlestrom verkauft, dafür aber Herkunftsnachweise eines Wasserwerkes aus Schweden gekauft hat und seinen Strom daher zu 100% als Ökostrom ausweisen darf.
  4. Stromproduktion
    Prüfen Sie genau, wie der Strom produziert wird. Auch die Erzeugung von Ökostrom kann Nachteile haben, weil Windanlagen beispielsweise für Vögel gefährlich sind und auch eine Lärmbelästigung der Anwohner darstellen. Bei der Herstellung von Solarmodulen fallen hochtoxische Gefahrenstoffe an, die wiederum die Umwelt belasten. Biomasse hat dagegen eine schlechtere CO²-Bilanz. Hier müssen sich Verbraucher ganz genau überlegen, welchen Strom aus welcher Quelle sie bevorzugen.
  5. Förderungen der Stromanbieter
    Achten Sie darauf, ob Ihr Ökostromanbieter gezielte Investitionen in den Ausbau regenerativer Energien tätigt. Einige Anbieter reinvestieren einen Teil der Einnahmen, um neue Windkraftanlagen zu bauen oder aber sie beziehen ihren Strom nur aus Kraftwerken, die ein Höchstalter nicht überschreiten.
  6. Siegel und Zertifikate
    Orientieren Sie sich bei der Wahl eines Ökostromtarifes an den Siegeln und Zertifikaten, die wir Ihnen im oberen Abschnitt vorgestellt haben.

Ist Ökostrom teurer als Atom- oder Kohlestrom?

Nein, viele Ökostromtarife sind genauso teuer oder günstig wie herkömmliche Tarife. Das hat zwei Gründe. Einerseits steigt die Nachfrage an Ökostrom kontinuierlich, so dass die Anbieter immer bessere Tarife schaffen können. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage nach Herkunftsnachweisen in Europa kleiner als das Angebot. Für die Ökostromanbieter sind es also nur geringe Mehrkosten, die für den Kauf von Nachweisen anfallen, um ihren Strom als Ökostrom verkaufen zu können.

Wie setzen sich Ökostrom-Tarife zusammen?

Wie bei klassischen Tarifen besteht der Großteil des Ökostromtarifes aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Etwa ein Viertel muss der Anbieter an den Netzbetreiber zahlen und nur 19% bleiben als Einkünfte beim Stromanbieter. Auf viele Preisbestandteile hat der Anbieter keinen Einfluss – dazu gehört auch die EEG-Umlage, die vom Staat vorgegeben und 1:1 an den Verbraucher weitergeleitet wird.

Den besten Ökostrom-Tarif finden

cheapenergy24 hat sich darauf spezialisiert, unabhängig und verbraucherfreundlich jährlich die Tarife seiner Kunden zu optimieren. Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Ökostromtarif sind, führen wir gerne für Sie einen entsprechenden Tarifvergleich durch und finden das beste Angebot. Der Wechselassistent übernimmt für Sie die komplette Vertragsorganisation – von der Tarifprüfung bis zum Wechsel. Sie können pro Jahr bis zu 900,00 € sparen und leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und der Schonung unserer natürlichen Ressourcen.