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Zum Jahresende erwartet Verbraucher in der Regel die Jahresendabrechnung für Strom und Gas. Nicht selten warten unangenehme Überraschungen, weil Preiserhöhungen die Kosten erheblich in die Höhe treiben. Wenn sich eine Preiserhöhung ankündigt, lohnt meistens der Wechsel zu einem anderen Versorger. Jedoch müssen die Kunden bei einem Wechsel achtsam sein, denn es lauern auch beim neuen Anbieter versteckte Preiserhöhungen, die am Ende sogar noch teurer werden können. Wir beantworten Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Fragen, warum gerade Strom so teuer ist, wie sich die bisher stabilen Gaspreise zukünftig entwickeln werden, was Sie bei einer Preiserhöhung tun können und auf welche Preisfallen Sie beim Anbieterwechsel achten müssen.

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Warum kommt es zu einer Preiserhöhung?

Um zu verstehen, warum es zu einer Erhöhung der Strom- und Gaspreise kommt, sollten Sie einen Blick auf die Zusammensetzung des Strom- und Gaspreises werfen. Denn oft kommt die Erhöhung des Gesamtpreises nur dadurch zustande, dass eine oder zwei Komponenten, aus denen sich die Preise zusammensetzen, teurer werden.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Schaubild Strompreis

Wenn Sie sich für einen Anbieter entscheiden, dann kennen Sie in der Regel nur den Gesamtpreis für eine kWh. Der Strompreis setzt sich aber aus verschiedenen Elementen zusammen. Laut Bundesnetzagentur war die Zusammensetzung der Preise 2018 über alle Tarife hinweg wie folgt:

  • Kosten für Strombeschaffung: 22,4%
    Das umfasst die Kosten, die bei der Erzeugung und dem Einkauf des Stroms entstehen, aber auch für den Vertrieb und die Gewinnmarge.
  • Steuern: 22,9%
    Verbraucher zahlen auf den Strom sowohl eine Mehrwertsteuer als auch die gesetzlich vorgeschriebene Stromsteuer.
  • Nutzungsentgelt: 23,0%
    Diese Gebühr muss jeder Nutzer an den Netzbetreiber zahlen. Vergleichbar ist diese Gebühr mit einem Fahrschein, der den Besitzer dazu berechtigt, das öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Ihr Anbieter leitet als Netznutzer das Geld an den Netzbetreiber weiter.
  • Messung und Messstellenbetrieb: 1,1%
    Diese Kosten entstehen durch den Einbau von Mess- und Steuereinrichtungen, das Ablesen des Stroms und Inkasso-Maßnahmen, wenn ein Kunde säumig wird.
  • Abgaben/Umlagen: 30,7%
    Zu diesem Posten gehören unter anderem die Umlagen nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz, mit denen der Ausbau der Erneuerbaren Energien gefördert wird
    , sowie die Konzessionsabgabe und die Offshore-Haftungsumlage.

So setzt sich der Gaspreis zusammen

Der Preis für 1 KwH Gas setzt sich aus ähnlichen Komponenten zusammen wie der Strompreis. Die Daten stammen ebenfalls von der Bundesnetzagentur und wurden für das Jahr 2018 erhoben.

  • Kosten für die Gasbeschaffung, den Vertrieb und die Gewinnmarge: 48,8%
  • Steuern (Gas- und Umsatzsteuer): 25,0%
  • Netzentgelt: 23,4%
  • Messung- und Messstellenbetrieb: 1,5%
  • Konzessionsabgabe: 1,3%

Der Erdgaspreis ist nicht mehr wie noch vor einigen Jahren an den Ölpreis gekoppelt. Seitdem gibt es einen eigenen Gasmarkt, der dem internen Wettbewerb unterliegt und der unabhängig geworden ist von den Ölpreissteigerungen.

Welche Gründe gibt es für eine Preiserhöhung?

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe dafür, warum der Preis für Gas oder Strom nach einer gewissen Vertragslaufzeit plötzlich steigt. Zum einen kann sich die Höhe der staatlichen Umlagen verändern. Beispielsweise können sich Netzentgelte oder EEG-Umlagen erhöhen, was wiederum Einfluss auf den gesamten Strompreis hat. Auch der Anbieter selbst kann seine Konditionen verändern und die Preise anheben. Für die hohen Strompreise sind unter anderem die steigenden Beschaffungskosten verantwortlich. Außerdem müssen zahlreiche Veränderungen wie der Ausstieg aus der Kohle- und Atomenergie, der wachsende Trend zur Elektromobilität und der Netzausbau bei der Gestaltung des Strompreises berücksichtigt werden.

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Die Strompreisentwicklung

Strom ist in Deutschland auf dem höchsten Preislevel angekommen. Die Preise für Privatkunden sind in den letzten zehn Jahren fast um die Hälfte angestiegen. Aber warum steigt gerade der Strompreis so exorbitant, während der Gaspreis bis 2018 sogar gesunken ist?

Warum ist Strom so teuer?

Der Strompreis besteht zu mehr als 50% aus Steuern und staatlichen Abgaben. Einen wesentlich kleineren Teil macht dabei das Produkt selbst aus. Der Betrieb, die Wartung und der Ausbau der Netze werden über die Netzentgelte geregelt. Die Kosten dafür werden auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Stromnetze in Deutschland und über die Grenzen hinaus werden im Rahmen der Energiewende stets ausgebaut werden. Das verursacht Kosten, die auf den Strompreis umgelegt werden.

Es gibt daneben auch regionale Unterschiede, die den Strompreis beeinflussen. In den neuen Bundesländern zahlen Verbraucher sehr viel Geld für ihren Strom. Bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlen Bewohner in den neuen Bundesländern etwa 50,00 Euro mehr für Strom als in den alten Bundesländern. Auch die Besiedlungsdichte hat Einfluss auf die Netznutzungsentgelte. In dünn besiedelten Gebieten zahlen die Verbraucher pro Kopf deutlich mehr als in dichter besiedelten Teilen Deutschlands.

Der Stromanbieter selbst kann ebenfalls die Preise erhöhen unabhängig von Steuern und Abgaben. Insbesondere die Billig-Anbieter locken zunächst mit sehr günstigen Preisen, erhöhen diese dann aber innerhalb der Vertragslaufzeit um bis zu 35 %.

So wird sich der Strompreis 2019 perspektivisch entwickeln

Die Strompreisentwicklung ist wesentlich an die Preisbildung an der Strombörse gebunden. Angebot und Nachfrage laufen an der Strombörse EEX in Leipzig zusammen.

Abhängigkeit der Strompreisentwicklung von der Strombörse

Die Produktion des Stroms unterliegt naturgemäß Schwankungen. So produzieren beispielsweise Windkraftanlagen nicht kontinuierlich die gleiche Menge Strom. Wind- und Solarkraftwerke sind wesentlich von der Witterung abhängig. An einem windstillen und bewölkten Tag können lokale Energieversorger ihre Kunden manchmal nicht mit ausreichend Energie beliefern. Sie müssen daher aus anderen Regionen Strom einkaufen. Genauso kann es an sehr windigen Tagen zu einer Überproduktion des Stroms kommen, so dass Kraftwerksbetreiber diesen überschüssigen Strom wieder verkaufen müssen. Strom kann kaum sinnvoll gespeichert werden. Außerdem muss eine Überspannung vermieden werden, die das Stromnetz schädigt. Neben dem schwankenden Angebot gibt es natürlich auch eine schwankende Nachfrage. Beispielsweise ist der Bedarf an Strom nachts natürlich wesentlich geringer als am Tag.

Um Angebot, Nachfrage und die flächendeckende Versorgung mit Strom sicherzustellen, gibt es die Strombörse. Sie sorgt für eine marktgerechte Preisfindung und stellt die Stabilität des Netzes sicher.

Was ist der Unterschied zwischen dem Terminmarkt und dem Spotmarkt?

Über den Terminmarkt werden langfristige Versorgungsverträge abgeschlossen, die oft eine mehrjährige Laufzeiten haben. Anbieter kaufen sich hier Kontingente und müssen entsprechend viele Abnehmer dafür finden.

Der Spotmarkt reguliert dagegen den kurzfristigen Strombedarf. Die Verträge beziehen sich auf Laufzeiten zwischen einzelnen Stunden bis hin zu einem Tag. Versorger können die gekauften Stundenpakete flexibel einsetzen und sind damit ebenso flexibel in der Abdeckung des Spitzenbedarfs.

Der Stromhandel funktioniert wie an einer Börse. Die Energieerzeuger geben ein Gebot ab, das die zu verkaufende Menge an Strom und den Mindestpreis enthält. Die Energieanbieter geben ihrerseits ein Angebot mit der benötigten Menge an Strom und dem Preis ab, den sie dafür zu zahlen bereit sind. Über die Strombörse werden Anbieter und Abnehmer zusammengeführt und können die benötigte Menge Strom zum gewünschten Preis kaufen bzw. verkaufen.

Der an der Börse gehandelte Preis beeinflusst zu rund 25% den tatsächlichen Strompreis.

Beeinflussung der Strompreisentwicklung durch die Nutzungsentgelte

Die Nutzungsentgelte kann der Anbieter nicht beliebig festlegen. Sie unterliegen einer Kontrolle durch die Bundesnetzagentur. Ein Faktor, der die Höhe der Nutzungsentgelte beeinflusst, ist beispielsweise die Modernität der Infrastruktur. Wird diese erneuert, kann auch das Nutzungsentgelt erhöht werden. Durch die geplanten, sehr umfangreichen Netzsanierungen erwartet die Bundesnetzagentur auch perspektivisch einen Anstieg der Nutzungsentgelte.

Die Auswirkungen der EEG-Umlage auf die Strompreisentwicklung

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der regenerativen Energien gefördert. Erzeuger von Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse sollen feste Einspeisevergütungen bekommen. Etwa ein Viertel des Strompreises wird dafür verwendet. Im Jahr 2010 betrug die EEG-Umlage noch 2,05 Cent pro Kilowattstunde. In den folgenden Jahren ist diese Umlage merklich gestiegen, so dass sie 2014 bereits bei 6,24 Cent lag. Nachdem die EEG-Umlage 2017 das Rekordhoch von 6,88 Cent erreicht hatte, ist sie nun wieder leicht gesunken. Für 2019 wurde eine EEG-Umlage von 6,41 Cent errechnet. Experten sind der Meinung, dass die EEG-Umlage Mitte 2020 deutlich und dauerhaft sinken wird. Es gibt aber auch Stimmen, die vermuten, dass die Umlage zunächst stabil bleiben oder wieder steigen wird, da die Investitionen in erneuerbare Energien noch lange nicht abgeschlossen sind.

Die Entwicklung von Abgaben und Steuern für Strom

Energieversorger müssen den Gemeinden Geld dafür zahlen, dass sie auf deren Grund und Boden Gas- und Stromleitungen verlegen dürfen. Diese Entgelte werden Konzessionsabgaben genannt. Für Städte und Gemeinden sind diese Einnahmen eine erhebliche Einnahmequelle.

Daneben wird auch die Umsatzsteuer von derzeit 19% auf den Netto-Strompreis gerechnet. Hinzu kommt die Stromsteuer mit 2,05 Cent/kWh netto. Die Höhe dieser Abgaben hängt immer von Gesetzen und Gesetzesänderungen ab.

Die Strompreisentwicklung in der Zukunft

Über die Entwicklung des Strompreises in der Zukunft kann nur gemutmaßt werden. Es gibt sehr viele Faktoren, die die Strompreisentwicklung perspektivisch beeinflussen. Während die EEG-Umlage langfristig sinken könnte, werden die Nutzungsentgelte vermutlich steigen. Daher rechnen Experten  in den kommenden Jahren mit einem weiteren Anstieg der Strompreise und einer Fortsetzung der bisherigen Strompreisentwicklung.

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Die Gaspreisentwicklung

Gas ist in deutschen Haushalten die beliebteste Heiztechnik geworden. Der Gaspreis ist so niedrig wie nie zuvor, aber ob er weiterhin so niedrig bleiben wird, ist fragwürdig. Lesen Sie dazu die Hintergründe.

Die unterschiedlichen Gas-Arten

Ebenso wie der Strom kann auch das Gas aus unterschiedlichen Bezugsquellen stammen. Geheizt werden kann mit Erdgas, Klimagas und Biogas. Beim Erdgas handelt es sich um einen fossilen Brennstoff. Es ist eine begrenzte Ressource, die auch noch umweltschädlich ist, weil bei der Verbrennung giftige Gase entstehen. Wer klimabewusst heizen möchte, der kann sich für alternative Gastarife entscheiden. Biogas wird zu 100% aus der Verbrennung von Abfällen gewonnen. Allerdings gibt es so gut wie keine reinen Biogastarife, da diese für die Verbraucher zu teuer wären. Bei den meisten Klimagas-Tarifen wird Biogas prozentual zum Erdgas hinzugefügt bzw. die Emission, die durch die Erdgasnutzung entsteht, wird durch Klimaschutzprojekte wieder ausgeglichen. Die Kosten, die dadurch entstehen, werden anteilig auf den Tarif gerechnet, wodurch dieser vergleichsweise teurer werden kann.

Was sind die Bezugsquellen für Erdgas in Deutschland?

Erdgas wird nach Deutschland importiert. Im Wesentlichen stammt es aus Russland, den Niederlanden und Norwegen. Aus eigenen Bezugsquellen konnte Deutschland den Erdgas-Bedarf im Jahr 2017 nur noch zu 5% decken.

So wird sich der Gaspreis perspektivisch entwickeln

Während die Gaspreise bis 2010 noch regelmäßig stiegen, ist bis 2018 ein kontinuierlicher Abwärtstrend erkennbar. 2013 kostete die Kilowattstunde 2,65 Cent. Im Jahr 2017 fiel dieser Preis noch einmal merklich auf 1,70 Cent. In dieser Zeit stiegen lediglich die Netzwerkentgelte von 1,2 Cent auf 1,5 Cent. Allerdings wirkte sich diese minimale Steigerung nicht negativ auf den Gaspreis aus. Ein wesentlicher Faktor für diese positive Preisentwicklung war die Gasmarktliberalisierung. Durch die Öffnung des Gasmarktes entstand ein Wettbewerb und es kamen zahlreiche neue Anbieter hinzu. Besonders in Großstädten erreichten die Gaspreise ihr niedrigstes Niveau, weil hier der Wettbewerb entsprechend groß war und sich die Anbieter gegenseitig unterboten. Perspektivisch ist mit diesem Abwärtstrend leider Schluss. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis

Eine unmittelbare Kopplung des Ölpreises an den Gaspreis existiert nicht mehr. Dennoch gibt es einen verdeckten Einfluss der Ölpreise auf die Gaspreise. Öl ist eine Art Stimmungsbarometer für den internationalen Energiemarkt. Steigen die Ölpreise, so ist auch ein Anstieg der Gaspreise zu vermuten.

Verknappung des Gases durch Importländer

Russland als einer unserer Hauptlieferanten für Erdgas hat in den vergangenen Jahren verstärkt den asiatischen Markt beliefert und damit für eine Verknappung des Gases in Europa gesorgt. Die Einkaufspreise sind gestiegen und vor allem kleine Anbieter mussten diese Mehrkosten auf ihre Kunden umlegen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat ermittelt, dass die Einfuhrpreise für Erdgas zwischen 2018 und 2019 um rund 40% gestiegen sind. Auch die Börsenpreise für Erdgas haben sich laut dem Statistischen Bundesamt von 2016 bis 2018 um 38% nach oben entwickelt.

Der Einfluss des Klimas auf den Gaspreis

Wetter- und Klimaveränderungen haben einen nennenswerten Einfluss auf die Gaspreisentwicklung. Nach dem sehr trockenen Sommer 2018 konnte ein erheblicher Anstieg des Gaspreises beobachtet werden. Der Grund dafür liegt in den niedrigeren Wasserständen der Flüsse. Über die Flussschifffahrt kann nach einer Wärmeperiode wesentlich weniger Kohle transportiert werden. Dadurch sind mehr gasbetriebene Stromkraftwerke in Betrieb, was die Kosten für Gas in die Höhe treibt.

Der positive Einfluss neuer Fördertechnologien

Auf der anderen Seite entstehen immer neue Technologien zur Förderung von Erdgas. In den USA setzt man beispielsweise das Fracking ein. Dabei werden künstliche Fließwege gebohrt, durch die das Gas in den Gesteinsschichten der Erde zutage gefördert wird. Durch eine Weiterentwicklung dieser Technologien können die derzeit noch hohen Förderkosten erheblich reduziert werden.

So wird sich der Gaspreis perspektivisch entwickeln

Experten vermuten, dass der Gaspreis kurzfristig durch die genannten Faktoren weiter steigen wird. Allerdings ist eine mittelfristige Entwicklung noch nicht abzusehen. Durch die Erschließung neuer Förderquellen könnten konventionelle Energieerzeuger in einen Preisdruck gebracht werden, der sich aus Verbrauchersicht positiv auf die Gasentwicklung auswirkt. Während die Erdgas-Reserven nach heutigem Stand noch für die nächsten 250 Jahre stabil bleiben werden, ist die Gaspreisentwicklung hauptsächlich von politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig.

Die Preisgarantie und versteckte Preiserhöhungen

Ökostrom Siegel OK Power

Es gibt zwei Arten von Strom- und Gasverträgen. Einige Anbieter lassen die Entwicklung des Preises offen und räumen sich Preiserhöhungen vertraglich ein. Andere werben mit einer sogenannten Preisgarantie, mit der sich der Kunde vor Preiserhöhungen schützen kann.

Was ist eine Preisgarantie?

Grundsätzlich soll eine Preisgarantie den Strom- bzw. Gaspreis während der Vertragslaufzeit einschränken. In aller Regel betrifft dies aber nicht alle Preisbestandteile. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Preisgarantien.

Die eingeschränkte Preisgarantie

Bei der eingeschränkten Preisgarantie sind nur bestimmte Preisbestandteile von einer Preiserhöhung – oftmals Steuern, Abgaben und Umlagen – ausgeschlossen. Da diese Preisbestandteile aber mehr als 50% des Preises ausmachen, haben Verbraucher keinen großen Mehrwert von einer eingeschränkten Preisgarantie.

Die uneingeschränkte Preisgarantie

Diese Preisgarantie bezieht sich tatsächlich auf alle Preisbestandteile. Der Anbieter kann den Preis während der gesamten Vertragslaufzeit nicht erhöhen. Diese Art der Preisgarantie wird sehr selten bei Tarifen angeboten.

Die Energiepreisgarantie

Die Energiepreisgarantie ist eine Form der eingeschränkten Preisgarantie. Es wird nur der Energiekostenanteil als Festpreis garantiert. Dabei handelt es sich um die Beschaffungskosten, die den Energieversorgern durch den Einkauf des Stroms entstehen. Alle anderen Preisbestandteile sind variabel und können jederzeit verändert werden.

Vorsicht vor versteckten Preiserhöhungen

Per Gesetz müssen den Verbrauchern Preiserhöhungen transparent durch die Versorger kommuniziert werden. Allerdings sieht die Realität wie so häufig anders aus. Sie wenden zahlreiche Tricks an, um die Preiserhöhungen zu verschleiern.

Verbraucher fallen auf Lockangebote herein

Der Preisvergleich hat überzeugt: Der neue Anbieter war der günstigste und der Verbraucher hat aus diesem Grund einen Vertrag unterschrieben. Allerdings sind in vielen Vergleichsportalen nur die Erstjahrespreise erfasst, die durch Bonuszahlungen bewusst niedrig gehalten werden. Der Vertrag wird aber über zwei oder mehr Jahre geschlossen, so dass ab dem zweiten Jahr die Tarife bis zu 30% mehr kosten. Die Klauseln in den AGB erfüllen die rechtlichen Forderungen, sind aber für die Verbraucher kaum durchschaubar.

Geschickte Kommunikationsstrategien der Anbieter

Die Anbieter müssen eine Preiserhöhung mindestens 6 Wochen vor dem Inkrafttreten ankündigen und den Kunden ein Sonderkündigungsrecht einräumen. Diese Preiserhöhungen werden aber sehr intransparent beispielsweise in seitenlangen Briefen kommuniziert. Das Schreiben hat den Anschein eines Werbebriefes und wird vom Empfänger nicht gelesen. Dadurch macht er auch nicht von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch. Aber: Gesetzlich ist diese Vorgehensweise nicht erlaubt. Laut § 41.3 EnWG muss dem Verbraucher der geplante Anstieg auf „transparente und verständliche Weise“ mitgeteilt werden.

Versorger nutzen Erhöhungen der staatlichen Umlagen zu ihrem Vorteil

Wenn sich Steuern oder andere staatliche Umlagen erhöhen, dann können die Anbieter diese Preiserhöhung an die Kunden weitergeben. Allerdings nutzen einige unseriöse Versorger diese unabänderlichen Erhöhungen, um auch ihren eigenen Anteil vom Strom- und Gaspreis zu erhöhen. Diese Mehrkosten gehen dann oft in den erhöhten staatlichen Anteilen unter. Achtung, sinkende Steuern oder andere staatliche Umlagen müssen an den Kunden weitergegeben werden.

Mein Anbieter hat mir eine Preiserhöhung nicht mitgeteilt

Auf der Endabrechnung steht plötzlich ein neuer Tarif, von dem Sie bislang nichts wussten? Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr Anbieter hat Sie tatsächlich nicht über die Preiserhöhung informiert oder Sie haben die Ankündigung als solche nicht wahrgenommen und sie nicht gelesen. Sie können zunächst Widerspruch einlegen. Wenn sich der Anbieter nicht kulant zeigt, muss im Zweifel ein Gericht entscheiden, ob es eine rechtsgültige Ankündigung der Preiserhöhung gegeben hat.

Das können Sie bei einer Preiserhöhung tun

Wie bereits mehrfach erwähnt, können Sie bei einer Preiserhöhung von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Das schriftliche Kündigungsschreiben muss bis zum Inkrafttreten des neuen Tarifes beim Versorger eingegangen sein.

Führen Sie einen Anbietervergleich durch

Hat Ihr derzeitiger Anbieter eine Preiserhöhung angekündigt, dann führen Sie bei cheapenergy24 einen Anbietervergleich durch. Wir prüfen alle Versorger auf Herz und Nieren und verpflichten uns, ausschließlich seriöse Versorger zu listen. Außerdem zeigen wir Ihnen transparent, welche Kosten tatsächlich auf Sie zukommen. Sonder- und Bonuszahlungen sowie Prämien zeigen wir separat auf, so dass diese den tatsächlichen Tarif nicht verschleiern. Wir lassen uns nicht von Provisionen locken, sondern zeigen Ihnen nur die tatsächlich günstigsten Angebote.

Anbieter wechseln mit dem Wechselassistenten

Cheapenergy24 hilft Ihnen nicht nur bei der Wahl eines Energieversorgers, sondern assistiert Ihnen auch beim Wechsel.  Dazu steht Ihnen unser Kündigungs- und Wechselassistent zur Verfügung. Sie werden intuitiv durch den Kündigungs- und Wechselvorgang geführt und können jährlich bis zu 900 € sparen.

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